Schlagwort-Archiv: 1045079.story ↑ Aaron Couch: Cher Reveals She’s Working With Timbaland on New Album. In: The Hollywood Reporter. Prometheus Global Media. 8. Februar 2013. Abgerufen am 3. März 2013.

CHER….

Cher (* 20. Mai 1946 in El Centro, Kalifornien als Cherilyn Sarkisian,) ist eine US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin. Durch ihr Auftreten und Wirken in Musik, Film, Fernsehen und Mode wurde sie zu einer popkulturellen Medienikone – ihr wird zugeschrieben, weibliche Eigenständigkeit und Selbstverwirklichung in die Unterhaltungsindustrie gebracht zu haben. Dafür bekannt, kontinuierlich sowohl ihre Musik, als auch ihr Image neu zu erfinden, wird sie auch als Goddess of Pop bezeichnet. Von Folk über Disco und Rockmusik bis hin zu Electropop wandte sich Cher im Verlauf ihrer Karriere diversen Genres zu und prägte diese teilweise stark.

1965 wurde sie als weiblicher Part des Duos Sonny and Cher durch den Hit I Got You Babe bekannt und schlug parallel eine Solo-Laufbahn als Sängerin ein, die sie ab 1971 durch die Fernsehsendung The Sonny and Cher Comedy Hour – für die sie 1999 mit Sonny Bono auf dem Hollywood Walk of Fame verewigt wurde – und ihren Ablegern erfolgreich fortsetzen konnte. In den 1980er Jahren startete sie eine zweite Karriere als Schauspielerin zunächst am Broadway; nach erstem Kritikerlob für ihre Filmrollen in Silkwood und Die Maske gewann sie 1988 den Oscar als Beste Hauptdarstellerin für Mondsüchtig. Jahrzehntelang war sie stilprägend, schaffte es sechsmal auf das Cover der Vogue und wurde 1999 mit dem „Fashion Oscar“ aufgrund ihres Einflusses auf die Modewelt ausgezeichnet. Ihre von 2003 bis 2005 laufende Farewell Tour war laut Guinness-Buch der Rekorde (2007) die bis dahin erfolgreichste Tournee einer Solo-Künstlerin.

Weiterhin ist sie Emmy-, Grammy- und dreifache Golden-Globe-Preisträgerin. Mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern und weiteren 80 Millionen zusammen mit ihrem ehemaligen Ehemann Sonny Bono gehört sie zu den kommerziell erfolgreichsten Musikern des 20. Jahrhunderts. Zu den populärsten Singles der Musikgeschichte zählt ihr Welthit Believe aus dem gleichnamigen Album von 1998, mit dem sie den Effekt Auto-Tune populär machte. Im Jahre 2011 brach sie ihren eigenen Rekord: Als einzige Künstlerin konnte sie in allen sechs Dekaden ihrer Karriere einen Nummer-1-Hit in einer Sparte der Billboard Charts positionieren.

 

Familie

Cher ist die Tochter von Georgia Holt, einer Cherokee-Indianerin deutsch-französisch-irisch-englischer Abstammung, und des Armeniers John Sarkisian. Nach der Scheidung ihrer Eltern wuchs Cher bei ihrem Adoptivvater Gilbert LaPiere und ihrer Mutter auf. Aus ihrer 1964 geschlossenen ersten Ehe mit Sonny Bono entstammt Chaz Bono (bis Mai 2010 Chastity Sun Bono).

Nach dem Tod von Bono 1998 hielt Cher eine Trauerrede, die in die Sammlung US-amerikanischer Rhetorik aufgenommen wurde und in der Library of Congress aufbewahrt wird.

In den 1970er Jahren war Cher mit Gregg Allman verheiratet, der Sohn aus dieser zweiten Ehe ist Elijah Blue Allman. Nach der Scheidung von Gregg Allman war sie kurze Zeit mit dem Kiss-Bassisten Gene Simmons liiert. Danach war Cher von 1989 bis 1991 mit dem Bon-Jovi-Gitarristen Richie Sambora zusammen.

Karriere

1965–1969: Aufstieg und Fall von Sonny and Cher

Sonny and Cher, 1966

Cher heiratete 1964 Sonny Bono, den sie zwei Jahre vorher kennengelernt hatte. Dieser brachte sie als Backgroundsängerin in die Plattenstudios von Phil Spector. Dort sang sie auf Platten von den Ronettes und den Righteous Brothers. Es folgte die Gründung des Popduos Sonny & Cher.

1965 landete das Paar mit I Got You Babe seinen ersten weltweiten Nummer-1-Hit. Innerhalb von 21 Tagen verkaufte sich die Single über drei Millionen Mal, bis heute sind es 7 Millionen verkaufte Schallplatten. Das Video zu I Got You Babe war das erste Musikvideo überhaupt und wurde bei Top of the Pops gedreht. Die im selben Jahr veröffentlichten fünf Singles des Duos platzierten sich zur gleichen Zeit in der Liste der internationalen Top-20-Hits, weitere Hits sollten 1965 mit Baby Don’t Go, 1966 mit Little Man und 1968 mit The Beat Goes On folgen. Im Jahr 1965 starteten Sonny und Cher ihre erste ausverkaufte Wondrous World Tour in Hollywood Bowl. Mit über 80 Millionen verkauften Platten wurden Sonny & Cher zum erfolgreichsten Künstlerehepaar aller Zeiten.

Parallel trat Cher auch als Solosängerin auf. Mit der Coverversion des Bob-Dylan-Titels All I Really Want to Do erzielte sie 1965 ihren ersten Nummer-1-Hit, 1966 folgte Bang Bang (My Baby Shot Me Down) und 1967 You Better Sit Down Kids. Chers weit ausgestellte Hosenschläge und ihre Pelzwesten wurden zu ihrem Markenzeichen genau wie ihr schwarzes, glattes Haar und ihr dicker Lidstrich. So erzielte sie zwischen 1965 und 1971 durchschnittlich 30 Millionen US-Dollar (heutige Kaufkraft 450 Millionen Dollar) Umsatz.

Auf einer Dinnerparty Jackie Kennedys lernte Cher Diana Vreeland kennen, einige Wochen später machte Richard Avedon Fotos von Cher für die US-Vogue. Unter Diana Vreeland erschien sie achtmal in der Vogue (Dez. 1965, Nov. 1966, Aug. 1967, Aug. Sep. Nov. 1969, Okt. 1970, Dez. 1971). In den 70ern machte die neue Kreativchefin der US-Vogue Grace Mirabella Cher zu ihrem Liebling und so erschien sie insgesamt fünfmal auf dem Cover der US-Vogue (Apr. und Dez. 1972, Mai und Nov. 1974, Feb. 1975) und auch in der französischen Vogue (Apr. 1972).

1968 führte das Engagement Bonos beim Hippie-Film Good Times zum finanziellen Ruin des Paares. Um ihre Schulden abzutragen, traten die beiden beinahe allabendlich in Varietés und Nachtclubs in Las Vegas auf.

1970–1979: Erfolge in Musik und Fernsehen

Cher mit David Bowie, 1975

1970 bekamen Sonny & Cher ihre eigene Show in Las Vegas, Sonny and Cher Nitty Gritty Hour, die dann ein Jahr später zu einer Fernsehshow wurde (Sonny & Cher Comedy Hour). Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Show zum Erfolg und brachte den beiden 125.000 US-Dollar pro Woche, jedes Mal saßen rund 25 Millionen Amerikaner (Einschaltquote von 35 %) vor den Fernsehschirmen. Ihre Hits All I Ever Need Is You (1971) und A Cowboy’s Work Is Never Done (1972) platzierten sich wieder in den internationalen Top-10 und sie wurden 1971 bei dem Grammy Awards als „bestes Duo“ nominiert.

Zu gleicher Zeit landete Cher ihren ersten Nummer-1-Hit in den USA Gypsys, Tramps and Thieves (1971), gefolgt von dem Top-10-Hit The Way of Love (1972), und Cher wurde zum ersten Mal ohne Bono als beste Künstlerin für den Grammy nominiert.

Am 27. Februar 1974 reichte Cher die Scheidung von Sonny Bono ein. Daraufhin verklagte Sonny Bono Cher mehrmals auf insgesamt 24 Millionen US-Dollar (heute 360 Millionen Dollar), den angeblichen durch ihren Ausstieg verursachten Verlust. Ihr Liebhaber David Geffen wurde ebenso von Sonny auf 13 Millionen US-Dollar (195 Millionen Dollar) verklagt. Chers Rechtsanwälte stellten jedoch fest, dass Sonny 95 Prozent der Anteile von Chers Firmenimperium hielt und sein Anwalt Spiegel 5 Prozent; Cher hatte gar keine. Der Richter wies die Klage von Sonny zurück und sprach Cher monatlichen Unterhalt in Höhe von 25.000 US-Dollar (375.000 Dollar) und das Aufsichtsrecht für Chastity sowie Unterhalt von 1.500 US-Dollar (22.500 Dollar) zu. Außerdem wurde eine einstweilige Verfügung erlassen, der zufolge Bono keinen Zugriff auf Chers Vermögen mehr hatte.

Cher bekam nach der Scheidung ein einmonatiges Engagement in Las Vegas für 600.000 US-Dollar und machte eine Konzerttournee, für die sie eine Million Dollar bekam. Ihre Singles Half Breed (1973) und Dark Lady (1974) schafften es bis an die Spitze der Welt-Charts. Dazu bekam sie ihre eigene Show Cher Show, die so hohe Einschaltquoten erreichte, dass Stars wie Tina Turner, Elton John, Michael Jackson und Bette Midler zu regelmäßigen Gästen der Show wurden.

Am 10. Juli 1976 kam Elijah Blue zur Welt.

Zwischen 1972 bis 1977 bekam Cher für ihr schauspielerisches Schaffen sieben Emmys und drei Golden-Globe-Nominierungen, einen davon gewann sie dann 1972 als beste TV-Darstellerin. Ihre drei TV-Shows erzielten Sehbeteiligungen von 40 % und Jahreszuschauerquoten von 21 bis 23 %. Damit waren sie von 1973 bis 1976 die Nr. 1 der TV-Shows des Jahres. 1979 landete Cher ihren nächsten internationalen Dance-Hit Take Me Home; im selben Jahr veröffentlichte sie ihre nächste Single Hell on Wheels.

1980–1987: Etablierung als Filmstar

Cher live in Las Vegas, 1981

1981 bekam Cher ihre eigene zweijährige Show Cher: A Celebration at Caesar’s Palace im Caesars Palace in Las Vegas. Für diese Show erhielt sie eine Gage von 350.000 Dollar pro Woche. Cher begann eine Karriere als ernsthafte Schauspielerin. Robert Altman unterstützte sie, und so wurde sie 1982 für Ed Gracyks Broadway-Stück Come Back to the Five and Dime, Jimmy Dean, Jimmy Dean engagiert. Altman engagierte sie 1982 auch für den gleichnamigen Film, für die Rolle bekam sie eine Golden-Globe-Nominierung als beste weibliche Darstellerin.

Mike Nichols engagierte Cher für Silkwood (1983), das ihr eine Oscar- und BAFTA-Nominierung sowie den Golden Globe für die beste weibliche Nebenrolle einbrachte. Ihre erste Hauptrolle war in Peter Bogdanovichs Die Maske (1985), in dem sie die Mutter eines behinderten Jungen spielte und der ihr bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1985 den Preis als beste Darstellerin einbrachte. Cher engagiert sich seit ihrer Rolle in dem Film Die Maske für die Children’s Craniofacial Association.

Zwischen 1986 und 1988 spielte sie in drei Filmen: in die Die Hexen von Eastwick mit Jack Nicholson, Michelle Pfeiffer und Susan Sarandon, in Suspect – Unter Verdacht und im Komödienerfolg Mondsüchtig, der ihr einen Oscar, Golden Globe und David di Donatello sowie je eine Nominierung bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin und den BAFTA Awards bescherte. 1990 kam der Film Meerjungfrauen küssen besser in die Kinos. Premiere Magazine kürte Cher zu der einflussreichsten Schauspielerin des Jahres 1990.

1986 sorgte Cher für Aufregung, als sie zur Oscarverleihung das damals teuerste Kleid von Bob Mackie trug. 1988 sorgte Cher in den USA für einen Skandal bei der Oscarverleihung, als sie ein transparentes Kleid trug, das den Verzicht auf Unterwäsche nur dürftig durch einige Perlen und Pailletten kaschierte. Bereits 1987 war sie in Thomas Gottschalks Wetten, dass..? in einem durchsichtigen kurzen Schwarzen aufgetreten, unter dem sie nur einen dunklen Tanga trug.

1987–1997: Rückkehr ins Musikgeschäft, TV-Arbeit

Cher live in New York, 1996

1987 kehrte Cher wieder in das Musikgeschäft zurück, ihre beiden Alben Cher (1987) und Heart of Stone (1989) verkauften sich insgesamt weltweit über 20 Millionen Mal. Das Video zu ihrem weltweiten Nummer-1-Hit If I Could Turn Back Time (1989), in dem Cher leichtbekleidet auf dem Deck des Schlachtschiffs USS Missouri auftrat, löste Kontroversen aus und wurde von MTV ins Abendprogramm verbannt. Weitere Singles aus diesen Alben wurden zu Top-10-Hits; I Found Someone (1987), After All (1989), Just Like Jesse James (1989). Nach dem großen Erfolg ihrer beiden Alben ging Cher auf die ausverkaufte US-Tour Heart of Stone.

Das Album Love Hurts (1991) und ihr erstes Greatest-Hits-Album 1965–1992 konnten an den Erfolg anknüpfen, beide verkauften sich 18 Millionen Mal. Ihr Soundtrack The Shoop Shoop Song (1991) zu Meerjungfrauen küssen besser wurde zum weltweiten Nummer-1 Hit, die Nachfolge-Single Love and Understanding (1991) konnte sich in den internationalen Top-10 behaupten. Die ausverkaufte Love Hurts Tour führte Cher als Sängerin nach über 10 Jahren wieder nach Deutschland, wo sie dann beim Echo als„ beste internationale Künstlerin“ ausgezeichnet wurde. Noch im selben Jahr erkrankte Cher am chronischen Erschöpfungssyndrom und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Madame Tussauds Wax Museum verewigte Cher 1992 mit einer lebensgroßen Statue als eine der fünf schönsten Frauen der Geschichte.

Im Jahr 1995 erschien Chers Album It’s a Man’s World. Aus dem Album wurden Hits wie die Coverversion von Walking in Memphis und One by One als Singles veröffentlicht. Mit dem Song Love Can Build a Bridge mit Neneh Cherry, Chrissie Hynde und Eric Clapton erreichte sie die Spitze der englischen Charts.

1997 spielte Cher in der TV-Produktion Haus der stummen Schreie, bei der sie auch Regie führte. Für den Film bekam sie den Gold Apple des National Educational Media Network als bester Film und zwei Golden-Globe-Nominierungen. Für ihren Film Faithful wurde Cher bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1996 nominiert.

1998–2005: Musikalischer Höhepunkt, Abschieds-Tournee

1998 erzielte Cher mit der Discoproduktion Believe einen weltweiten Nummer-1-Hit, der auch mit einem Grammy Award ausgezeichnet wurde und zugleich den größten Verkaufserfolg ihrer Karriere darstellte. Bis heute hat sich die Single weltweit ungefähr 14,5 Millionen Mal verkauft. Die Single ist damit der erfolgreichste und erste Nummer-1-Hit seit Einführung der Weltcharts 1999. Der Effekt Auto-Tune von extrem überhöhter Tonhöhenkorrektur ist durch das Lied Believe bekannt geworden. In Deutschland gab es auch eine von Mary Roos gesungene deutsche Version mit dem Titel Leider lieb’ ich Dich immer noch. 1999, nachdem das Album Believe sich 20 Millionen Mal verkauft hatte und die Single Strong Enough ein weiterer weltweiter Hit wurde (deutsche Version Wenn der Morgen kommt von Marianne Rosenberg), ging Cher auf die Welt-Tour Do You Believe?, die 119 Shows in den USA, Europa und Afrika umfasste und sofort ausverkauft war. Im selben Jahr wurde sie zum meistgespielten Künstler in Discos und Clubs. 2000 bekam sie einen Echo als beste internationale Künstlerin und World Music Award als lebende Legende. Hollywood ehrte sie nun nach über 30 Jahren für ihre erfolgreichen TV-Shows in den 1970ern mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Cher während der Farewell Tour in Paris, 2004

2001 brachte Cher das Technoalbum Living Proof heraus. Die Single The Music’s No Good Without You (2001) schaffte es in den internationalen Charts auf Platz #1 und Cher wurde in Deutschland mit dem Bambi als beste Sängerin des Jahrhunderts ausgezeichnet. 2002 wurde der Song Alive Again als offizielle Hymne für die Berichterstattung über die XIX. Olympischen Winterspiele in Salt Lake City auserwählt. Im Rahmen ihrer Farewell Tour 2004 kam Cher für vier Konzerte nach Deutschland, wo sie den Women’s World Award für ihre außergewöhnliche Karriere als eine der erfolgreichsten Sängerinnen und Schauspielerinnen bekam. Im Jahr darauf erhielt sie den Billboard Music Awards für ihr Lebenswerk sowie einen zweiten als meistgespielter Künstler in Discos und Clubs des Jahres 2002. Für die Club-Single Love One Another gab es 2004 eine Grammy-Nominierung.

2002 beschloss Cher, ihre Tourneen mit einer letzten Farewell Tour zu beenden, die Cher den Emmy Award für das beste Live-Programm bescherte. Die Tour endete am 30. April 2005 nach 325 Auftritten weltweit (3 Millionen Besucher) mit Rekordeinnahmen von über 250 Millionen US-Dollar. Die Konzertreise war damit laut Guinness-Buch der Rekorde 2007 die bis dahin erfolgreichste Tournee einer weiblichen Künstlerin. Am 8. April 2003 strahlte NBC die Farewell Tour, die von 16,6 Millionen Zuschauern gesehen wurde, zum ersten Mal in den USA aus. 2005 wurde Cher bei den MTV Australia Video Music Awards für ihr Lebenswerk geehrt, nachdem ihre Farewell Tour im selben Jahr alle Verkaufrekorde in Australien gebrochen hatte. Seit 2007 steht Cher in Madame Tussauds Hong Kong als einzige westliche Frau in der Top 10 der Hong-Kong-Glamour, in London, Las Vegas, New York und Washington D.C. ist sie ebenfalls präsent.

Im Juli 2007 kündigte Cher im Magazin Chrome-Hearts an, dass sie wieder an einem neuen Album arbeite, verschob die Pläne dann jedoch bis auf weiteres.

2008–2011: Las-Vegas-Show, Filmprojekte

Von Mai 2008 bis Februar 2011 war Cher in dem 4300 Sitzplätze fassenden Colosseum des Caesars Palace in Las Vegas für 200 Shows live zu sehen. Für ihr Engagement soll sie vom Umsatz an Tickets und Merchandise-Produkten über 200 Millionen US-Dollar erhalten.

Cher im Ceasars Palace, Las Vegas, 2009

Für ihre Lebensleistung als Sängerin und Schauspielerin wurde sie in den Jahren 2008 und 2010 mit folgenden Auszeichnungen geehrt: Armenian Music Awards – Legend Award (2008), Glamour Women of the Year – Lifetime Achievement Award (2010), Grauman’s Chinese Theatre – Hand- und Schuhabdrücke (2010).

Am 12. September 2010 trat Cher im Rahmen der MTV Video Music Awards in Los Angeles als Laudatorin auf, um den Preis für das beste Video des Jahres an Lady GaGa zu überreichen. Sie sorgte für Aufregung, da sie in einem ähnlich skandalträchtigen transparenten Outfit auf der Bühne erschien, wie sie es bereits in ihrem Video If I Could Turn Back Time aus dem Jahr 1989 trug.

Rechtzeitig zum Thanksgiving 2010 erschien das Musical-Drama Burlesque in den US-Kinos, Deutschland, Österreich und die Schweiz zogen am 6. Januar 2011 nach. In dem Film spielt Cher die Clubbesitzerin Tess, deren Burlesque-Theater seine besten Zeiten schon hinter sich hat, aber schließlich durch das junge Mädchen Ali, gespielt von Christina Aguilera, wieder zu neuem Glanz kommt. Die Regie übernahm Steven Antin. Mit der Single You Haven’t Seen The Last of Me, aus dem Film Burlesque, erreichte sie am 20. Januar 2011 die Nummer 1 der Billboard Dance/Club Play Charts. Im selben Monat wurde die Single mit dem Golden Globe und dem Satellite Award als „Bester Song“ ausgezeichnet. Die erhoffe Oscar-Nominierung für den von Diane Warren komponierten Song blieb jedoch aus. Im Jahr 2012 wurde der Song für den Grammy Award nominiert. Bereits 2011 begann Cher mit der Arbeit an einem neuen Solo-Album.

In dem Film Der Zoowärter (im Original The Zookeeper) übernahm Cher neben Kevin James in der Hauptrolle, Sylvester Stallone als Löwe und Adam Sandler als Affe die Synchronisation einer Löwin. Der Film erschien am 8. Juli 2011 in den US-Kinos.

2013: Musik-Comeback

Auf dem Album Honky Tonk Woman ihrer Mutter Georgia Holt, welches am 30. April 2013 erschien, ist ein Duett der beiden mit dem Titel I’m Just Your Yesterday enthalten. Auch an der Produktion des Country-Albums war Cher beteiligt.

Ein Comeback in die Pop-Szene ist mit dem Album Closer to the Truth geplant. Die Lead-Single Woman’s World kursierte bereits seit September 2012 im Internet, auf den US-amerikanischen Markt kam sie am 18. Juni 2013. Die Songs auf dem Album wurden unter anderem von Pink, Timbaland und Jason Derulo geschrieben.[43][44] Am 21. April gab Cher via Twitter bekannt, die Aufnahmen seien beendet worden. Die Veröffentlichung wurde für den 24. September 2013 angesetzt, eine Welttournee ist ab April 2014 geplant.

Vermögen

Im Jahre 2002 schätzten Forbes Magazine und Rolling Stone Magazine Chers Nettovermögen auf über 600 Millionen US-Dollar[47], damit ist sie die reichste Künstlerin der Welt und wurde als Künstler/in insgesamt nur von Paul McCartney übertroffen.[48] Neben ihren Villen in Malibu (45 Millionen Dollar), Miami (12,9 Millionen Dollar) und Aspen (2,5 Millionen Dollar), besitzt Cher ein Appartement in West Hollywood (4,5 Millionen Dollar) und London, Grundstücke in Frankreich und Neuseeland; insgesamt über 20 Immobilien. 2006 versteigerte Cher Kleidung und Möbel ihrer Villa in Malibu; das brachte ihr 3,5 Millionen Dollar ein. 2004 kaufte sie eine Villa für 650.000 Dollar in Palm Springs und baute sie komplett nach ihren Vorstellungen um. Im Jahre 2007 verkaufte sie die Villa für 2,5 Millionen Dollar. Ihre Kunstsammlung wird auf 192,5 Millionen US-Dollar geschätzt und das Nettovermögen auf 750 Millionen US-Dollar.

Musikgagen seit 2000:

  • 2000: Gage für Musik 40,0 Millionen $
  • 2002: Gage für Musik 73,0 Millionen $
  • 2003: Gage für Musik 99,4 Millionen $
  • 2004: Gage für Musik 33,8 Millionen $
  • 2005: Gage für Musik 11,4 Millionen $
  • 2008–2010: Gage für die Las Vegas Show 200 Millionen $
Filmgage:

  • 1983: Silkwood 150.000 $
  • 1985: Die Maske 500.000 $ + 5 % aus den Filmeinnahmen.
  • 1987: Die Hexen von Eastwick 1 Million $
  • 1987: Suspect – Unter Verdacht 1 Million $
  • 1987: Mondsüchtig 1 Million $
  • 1990: Meerjungfrauen küssen besser 4 Millionen $

Rekorde

  • Cher ist die älteste Sängerin auf Platz 1 der Welt-Charts (mit Believe, 1999).
  • Cher ist die älteste Sängerin in der Top 10 der Welt-Charts (mit The Music’s No Good Without You, 2001).
  • Längste Spanne zwischen Nummer-1-Hits in USA und Großbritannien (I Got You Babe, 1965 – You Haven’t Seen the Last of Me, 2011).
  • Cher ist die einzige Sängerin mit Nummer-1- und Top-10-Hits in allen 6 Dekaden ihrer Karriere.
  • Nur fünf Künstler in der Musikgeschichte haben es erreicht, fünf Singles gleichzeitig in den Top 10 zu platzieren: Sonny & Cher, Michael Jackson, Elvis Presley, The Beatles und The Bee Gees.
  • Sie war 21 Mal auf dem Cover des People Magazine.

Diskografie

Hauptartikel: Cher/Diskografie

Siehe auch: Sonny and Cher/Diskografie

Studioalben

1965: All I Really Want to Do
1966: The Sonny Side of Chér
1966: Chér
1968: With Love, Chér
1968: Backstage
1969: 3614 Jackson Highway
1971: Gypsys, Tramps & Thieves
1972: Foxy Lady
1973: Bittersweet White Light
1973: Half-Breed
1974: Dark Lady
1975: Stars
1976: I’d Rather Believe in You
1977: Cherished
1979: Take Me Home
1979: Prisoner
1982: I Paralyze
1987: Cher
1989: Heart of Stone
1991 Love Hurts
1995: It’s a Man’s World
1998: Believe
2000: Not.com.mercial
2001: Living Proof
2013: Closer to the Truth

Filmografie

Kinofilme

1965: Wild on the Beach (Regie: Maury Dexter)
1967: Good Times (Regie: William Friedkin)
1969: Chastity (Regie: Alessio de Paola)
1982: Komm’ zurück, Jimmy Dean (Come Back to the Five and Dime, Jimmy Dean, Jimmy Dean, Regie: Robert Altman)
1983: Silkwood (Regie: Mike Nichols)
1985: Die Maske (Mask, Regie: Peter Bogdanovich)
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick, Regie: George Miller)
1987: Suspect – Unter Verdacht (Suspect, Regie: Peter Yates)
1987: Mondsüchtig (Moonstruck, Regie: Norman Jewison)
1990: Meerjungfrauen küssen besser (Mermaids, Regie: Richard Benjamin)
1996: Der Hochzeitstag (Faithful, Regie: Paul Mazursky)
1999: Tee mit Mussolini (Tea with Mussolini, Regie: Franco Zeffirelli)
2004: Unzertrennlich (Stuck on You, Kurzauftritt, Regie: Bobby Farrelly)
2010: Burlesque (Regie: Steven Antin)
2011: Der Zoowärter (The Zookeeper, Sprechrolle, Regie: Frank Coraci)

Fernsehfilme

1996: Haus der stummen Schreie (If These Walls Could Talk, auch Regie)

Fernsehspecials

1971: The Sonny & Cher Comedy Hour
1978: Cher… Special
1979: Cher & Other Fantasies
1990: Cher… at the Mirage
1999: Cher: Live in Concert from Las Vegas
2003: Cher: The Farewell Tour
2013: Dear Mom, Love Cher

Fernsehshows

1970–1971: The Sonny and Cher Nitty Gritty Hour
1971–1974: The Sonny and Cher Comedy Hour
1975–1976: The Cher Show
1976–1977: The Sonny and Cher Show

Fitness-Videos

1991: Cher Fitness – Das neue Körpergefühl (CherFitness: A New Attitude)
1992: Cher Fitness – Das neue Körperbewußtsein (CherFitness: Body Confidence)

Theater

1982: Come Back to the 5 & Dime, Jimmy Dean, Jimmy Dean (18. Februar bis 4. April, Martin Beck Theater, New York City)