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Kate Bush

Kate Bush

Kate Bush (* 30. Juli 1958 in Bexleyheath, Kent, England; eigentlich Catherine Bush) ist eine britische Sängerin, Pianistin und Songwriterin. Zu ihren bekanntesten Liedern gehören Wuthering Heights, Babooshka und Running Up That Hill.

Kindheit und Jugend

Catherine Bush wurde 1958 als drittes Kind von Robert John Bush und Hannah Daly geboren. Der Vater war niedergelassener Arzt, die Mutter Krankenschwester, die beiden heirateten 1943. Bush hat zwei ältere Brüder, John Carder Bush (* 1944) und Patrick (Paddy) Bush (* 1952). Sie wuchs mit ihrer Familie auf einer Farm in Welling, Kent auf. Die Familie war künstlerisch interessiert; ihr Bruder John schrieb und veröffentlichte Gedichte; die aus der irischen Grafschaft Waterford stammende Mutter begeisterte sie für irische Folklore und irische Musik; der Vater spielte viel Klavier. Die Familie veranstaltete regelmäßige Hausmusikabende auf der Farm, in die Cathy schon früh eingebunden wurde. Von 1963 bis 1969 besuchte sie die örtliche Grundschule. Von 1969 bis 1975 besuchte sie die katholische Klosterschule Saint Joseph’s Grammar School in Bexley. Sie begann 1966 mit dem Klavierspiel, nahm ab 1969 an der Schule am Geigenunterricht teil und nahm Gesangsstunden. 1970 begann Kate eigene Gedichte zu schreiben und ab 1971 ihre eigenen Gedichte zu vertonen. Eines dieser Frühwerke ist die viele Jahre später veröffentlichte Single The Man with the Child in His Eyes.

Karriere

Ihr Bruder John machte sie 1973 mit David Gilmour, dem Gitarristen der Band Pink Floyd, bekannt. Gilmour erkannte ihr Talent und förderte fortan ihre Laufbahn. Gilmour nahm mit Bush einige Demotapes in den AIR Studios mit dem Tontechniker Geoff Emerick und dem Produzenten und Arrangeur Andrew Powell auf. Im Juni 1975 stellte Gilmour Bob Mercer von EMI, der Plattenfirma bei der auch Pink Floyd unter Vertrag waren, die Demobänder vor. EMI schloss im Juli 1976 einen Vertrag mit der gerade 18-jährigen Bush für zunächst vier Jahre. Bush zog vom ländlichen Welling nach Lewisham an den Stadtrand von London um, wo der Vater ein Haus besaß, das bereits von den beiden Brüdern bewohnt wurde. 1976 besuchte sie die Performance Flowers des britischen Tänzers Lindsay Kemp und nahm ein halbes Jahr Tanzunterricht bei ihm. Ihre Tanzausbildung setzte sie bei Arlene Phillips fort. Parallel arbeitete sie an der Komposition von Liedern für ein Album. Ihr Bruder Paddy stellte eine Band zusammen. Die als KT Bush Band gegründete Formation bestand aus Del Palmer (Bass), Brian Bath (Gitarre) und Vic Smith (Schlagzeug) und gab Bush Gelegenheit, ab April 1977 erste Bühnenerfahrung mit Coverversionen in kleinen Pubs und Bars zu sammeln.

Frühwerk – Die Produktionen mit Andrew Powell (1977–1979)

Im Juli 1977 begannen in den AIR Studios die siebenwöchigen Aufnahmen für das Debütalbum The Kick Inside, das Anfang 1978 erschien. Bush und Andrew Powell, der schon die Demoaufnahmen produziert hatte, wählten die Songs aus und stellten eine Band aus Sessionmusikern für die Aufnahmen zusammen. Die Band bestand aus Mitgliedern des Alan Parsons Projects: Ian Bairnson (Gitarre), David Paton (Bass), Stuart Elliott (Schlagzeug) und Duncan Mackay (Keyboards). Als Toningenieur betreute Jon Kelly die Aufnahmen. Mit The Saxophone Song und The Man with the Child in His Eyes enthielt das Album zwei der mit Gilmour und Powell produzierten Aufnahmen von 1975. Im November 1977 wurden erste Promotionexemplare von Wuthering Heights an britische Radiosender verteilt. Am 20. Januar 1978 erschien die Single und am 17. Februar 1978 dann das Album. Am 9. Februar 1978 stellte Bush ihre Single zusammen mit der KT Bush Band (mit Charlie Morgan am Schlagzeug) in der ersten Show der ARD-Sendung Bio’s Bahnhof vor und wurde auch im deutschsprachigen Raum bekannt. Kurz darauf trat sie auch in der britischen Popsendung Top of the Pops auf. Die Single kletterte am 7. März an die Spitze der britischen Singlecharts, das Album erreichte im April Platz 3. In den deutschen Media-Control-Charts erreichte die Single Platz 11 und das Album Platz 21. Bush war die erste weibliche englische Solokünstlerin, der dies im Vereinigten Königreich mit einem selbstkomponierten Debüt gelang. Das Presseecho war jedoch geteilt; der Presse fiel es schwer, Bushs Single und Album einzuordnen, denn es gab kaum Vergleichbares. Als zweite Single erschien Ende Mai The Man with the Child in His Eyes und erreichte im Juni Platz 6 in den UK Top 40.

Im Juli 1978 begann Bush auf Drängen von EMI mit der KT Bush Band die Aufnahmen zum zweiten Album Lionheart in den Sunbear Studios in Nizza, wieder mit Powell als Produzent und Arrangeur. Powell setzte während der Aufnahmen durch, dass wieder die Sessionmusiker des ersten Albums verwendet wurden, so dass einige der bereits mit Palmer, Bath und Morgan eingespielten Titel mit Bairnson, Paton und Elliott neu aufgenommen oder ergänzt wurden. Das Album wurde nach zehn Wochen fertiggestellt und im November 1978 veröffentlicht. Als erste Single des neuen Albums wurde Hammer Horror am 27. Oktober 1978 veröffentlicht, erreichte aber mit Platz 44 nicht die britischen Top 40. Am 13. November folgte das Album, das Platz 6 der britischen und Platz 25 der deutschen Albumcharts erreichte. Erst die im März 1979 veröffentlichte Single Wow platzierte sich mit Platz 14 in den britischen Charts ähnlich gut wie die beiden Singles des Debütalbums. EMI drängte Bush zu einer Tournee. Die Tournee Tour of Life umfasste 29 Auftritte in Europa innerhalb von sechs Wochen im April und Mai 1979 und blieb ihre einzige Tournee, obwohl sie auch später noch Konzerte gab.

Künstlerische Entwicklung (1979–1983)

Bush gründete 1978 mit Novercia Holdings Ltd. eine Managementfirma und mit Kate Bush Music Publishing Ltd. einen eigenen Verlag, weil sie mit dem Drängen von EMI auf die schnelle Produktion eines zweiten Albums und die Tournee nicht einverstanden war. Die beiden Firmen, an deren Spitze neben Bush weitere Familienmitglieder standen, sollten ihre künstlerischen und wirtschaftlichen Interessen besser vertreten. Ein erstes Zeichen größerer Unabhängigkeit von EMI setzte sie mit der Produktion der Live EP On Stage, eines Konzertmitschnitts des Tour-of-Life-Auftritts im Hammersmith Odeon am 13. Mai 1979. Bush produzierte die einzige autorisierte Liveaufnahme selbst.

Das dritte Album Never for Ever entstand zwischen Herbst 1979 und Juni 1980 und wurde von Januar bis Juni 1980 in den Abbey Road Studios aufgenommen. Bush produzierte selbst mit Jon Kelly als Koproduzent. Sie wollte neue Ideen in die Produktion einfließen lassen, die sie bei den Aufnahmen zu Peter Gabriels Soloalbum Peter Gabriel als Backgroundsängerin beobachtet hatte. Die musikalische Ausrichtung verändert sich auf diesem Album durch den Einsatz von Synthesizern und Drummaschinen, welche die Arrangements von Powell verdrängten. Das Fairlight CMI als kompositiorisches Werkzeug spielt dabei eine besondere Rolle und sollte Bushs gesamte weitere Kompositionen beeinflussen. Zwar komponierte Bush während der Entstehung von Never for Ever noch am Klavier, erste Arrangements entstanden jedoch bereits mit diesem Computermusikinstrument. Bruder Paddy und seine Kenntnisse mit einigen für Popmusik ungewöhnlichen Instrumenten wurden stärker in die Produktion einbezogen. Breathing wurde als erste Single des Albums am 14. April 1980 veröffentlicht, es folgte am 27. Juni Babooshka, bevor am 8. September das Album erschien. Mit Army Dreamers wurde am 22. September eine dritte Single ausgekoppelt. Die Singles platzierten sich gut in den britischen Top 40, Babooshka erreichte in Deutschland Platz 14. Mit dem Album erreichte sie in ihrer Heimat die Chartspitze und in Deutschland Platz 5.

Im August 1980 begann Bush in einem auf der Farm ihrer Eltern eingerichteten Studio mit neuen Kompositionen für das im September 1982 veröffentlichte Album The Dreaming. Sie ließ sich von Richard James Burgess die Funktionsweise von Synthesizern und Samplern und die Programmierung des Fairlight CMI erklären. Die Aufnahmen für das neue Album begannen im Mai 1981 in den Londoner Townhouse Studios mit Hugh Padgham als Toningenieur. Nach drei Songs musste Padgham aus Termingründen absagen, weil er gleichzeitig mit Genesis am Album Abacab arbeitete, und empfahl den zwanzigjährigen Nick Launay. Innerhalb von drei Monaten wurden die Instrumentaltracks eingespielt, unter anderem ein Didgeridoopart von Rolf Harris. EMI drängte auf die Veröffentlichung einer Single, so dass bereits im Juni 1981 Sat in Your Lap veröffentlicht wurde. Die Single erreichte Platz 11 in den UK Top 40. Nach der Veröffentlichung der Single setzte Bush die Produktion des Albums in den Abbey Road Studios mit Haydn Bendall als Toningenieur fort und komplettierte die Instrumentalaufnahmen. Für Night of the Swallow wurden die irischen Instrumente mit Musikern von Planxty und den Chieftains in den Windmill Lane Studios in Dublin aufgenommen. Overdubs und Vokalaufnahmen wurden in den Odyssey-Studios in London mit Paul Hardiman als Ingenieur eingespielt. Das Album wurde ab Januar 1982 in fünf Monaten in den Advision-Studios abgemischt. Die Single The Dreaming wurde Ende Juli 1982 veröffentlicht. Kurz vor der Veröffentlichung der Single trat Bush am 21. Juli 1982 im Londoner Dominion Theatre im Rahmen eines Konzertes für den Prince’s Trust mit The Wedding List auf. Sie wurde begleitet von einer Allstar-Band mit Phil Collins am Schlagzeug, Mick Karn am Bass, Gary Brooker am Keyboard sowie Pete Townshend und Midge Ure an den Gitarren. Das Album erschien am 13. September 1982 und erreichte Platz 3 der britischen und Platz 21 der deutschen Albencharts. Die 1982 ausgekoppelten Singles konnten sich nicht in den UK Top 40 oder den deutschsprachigen Charts platzieren.

Internationaler Erfolg (1985–heute)

EMI wertete The Dreaming aufgrund der in Relation zu den Erlösen hohen Kosten für Studiomieten als kommerziellen Misserfolg. Bush zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und zog von London in ein Cottage (kleines Landhaus) an die Küste von Sussex. Um die Verluste zu kompensieren, veröffentlichte EMI im Dezember 1983 die Kompilation The Single File und eine gleichnamige Videocassette.

Im September 1983 begann Bush mit der Komposition neuer Songs. Bush wurde von EMI zunächst heftig kritisiert, weil sie das nächste Album erneut selbst produzieren wollte. Erst durch den Ausbau des Demostudios zu einem professionellen 48-Spur-Studio auf der Farm der Familie Ende 1983 gab EMI wegen der wegfallenden Studiokosten nach. Bush und Palmer begannen im Januar 1984 mit Demoaufnahmen für ein neues Album namens Hounds of Love, die nach und nach mit Overdubs versehen und mit zusätzlichen Arrangements weiterentwickelt wurden. Zunächst erstellte Bush alle Spuren am Fairlight. In der Frühphase der Entstehung fungierte Del Palmer als Toningenieur und programmierte Rhythmen auf der LinnDrum. Danach wurden mit Haydn Bendall am Mischpult reale Instrumente aufgenommen, um vor allem die elektronisch erzeugten Rhythmen zu ersetzen. Die Schlagzeugparts wurden von Stuart Elliott und Charlie Morgan (auch Bodhrán und Lambeg) eingespielt. Am Bass kamen der deutsche Jazzbassist Eberhard Weber, Del Palmer, Danny Thompson und Youth von Killing Joke zum Einsatz, an der Gitarre Alan Murphy und Brian Bath. Zahlreiche irische Instrumente wurden unter Leitung von Bill Whelan wieder in den Windmill Lane Studios aufgenommen. Zum Einsatz kam neben Liam O’Flynn (Uilleann Pipes) und Dónal Lunny (Bouzouki, Bodhrán) von Planxty auch John Sheahan von den Dubliners an der Tin Whistle und der Fiddle. Paddy Bush übernahm die osteuropäischen Instrumente Balalaika und Fujara, das australische Didgeridoo und eine Violine. Für den Song Cloudbusting wurde mit dem Medici Sextett ein von Dave Lawson arrangiertes und den Song dominierendes Streichermotiv aufgenommen. Andere orchestrale Arrangements stammen von Michael Kamen. Die Richard Hickox Singers steuerten ein Chormotiv für Hello Earth bei. Die Aufnahmen wurden im Juni 1984 abgeschlossen, doch es sollte noch ein weiteres Jahr dauern, bis alle Overdubs eingespielt und das Album von Brian Tench abgemischt war.

Am 5. August 1985 wurde Running Up That Hill auf Betreiben von EMI unter diesem Titel als Single veröffentlicht; Bush hatte als Titel A Deal with God (dt. Ein Pakt mit Gott) vorgesehen, aber mit Gott im Titel befürchtete EMI, dass die Single nicht im amerikanischen Radio und bei MTV gespielt würde. Am 16. September folgte das Album. Die Single platzierte sich gut in den europäischen Charts und konnte auch in den Billboard Hot 100 Platz 30 erreichen. In der Folge platzierte sich auch das Album nicht nur in Europa gut, so dass mit Cloudbusting, dem Titelstück Hounds of Love und The Big Sky bis Sommer 1986 drei weitere Singles ausgekoppelt wurden, die sich allesamt in den UK Top 40 und den Mediacontrol-Charts platzieren konnten. Das Album wurde in Deutschland mit einer Platinschallplatte und in Bushs Heimat mit Doppelplatin ausgezeichnet und markiert den kommerziellen Durchbruch für Kate Bush in Nordamerika. Ein Teil des Erfolges ist sicherlich auch dem A&R-Manager bei EMI, David Munns, geschuldet, der die Gelder für die deutlich aufwändiger produzierten Videos genehmigte. Hervorzuheben ist das Video für Cloudbusting, in dem der kanadische Schauspieler und spätere Golden-Globe-Preisträger Donald Sutherland mitspielt.

Die Musikpresse feierte Hounds of Love als großes Comeback. EMI und Munns drängten im Zuge des kommerziellen Erfolges auf ein Best-of-Album. Bush willigte unter der Bedingung ein, dass es diesmal auf „geschmackvolle Weise“ (Bush) umgesetzt werden müsse. Für das Album nahm Bush ihre Stimme für Wuthering Heights neu auf und komponierte mit Experiment IV einen neuen Song. Die Kompilation mit dem Titel The Whole Story erschien im November 1986, einen Monat nach der Veröffentlichung von Don’t Give Up, einem Duett mit Peter Gabriel. Das Album erreichte in Deutschland Platz 11 und wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. In ihrer Heimat erreichte das Album die Chartspitze und eine Dreifach-Platin-Zertifikation. Experiment IV mit Nigel Kennedy an der Violine wurde als Single ausgekoppelt und bescherte Bush den vierten UK-Top-40-Erfolg innerhalb eines Jahres. EMI veröffentlichte The Whole Story auch als Videoalbum.

Im Sommer 1988 wurde bekannt, dass sie an einem neuen Album arbeitete und hierfür das bulgarische Gesangstrio Bulgarka verpflichtet hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Songs für The Sensual World bereits geschrieben. Bush nahm die drei osteuropäischen Sängerinnen im Oktober 1988 in den Londoner Angel Studios auf. Neben dem Trio und den bisherigen Studiomusikern spielten Nigel Kennedy und David Gilmour Gastauftritte ein. Kevin Killen, den Bush bei ihrem Duett mit Peter Gabriel kennengelernt hatte, mischte das Album ab. EMI veröffentlichte das Titelstück The Sensual World am 18. September 1989 als Single. Am 16. Oktober folgte das Album, aus dem im November 1989 und Februar 1990 noch zwei weitere Singles ausgekoppelt wurden. Alle Singles platzierten sich trotz der in den britischen Radios allgegenwärtigen Stock Aitken Waterman und Madchester in den UK Top 40; The Sensual World und This Woman’s Work (aus dem Soundtrack zu She Is Having a Baby) auch in den Media-Control-Charts. Das Album hatte weltweit gute Platzierungen und wurde in Großbritannien mit einer Platinschallplatte ausgezeichnet.

Ende der 1980er setzte sich das Musikformat Compact Disc immer mehr durch. EMI entschied daher, alle bisher von Bush veröffentlichten Alben auch in diesem Format herauszubringen. Das Label entschloss sich, 1990 ein 8-CD-Box-Set auf den Markt zu bringen. Als Titel wurde in Anlehnung an die Single This Woman’s Work festgelegt.

Ihr Album Director’s Cut erschien im Mai 2011. Es handelte sich um eine Zusammenstellung alternativer Versionen von Titeln der Alben The Sensual World und The Red Shoes.

Am 18. November 2011 wurde das Album 50 Words for Snow veröffentlicht. Es besteht aus sieben Titeln, die sich mit dem Thema Schnee beschäftigen. Neben einigen bekannten Künstlern wie Sir Elton John und Stephen Fry singt auch Kates Sohn Albert McIntosh in einem Song.

Kate Bushs Stil beinhaltet Einflüsse aus klassischer Musik, Artrock, Glam, Jazz sowie verschiedenen ethnischen, insbesondere irisch-keltischen und südosteuropäischen Quellen. Ein Kennzeichen, das sich durch ihr ganzes Werk zieht, ist die gleichförmige Wiederholung bestimmter musikalischer Elemente, etwa Drum-Loops oder andere kurze Motive. Kate Bushs Werke in den 1980er Jahren sind der damaligen New-Wave- bzw. New-Romantic-Welle zuzuordnen.

Bush schreibt ihre Songs selbst, spielt Klavier und Synthesizer sowie Violine und Gitarre. Sie produziert ihre Alben und führte bei einem Großteil ihrer Videos Regie. Oft kommen bei Kate Bush auch ungewöhnliche Instrumente, wie Didgeridoo, Balalaika und Clavichord, zum Einsatz. Sie war eine der ersten Künstlerinnen, die Samples in der Pop-Musik einsetzte.

Neben ihren Vorlieben für ausgefallene Kostüme hat sie für ihre Live-Auftritte eine Form der Verschmelzung von Gesang, Tanz und Musik gefunden. Außerdem drehte sie den Musik-Märchenfilm The Line, the Cross & the Curve, angeregt durch den Film The Red Shoes (1948).

Bush war dreimal für den Grammy und zwölfmal für den Brit Award nominiert, gewann aber nur einmal: 1987 bei den Brits in der Kategorie British Female Solo Artist. Im Jahr 2001 erhielt sie den Best Classic Songwriter Award des englischen Musikmagazins Q, und 2002 wurde sie mit dem Ivor Novello Award für ihren „herausragenden Beitrag zur britischen Musik“ ausgezeichnet.

Kate Bush lebt mit ihrem Partner, dem Gitarristen Danny McIntosh, und dem 1998 geborenen gemeinsamen Sohn Albert (genannt „Bertie“) in der Nähe von London.

Barclay James Harvest

Barclay James Harvest

Barclay James Harvest (BJH) ist eine englische Progressive-Rockgruppe, die vor allem durch ihren orchestral geprägten Stil bekannt wurde. Gegründet wurde sie 1967 von John Lees, Woolly Wolstenholme, Les Holroyd und Mel Pritchard, die alle aus der Stadt Oldham in Greater Manchester (North West England) stammen. Seit 1998 gibt es zwei Bands dieses Namens, die zur Unterscheidung den Namen des federführenden Mitglieds einerseits als Präfix (John Lees’ Barclay James Harvest; JLBJH) und andererseits als Suffix (Barclay James Harvest featuring Les Holroyd; BJHFLH) tragen.

1964 gründeten John Lees und Woolly Wolstenholme, beide Studenten an der Oldham Art School, die Band „The Sorcerers“, aus denen die Bluesgruppe The Keepers wurde. Zur gleichen Zeit gründeten Les Holroyd und Mel Pritchard, die sich bereits seit dem Vorschulalter kannten, die auch aus Oldham stammende Schulband Heart And Soul And The Wickeds, auch nur (The) Wickeds genannt. Nachdem der Leadgitarrist der Wickeds ausgestiegen war, gründeten alle vier 1966 die Band The Blues Keepers, die einige kleinere Konzerte gaben und aus der 1967 die professionelle Gruppe Barclay James Harvest hervorging.

Im Sommer 1967 entschied man sich, vollberuflich als Band zu arbeiten, und folgte Manager John Crowther nach Lancashire auf einen alten Bauernhof des 18. Jahrhunderts, um dort zu arbeiten. Nachdem zwei der damals sechs Mitglieder die Band verlassen hatten, einigte man sich auf einen neuen Namen: „Barclay James Harvest“. Dieser wurde durch ein Assoziationsspiel gefunden. Jedes Mitglied schrieb für ihn wohlklingende Namen auf ein Kärtchen. Danach wurden die Karten eingesammelt und schrittweise durchgegangen. Zurück blieben „Barclay“, „James“ und „Harvest“.

Im April 1968 erschien die erste Single „Early Morning“ auf dem zu EMI gehörenden Parlophone-Label; ihre beiden Lieder stammen von 1966. Der relative Erfolg dieses Songs führte zu einem längerfristigen Vertrag mit dem neugegründeten Prog-Rock-Label Harvest (auch EMI). Die zweite Single „Brother Thrush“ konnte 1969 an den Erfolg der Debüt-Single anknüpfen.

Für ihr erstes Studioalbum, Barclay James Harvest (1970), das in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen wurde, arbeitete die Band erstmalig mit einem großen Orchester, dem Barclay James Harvest Symphony Orchestra (zuvor The London Symphonia genannt; Orchester bestehend aus Musikstudenten) zusammen; trotz des sehr großen finanziellen Aufwandes gab die Band 1970 und in den folgenden Jahren zahlreiche Konzerte mit diesen und anderen Orchestern. Das Album enthält unter anderem „Mother Dear“ und das Mammutwerk „Dark Now My Sky“.

Das zweite Studioalbum, Once Again (Feb. 1971), das auch in den Abbey Road Studios mit dem Barclay James Harvest Symphony Orchestra aufgenommen wurde, enthält zum Beispiel die Lieder „She Said“, „Song For Dying“, „Galadriel“, „Mocking Bird“ und „Ball And Chain“. Das dritte Studioalbum, Barclay James Harvest and Other Short Stories (Nov. 1971), das dort mit dem selben Orchester entstand, beinhaltet unter anderem die Songs „Medicine Man“, „The Poet“ und „After The Day“.

Unter enormem Zeitdruck entstand das vierte Studioalbum, Baby James Harvest (1972): Während Lees, Holroyd und Pritchard den Großteil der Songs in Stockport in den Strawberry Studios einspielte, arbeitete Wolstenholme in den Londoner Abbey Road Studios allein mit dem Orchester an dem quasi-symphonischen Stück „Moonwater“; zu den Liedern des Albums gehört auch das Mammutwerk „Summer Soldier“. Ein Mitschnitt des Konzerts, das die Band am 16. November 1972 mit dem Barclay James Harvest Symphony Orchestra im Paris Theatre in London gab, erschien 2002 als Barclay James Harvest … BBC in Concert.

Nachdem Baby James Harvest überwiegend negative Resonanz hervorgerufen hatte, sah sich die Band 1973 ohne Plattenvertrag. Obwohl sie als Liveband einen guten Ruf genossen, waren Erfolge in den Charts ausgeblieben. Hinzu kam, dass das Orchester sehr kostspielig für die Band wie auch für die Plattenfirma war, weshalb man sich entschloss, zukünftig – sowohl für Studioarbeiten als auch für Konzerte – auf das Orchester zu verzichten.

1974 unterzeichneten Barclay James Harvest bei Polydor und veröffentlichten noch im selben Jahr das fünfte Studioalbum, Everyone Is Everybody Else, das auf Anhieb bessere Verkäufe erzielte als seine Vorgänger, obgleich große Erfolge ausblieben. Es enthält zum Beispiel: „Child Of The Universe“, „Negative Earth“, „The Great 1974 Mining Disaster“, „Crazy City“ und „For No One“. Nach der Tour zu diesem Album ließ die Band noch im selben Jahr ihr erstes Livealbum, Live, folgen, das in London am 30. Juni und in Liverpool am 31. August 1974 aufgenommen wurde und den ersten Charterfolg brachte.

Mit den dem sechsten Studioalbun, Time Honoured Ghosts (1975), das zum Beispiel das Lied „Titles“ als musikalische und lyrische Hommage an die Beatles enthält, und dem siebenten Studioalbum, Octoberon (1976), das unter anderem die Songs „Ra“ (Ra ist der altägyptische Sonnengott) und „Suicide?“ beinhaltet, wiederholten die vier Engländer ihren Erfolg und tourten erstmals auch durch Rest-Europa und die USA.

1977 folgte dann das bis dahin beste BJH-Jahr: Besonders in Deutschland hatten sie mit dem achten Studioalbum, Gone to Earth, und der daraus ausgekoppelten Single „Hymn“ hohe Chartplatzierungen. Mit Humor konterte die Band auf dem Album Kritikerstimmen, welche die Band wegen ihrer Musik als „The Moody Blues für Arme“ titulierten: Sie verfassten darauf prompt den Song „Poor Man’s Moody Blues“, der deutlich dem Moody-Blues-Hit Nights in White Satin nachempfunden ist. Beide Songs, „Hymn“ und „Poor Man’s Moody Blues“ zählen zu den beliebtesten von Barclay James Harvest.

Im selben Jahr veröffentlichte John Lees sein Soloalbum A Major Fancy, und BJH-Konzerte waren fast überall ausverkauft. 1978 folgte mit Live Tapes, dessen Songs in mehreren Konzerten von 1976 und 1977 aufgenommen wurden, das zweite Livealbum und zudem mit XII das neunte Studioalbum. Es ist das letzte Album der Band mit ihrem Gründungsmitglied Woolly Wolstenholme und enthält beispielsweise die weithin bekannten Lieder Loving Is Easy, Berlin und Sip Of Wine.

Woolly Wolstenholme verließ die Band im Sommer 1979, weil er mit dem sich verändernden Musikstil der Band nicht mehr einverstanden war und sich auf seine Solokarriere konzentrieren wollte. Der Rest der Band machte weiter und veröffentlichte 1979 das zehnte Studioalbum, Eyes of the Universe, das beispielsweise „Love On The Line“, „The Song (They Love To Sing)“, „Sperratus“, „Rock And Roll Lady“ und „Play To The World“ enthält und in ganz Europa enorm erfolgreich war. Auf der anschließenden Tour gaben Barclay James Harvest am 30. August 1980 ein Gratis-Konzert auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude in West-Berlin vor etwa 175.000 Zuschauern.  Ein Jahr später entwickelte sich die Single „Life Is for Living“ in vielen Ländern Europas zum Chartbreaker und begründete den weiter voranschreitenden Aufstieg der Band. Dieser wurde dank des elften Studioalbums, Turn of the Tide (1981), unter anderem mit den Songs „Highway For Fools“, „Echoes And Shadows“, „Life Is For Living“ und „In Memory Of The Martyrs“, und des dritten Livealbums, Berlin – A Concert for the People (1982; enthält Auszüge des Konzerts am Reichstagsgebäude), geschafft, die vor allem in Deutschland sehr hohe Verkaufszahlen erreichten.

Auch das zwölfte Studioalbum, Ring of Changes (1983), zum Beispiel mit den Liedern „Waiting For The Right Time“ und „Paraiso Dos Cavalos“, und das 13. Studioalbum, Victims of Circumstance (1984), unter anderem mit „Rebel Woman“, „For Your Love“, „Victims Of Circumstance“ und „Watching You“, schafften in Mitteleuropa hohe Chartpositionen, weniger jedoch in Großbritannien. Nach der Tour von 1984 durch Europa gönnten sich die Bandmitglieder eine kreative Pause.

Außer dem 1985 erschienenen Best-Of-Album The Compact Story of BJH (erreichte in Deutschland Gold-Status) gab es eine Zeit lang keine Neuveröffentlichungen. 1987 veröffentlichten BJH ihr 14. Studioalbum, Face to Face, unter anderem mit „Alone In The Night“, „Guitar Blues“, „African“, „Panic“ und „Kiev“. Bei der folgenden Tour kam es zum nächsten Live-Highlight in der Geschichte der Band: Am 14. Juli 1987 wurde Barclay James Harvest die Ehre zuteil, als erste westliche Rockband ein Freiluftkonzert in der DDR zu geben, als sie vor schätzungsweise 130.000 bis 170.000 Zuschauern im Treptower Park in Ost-Berlin auftraten. Davon erschien 1988 das vierte Livealbum unter dem Titel Glasnost.

1990 kam das 15. Studioalbum Welcome to the Show auf den Markt, mit dem die Band nochmal gute Chartplatzierungen erzielte. Das Album enthält unter anderem die Songs „Lady Macbeth“, „Cheap the Bullet“, „Halfway To Freedom“, „Psychedelic Child“ und „If Love Is King“ sowie das Lied „John Lennon’s Guitar“, dessen Text auf dieser Begebenheit fußt: Im Herbst 1970, als die Band in den Abbey Road Studios an ihrer LP Once Again arbeitete, spielte John Lees eine Gitarre von John Lennon, welche dieser dort hatte stehen lassen. Mit diesem Album gab es die für lange Zeit letzte Tour durch England, die 1990 und – nach einem Jahr Pause – 1992 stattfand.

Beim 16. Studioalbum, Caught in the Light (1993), das zum Beispiel die Songs “Who Do We Think We Are“, „Cold War“ und „Once More“ enthält, blieben die großen Erfolge aus. Erneut trennte man sich von der Plattenfirma, wonach 1997 mit dem 17. Studioalbum, River of Dreams, das nächste ebenfalls erfolglose Studioalbum erschien, unter anderem mit „River Of Dreams“, „Yesterday’s Heroes“ und „Mr. E“. Dennoch wurden beide Alben von Tourneen mit vielen Konzerten abgerundet.

Im März 1998 verkündeten die Bandmitglieder eine Pause der Band, was aber zum endgültigen Ende von Barclay James Harvest in ihrer Originalbesetzung (John Lees, Woolly Wolstenholme, Les Holroyd und Mel Pritchard) wurde. Die Band zerfiel in zwei Hälften, die jeweils durch weitere Musiker, welche BJH teils schon in den zurück liegenden Jahrzehnten begleiteten, ergänzt werden:

John Lees’ Barclay James Harvest (JLBJH)

John Lees und Woolly Wolstenholme bildeten seit 1998 das erste „Duo“ (jeweils verstärkt durch weitere Musiker), das anfangs Barclay James Harvest Through the Eyes of John Lees (BJHTTEOJL) genannt wurde; seit Wolstenholmes Tod (2010) existiert die Band weiterhin.

1999 erschien das Remake- und Studioalbum Nexus, das neu arrangierte Lieder aus der BJH-Zeit von 1970 bis 1978 und neue BJHTTEOJL-Songs (1999), darunter „Star Bright“, enthält, wobei letztere gemeinsam von Lees und Wolstenholme geschrieben wurden. Mit einer derartigen Liedmischung ging die Band von 1999 bis 2001 erfolgreich auf Tour. Es gab Konzerte in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und Griechenland und seit langer Zeit erstmals wieder in Großbritannien. Aus diesen Tourneen gingen die Livealben Revival – Live 1999 (März 2000; Einzel-CD) und Revival – Live, Limited European Tour Edition (November 2000; Doppel-CD) hervor, die 1999 während mehrerer Konzert aufgenommen wurden.

2001 begann das Duo sein zweites Studio-Album mit dem Arbeitstitel North in John’s Friarmere Studios aufzunehmen. Die Arbeit daran wurde aber nach wenigen Tagen wieder eingestellt, weil Lees sich nach dem Tod seines langjährigen Managers David Walker nicht in der Lage sah, das Album fertig zu stellen.

Die Band, die seit 2005 John Lees’ Barclay James Harvest (JLBJH) heißt, tourte nach fünf Jahren Pause im Herbst 2006 durch England und Griechenland und gab vier unplugged-Auftritte in Italien. Dabei präsentierte sie insbesondere Lieder aus der Frühphase von Barclay James Harvest. Der Auftritt vom 5. November 2006 im Londoner Shepherds Bush Empire wurde gefilmt, und im Herbst 2007 wurde dieser Live-Mitschnitt unter dem Titel Legacy – Live at the Shepherds Bush Empire, London 2006 auf CD und DVD veröffentlicht.

2009 und 2010 tourte die Band durch England und Europa und spielte auch diesmal wieder besonders alte Lieder. Am 10. Juli 2010 trat die Band in Gaia (Portugal) auf, was zum letzten Konzert von Wolstenholme wurde, der am 13. Dezember 2010 Selbstmord  beging.

Die anderen JLBJH-Musiker entschieden sich dazu, ohne Wolstenholme weiterzumachen. Die Band gab nach ein paar weiteren Shows im Herbst 2010, bei denen sie erstmals den neuen Song Ancient Waves präsentierte, auch 2011 einige Konzerte – wieder besonders mit alten Songs. Dabei trat sie am 4. Dezember 2010 in den Londoner Metropolis Studios auf, was gefilmt wurde und 2011 unter dem Titel Classic Rock Legends – Filmed Live at Metropolis Studios auf DVD erschien. Zudem wurde das Konzert vom 23. Juli 2011 beim High Voltage Festival im Victoria Park in London aufgenommen und noch im selben Jahr als (Live at) High Voltage veröffentlicht.

Die Band arbeitet aktuell an einem neuen Studioalbum, und unter dem Namen John Lees and Friends präsentierte die Band Ende April 2012 neben anderen (BJH-)Liedern mit „On Leave“ einen neuen Song. Für Oktober 2012 sind Konzerte angekündigt.

Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd (BJHFLH)

Les Holroyd und Mel Pritchard bildeten seit 1998 das zweite „Duo“ (jeweils verstärkt durch weitere Musiker), Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd (BJHFLH) genannt; seit Pritchards Tod (2004) existiert die Band weiterhin.

2002 brachte es das Studioalbum (im Rahmen eines Liedes auch Remakealbum) Revolution Days heraus, zum Beispiel mit „That was Then… This is Now“, „Totally“ und „Marlene (from the Berlin Suite)“, wobei letzteres Lied Marlene Dietrich gewidmet ist; zudem enthält es eine Neuaufmachung von „Life Is For Living“ und im Rahmen der 2003er Neuauflage des Albums auch eine solche von „Love on the Line“. Damit ging die Band hauptsächlich in Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf Tournee, wobei eine Mischung aus alten und neuen Songs gespielt wurde. Vom Konzert am 30. Oktober 2002 in Bad Godesberg (Bonn) wurden Mitschnitte gemacht und 2003 als Live-CD Live in Bonn veröffentlicht. Auch 2003 und 2004 tourte die Band, wobei sie im Januar 2004 viermal bei der Schweizer Eiskunstlaufgala Art on Ice agierte; dort trafen sie unter anderem auf John Helliwell und Bob Siebenberg (von Supertramp), die mit ihrem einstigen Bandmitglied Roger Hodgson auftraten, Fleetwood Mac und The Moody Blues.

Drei Tage danach, am 28. Januar 2004, starb Pritchard an einem Herzinfarkt. 2005 erschien die Live-DVD On the Road, deren Film in mehrerern Konzerten von 2002 mitgeschnitten wurde und deren Tonmaterial von der vorgenannten Show in Bad Godesberg stammt. Sie ist das letzte veröffentlichte Filmdokument mit Pritchard.

Die anderen BJHFLH-Musiker machten ohne Pritchard weiter und gaben 2004 noch zwei weitere Konzerte in der Schweiz. 2005 tourte die Band in diesen Ländern: Belgien, Deutschland, England, Italien, Luxemburg, Österreich und Schweiz.

Im Frühjahr 2006 fand eine Tournee durch Deutschland, Frankreich und Belgien statt, während der man mit dem Prague Philharmonic Orchestra musizierte und damit erstmals seit 1973 wieder mit einem Orchester auftrat. Davon erschienen die Live-CD und -DVD Classic Meets Rock – Live with Prague Philharmonic Orchestra, die am 6. April 2006 im französischen Amnéville aufgenommen wurde. Nach ein paar Auftritten bei Sommerfestivals ohne dem Orchester gab die Band weitere Konzerte mit ihm im Dezember 2006 in Deutschland.

2007 tourte die Band wiederum durch Europa und stellte dabei zwei neue Songs (Fly Away und Tonight Is Gonna Be the Night) vor, was 2008 bis 2011 fortgesetzt wurde. Zwischendrin, im Jahr 2009, gab die Band einige Konzerte mit dem City of Prague Philharmonic Orchestra. Auch 2012 gibt es Konzerte der Band.