Schlagwort-Archiv: abgerufen 7. Mai 2008 ↑ a b Demis Roussos in der Schweizer Hitparade hitparade.ch

DEMIS ROUSSOS……

Demis Roussos (* 15. Juni 1946 in Alexandria, Ägypten; bürgerlich griechisch Αρτέμιος Βεντούρης Ρούσος Artemios Ventouris Roussos) ist ein international bekannter griechischer Sänger, der in den 1970er Jahren auch mit deutschsprachigen Liedern große Erfolge hatte.

seine Kindheit verbrachte er in Alexandria. Infolge der Sueskrise kehrte die Familie 1958 nach Griechenland zurück. Demis genoss in Athen eine musikalische Ausbildung, dann war er Mitglied in verschiedenen Gruppen (The Idols, We Five). 1968 gründete er mit Vangelis die Gruppe Aphrodite’s Child, die mit ihrem „Greek sound“ zunächst in Frankreich, dann auch in Deutschland erfolgreich war. Zu den bis heute beachteten Höhepunkten der gemeinsamen Arbeit mit Evangelos Papathanassiou („Vangelis“) gehört das Konzeptalbum 666, das sich an der biblischen Offenbarung orientiert. Anfang der 1970er Jahre spielte Roussos erste Soloaufnahmen ein. Während das erste Soloalbum „Fire and Ice“ eher unkommerziell war – und in der Folge bis heute weitgehend unbekannt blieb – konnte er 1973 mit dem in mehreren Sprachen aufgenommenen Schlager Goodbye, my love, goodbye einen Nummer-eins-Hit in Deutschland verbuchen und seinen internationalen Durchbruch als Solosänger feiern. Das Lied gilt heute als Evergreen des deutschen Schlagers und wurde später von anderen Künstlern neu aufgenommen. Es folgten in jährlichen Abständen weitere Solo-Alben in englischer Sprache, die in den siebziger Jahren gemeinsam mit überwiegend griechischen und französischen Künstlern – wie Lukas Sideras und Freunden aus der Zeit von Aphrodite’s Child – aufgenommen wurden und sich am erfolgreichen Greek-Sound orientieren. Später folgen anspruchsvollere Einspielungen („Attitudes“) mit anderen Musiker- und Produktionsteams.

Sowohl bei seinen Live-Auftritten als auch bei musikalischen Neuproduktionen früherer Hits greift Roussos regelmäßig auf Lieder von Aphrodite’s Child zurück (Spring, Summer, Winter and Fall, Rain and Tears).

Parallel dazu nahm Roussos weitere deutschsprachige Titel auf, die ihn zu einem Schlagerstar der 1970er machten, wobei seine charakteristische Stimme, aber auch seine äußere Erscheinung (langhaarig und schwarzbärtig) nicht unwesentlich dazu beitrugen. Hierbei kam es zu einer engen Zusammenarbeit mit Klaus Munro, Ralf Arnie und Leo Leandros (Vater und Produzent von Vicky Leandros).

Durch seine Aufnahmen in bis zu sieben verschiedenen Sprachen wurde er international bekannt. Seine Single Forever and Ever gelangte 1973 in die Charts verschiedener Länder.

Ab dem Jahr 1976 kam es erneut zu Zusammenarbeiten mit seinem früheren Weggefährten Vangelis. So schrieb und produzierte dieser einige Lieder des Albums Magic von 1977. Dieses Album markierte gleichzeitig den Startpunkt für den Gesang in anderen Sprachen neben Deutsch und Englisch. Der Song Because wurde beispielsweise auch in Spanisch (Morir a lado de mi amor) oder Französisch (Mourir auprés de mon amour) aufgenommen.

In den 1980er Jahren trat er nur noch unter seinem Vornamen Demis auf. Vangelis produzierte, komponierte und arrangierte auch bei zwei weiteren Alben in dieser Zeit. Roussos lieh auch einem Titel aus dem Film Blade Runner, dessen Soundtrack von Vangelis komponiert wurde, seine Stimme.

1989 nahm er die Single Young Love auf, ein Duett mit Drafi Deutscher. Dieser Titel konnte sich in der ZDF-Hitparade sehr gut platzieren.

Besonders in Frankreich hatte Roussos auch in den späten 1980ern und Anfang der 1990er noch beachtlichen Erfolg.

Seine heutigen Titel sind eine Mischung aus Folklore und Elektronischer Musik. Im Frühjahr 2002 machte er eine erfolgreiche Tournee in England.

2008 feierte Roussos sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Für 2009 war ein Comeback geplant, mit einem neuen Album, sowie einem Film über sein Leben, mit seiner Tochter Emily als Regisseurin.

Erfolgstitel

  • No Way Out 1971
  • We Shall Dance 1971
  • Forever and Ever 1973
  • My Friend the Wind 1973
  • Goodbye, My Love, goodbye 1973
  • My Only Fascination 1974
  • Schönes Mädchen aus Arcadia 1974
  • Manuela 1974
  • Schön wie Mona Lisa 1975
  • Vagabund der Liebe 1975
  • Happy to be on an Island in the Sun 1975
  • Die Bouzouki, die Nacht und der Wein 1976
  • Komm in den Garten der tausend Melodien 1976
  • Sing an Ode to love 1976
  • When Forever Has Gone 1976
  • Kyrila 1977
  • Once in a Lifetime 1978
  • Kinder der ganzen Erde 1979
  • Young Love (Duett mit Drafi Deutscher) 1989

Diskografie

Alben (Auswahl)

  • Fire and Ice 1971
  • Forever and Ever (1973)
  • Auf Wiederseh’n 1973/1974
  • My Only Fascination 1974
  • Souvenirs 1975
  • Happy to be … 1976
  • Man of the World 1979
  • Demis 1982
  • Attitudes 1983
  • Time 1988
  • Voice And Vision 1989
  • Too Many Dreams (u. a. mit einer Cover-Version von Cat Stevens’ Morning Has Broken) 1993
  • Les Inoubliables de Demis Roussos 1995 (mit Neueinspielungen der Hits von Aphrodite’s Child)
  • Adagio 2000
  • Auf meinen Wegen 2000
  • Christmas with Demis Roussos 2003
  • Live in Brazil 2006
  • DEMIS 2009