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Adele Laurie Blue Adkins

Adele Sängerin

Adele Laurie Blue Adkins (* 5. Mai 1988 in London) ist eine britische Pop-, Soul-, Jazz- und R&B-Sängerin und Songwriterin sowie achtfache Grammy-Gewinnerin. International berühmt wurde sie durch das Album 21.

Adele Laurie Blue Adkins

Adele wuchs als Einzelkind bei ihrer Mutter Penny in Tottenham auf. Ihr Vater Mark Evans verließ die Familie, als sie drei Jahre alt war.

2006 schloss Adele die BRIT School for Performing Arts ab und tourte danach mit verschiedenen Musikern durch Großbritannien. Große Popularität erreichte sie durch die Webseite Myspace, bei der sie bereits seit dem 31. Dezember 2004 angemeldet ist. Es folgten Fernsehauftritte in Großbritannien, unter anderem bei Later with Jools Holland bei BBC Two und Friday Night with Jonathan Ross bei BBC One.

Mit der Veröffentlichung der Single Hometown Glory wurde im Herbst 2007 ein größeres Publikum auf sie aufmerksam. Im Dezember erhielt sie den erstmals verliehenen Kritikerpreis Critics’ Choice der BRIT Awards, mit dem vielversprechende Nachwuchstalente ausgezeichnet werden. Bei der alljährlichen renommierten BBC-Prognose, welche Künstler im Folgejahr den Durchbruch schaffen können, wurde sie bei Sound of 2008 auf Platz 1 gewählt. Die zweite Single Chasing Pavements stieg im Januar 2008 sofort auf Platz 2 der britischen Charts ein und konnte sich dort drei Wochen halten. Ihr Debütalbum 19, ein Hinweis auf ihr Alter, stieg bis an die Spitze der Albumcharts. Innerhalb weniger Wochen wurde die Single daraufhin in weiteren europäischen Ländern veröffentlicht und stieg in vielen davon in die Charts ein. In Norwegen gelang Chasing Pavements Mitte März 2008 der Sprung auf Platz 1. Ihre Songs handeln meist von Gefühlen, Enttäuschungen und Gedanken aus ihrer letzten Beziehung.

Adele erhielt 2009 die Grammys als „Bester neuer Künstler“ und „Beste weibliche Gesangsdarbietung – Pop“ für Chasing Pavements. Nominiert war sie mit diesem Titel darüber hinaus als „Song des Jahres“ und „Single des Jahres“.

Im Juni 2009 erschien das Album Love & War des australischen R&B-Sängers und Songwriters Daniel Merriweather, mit dem Adele den Song Water and a Flame aufgenommen hatte. Im Februar 2010 stieg in Deutschland der Titel My Same auf Rang 61 der Charts ein. Auslöser war Lena Meyer-Landruts Auftritt bei der Casting-Show Unser Star für Oslo, bei der sie diesen Titel sang.

Im Februar 2011 erreichte Adele mit ihrer Single Rolling in the Deep und ihrem Album 21 in derselben Woche Platz 1 der deutschen Charts. Ende August 2011 wurde das Video mit drei MTV Video Music Awards ausgezeichnet.

In ihrer Heimat Großbritannien waren ihre Veröffentlichungen am 20. Februar 2011 zweimal in den Top 5 der Singlecharts vertreten (Someone Like You auf Platz 1 und Rolling in the Deep auf Platz 4) sowie zweimal in den Top 5 der Albumcharts (21 auf Platz 1 und 19 auf Platz 4). Das gelang zuletzt den Beatles im Jahr 1964.

Als erste Solokünstlerin konnte sie sich mit ihrem Album 21 vierundzwanzig Wochen an der Spitze der Albumcharts halten. Nach einem Auftritt bei den MTV Video Music Awards 2011 wurde Someone Like You Adeles zweiter Nummer-eins-Hit in den USA. Die dritte Singleauskopplung Set Fire to the Rain erreichte allein aufgrund von Downloadverkäufen Platz 6 in Deutschland, Platz 5 in Österreich, Platz 4 in der Schweiz und sogar Platz 1 in den USA. Damit ist sie die erste britische Solokünstlerin, die es geschafft hat, mit drei Singles eines Albums die Spitze der Billboard-Charts zu erreichen. Someone Like You wurde auch in Deutschland und Österreich ein Top-5-Hit, in der Schweiz wurde der Song nach Rolling in the Deep zu Adeles zweitem Nummer-eins-Hit.

Das Album 19 blieb anfangs erfolglos, jedoch als 21 veröffentlicht wurde, stieg 19 in sämtlichen Ländern in den Charts an und erreichte somit in den meisten Ländern seine höchste Position.

Im November 2011 wurde sie in Boston an den Stimmbändern operiert. Ein Polyp sorgte für Blutungen, welche mikrochirurgisch behandelt werden mussten. Im selben Monat erschien ihre erste Live-DVD Live At The Royal Albert Hall.

Am 30. November wurde bekannt, dass 21 mit über 140.000 Downloads das meist heruntergeladene Album aller Zeiten in Deutschland ist.

Adele ist die erste britische Künstlerin, die im Vereinigten Königreich innerhalb eines Jahres mit 21 drei Millionen Alben verkaufen konnte. 21 ist das meistverkaufte Album des 21. Jahrhunderts in Großbritannien.

Adele ist überglücklich: Bald schon wird sie zum ersten Mal Mutter. Auf ihrer eigenen Website schrieb die begnadete Sängerin: „Ich bin glücklich, zu verkünden, dass Simon und ich unser erstes Kind erwarten.“ Sie und ihr Freund seien total aus dem Häuschen, aber sie wollte doch gerne, dass die Fans das süße Geheimnis von ihr selbst erfahren. Gleichzeitig bat sie darum, dass man in dieser Phase ihre Privatsphäre respektieren möge. Und man munkelt ja, dass auch dieses Jahr noch die Hochzeitsglocken läuten sollen.

Amy Winehouse

Amy Winehouse

Amy Jade Winehouse (* 14. September 1983 in Southgate, London; † 23. Juli 2011 in Camden, London) war eine britische Sängerin und Songschreiberin. Ihr Repertoire reichte von R’n’B bis zu Jazz, Soul und Ska. Durch das Album Back to Black schaffte sie im Jahr 2006 den internationalen Durchbruch und erhielt fünf Grammy Awards.

Amy Jade Winehouse

Amy Jade Winehouse wuchs als Tochter des Taxifahrers Mitchell Winehouse und der Apothekerin Janis Winehouse zusammen mit ihrem älteren Bruder Alex in Southgate, einem Stadtteil von London, in einer jüdischen Familie auf. Ihre Eltern trennten sich, als sie neun Jahre alt war. Auf Anregung ihrer Großmutter Cynthia erhielt Winehouse im Alter von neun Jahren Unterricht an der Susi Earnshaw Theatre School. Im Alter von zwölf Jahren begann sie an der Sylvia Young Theatre School zu lernen, einer Schule für britische Nachwuchskünstler. Mit 16 Jahren wurde sie von der Schule verwiesen, da sie ein Piercing trug. Nebenbei spielte sie in einem Jazz-Orchester. Später besuchte sie die BRIT School in Selhurst.

Am 18. Mai 2007 heiratete Winehouse in Miami Blake Fielder-Civil und nahm dessen Familiennamen Civil an, trat jedoch weiterhin unter ihrem Geburtsnamen Winehouse auf. Später ließen sich die beiden wieder scheiden.

Im Juli 2007 ließ sie auf ärztlichen Rat wegen eines „völligen Erschöpfungszustandes” kurzfristig mehrere Festivaltermine absagen. Am 9. August 2007 brach Winehouse zusammen und wurde deswegen ambulant behandelt. Ihr Management sprach erneut von „schwerer Erschöpfung”. Darüber hinaus kämpfte sie gegen Magersucht und Bulimie. Im Oktober 2007 wurde Amy Winehouse zusammen mit ihrem Ehemann im norwegischen Bergen wegen Besitzes von sieben Gramm Marihuana verhaftet. Sie kam gegen eine Geldbuße frei. Allerdings musste sie sich am 29. Februar 2008 vor einem norwegischen Gericht wegen des Drogenbesitzes verantworten.

Ende November 2007 sagte Winehouse alle weiteren noch für 2007 geplanten Auftritte aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme ab. Ende Januar 2008 begab sie sich in eine Entzugsklinik in London, nachdem zuvor ein Video veröffentlicht wurde, das sie beim Rauchen einer Crack-Pfeife zeigt. Angaben ihres Vaters zufolge litt sie unter dem Anfangsstadium eines Lungenemphysems, welches vor allem durch das Rauchen von Crack verursacht wurde.

Im August 2008 wurde sie von den Mönchen des Stiftes Heiligenkreuz bei Wien eingeladen, eine Zeit der Stille und Genesung in ihrem Kloster zu verbringen. Der Pressesprecher des Klosters, P. Karl Wallner sagte im Interview dazu: „Wir haben mitbekommen, dass sie sehr traurig ist. Viel eher geht es uns auch darum, ein Hort zu sein für alle Jugendlichen, die wieder einen festen Boden unter die Füße bekommen wollen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Frau Winehouse zu uns kommt.“ Ende Mai 2011 begab sie sich erneut in eine auf die Behandlung von Sucht- und psychischen Problemen spezialisierte Londoner Klinik der Priory Group. 

Winehouse selbst ordnete sich unter Berufung auf TLC und Salt’N’Pepa im Soul-Genre ein. Sie wandelte damit auf den Spuren der Londoner Mod-Kultur der 1960er Jahre: Soul als Ausdruck von Revolution und Realitätsflucht. Auf ihrem zweiten Album Back to Black überwiegen Soul-Elemente mit deutlichen Anleihen bei Motown und der amerikanischen Musik der sechziger Jahre. Bei einigen Stücken des Albums (beispielsweise Rehab) wurde sie von den Dap-Kings begleitet, einer US-amerikanischen Band, die sich ebenfalls dem Soul und dem Funk der sechziger Jahre verschrieben hat. Mit dem von Mark Ronson produzierten Album löste sie eine Welle des sogenannten Retro-Soul aus, der weitere Interpreten wie Duffy und Adele inspirierte.

Neben ihrem musikalischen Talent fiel Winehouse auch durch ihr extravagantes Äußeres auf, womit sie teilweise stilprägend wirkte. So bewirkte sie eine Neubelebung der Beehive-Frisur aus den 1960er Jahren und trug zur Popularität des Madonna-Piercings bei. Sogar der Modemacher Karl Lagerfeld übernahm bei einer Chanel-Modenschau im Jahr 2007 Winehouse’ Stil; die Models trugen Beehives und wurden wie Winehouse geschminkt. Für ihr Auftreten wurde sie von Anna Wintour, der Chefredakteurin der US-Ausgabe der Vogue, gelobt und angeworben. Jedoch wurde ihr Kleidungsstil von Richard Blackwell, der jährlich die Liste der am schlechtesten angezogenen Frauen im People Magazine veröffentlichte, stark kritisiert. Sie landete in seiner Rangliste 2007 auf Platz 2 hinter Victoria Beckham.

Erste Auftritte in Londoner Clubs

Winehouse trat schon als Jugendliche in kleinen Londoner Clubs auf. Im Alter von 18 Jahren unterschrieb Winehouse ihren ersten Vertrag bei Island Records. Für ihr 2003 erschienenes Debütalbum Frank erhielt sie zwei Nominierungen für die BRIT Awards sowie eine für den Ivor Novello Award. Das Album konnte sich im Vereinigten Königreich in den Top 20 platzieren und erreichte dort dreimal Platin für 900.000 verkaufte Exemplare.

Internationaler Erfolg

2006 veröffentlichte sie ihr zweites Album, Back to Black. Am 8. Januar 2008 erreichte dieses Album erstmals die Spitzenposition der deutschen Album-Charts.

Die bereits im Frühjahr 2007 veröffentlichte Single Rehab stieg im Februar 2008 nochmals in die Deutschen Single-Charts ein. Mitte Februar 2008 erreichte das Lied Platz 44. Zum einjährigen Charts-Jubiläum in Deutschland im März 2008 erhielt Back to Black Doppel-Platin, und Anfang März 2008 erreichte Rehab eine weitere Spitzenposition; nach 22 Wochen in den Charts erreichte dieses Lied dann Platz 23.

Winehouse sollte ursprünglich den Titelsong zum James-Bond-Film Ein Quantum Trost singen, aufgrund ihres damaligen Gesundheitszustandes wurde die Arbeit an dem Titel jedoch eingestellt.

Ende Mai 2008 erhielt Winehouse den Ivor Novello Award für ihr Lied Love Is a Losing Game, das als bestes Lied in sowohl musikalischer als auch textlicher Hinsicht ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2007 wurde bereits ihr Song Rehab geehrt. Am 27. Juni 2008 trat sie beim Benefizkonzert zu Ehren Nelson Mandelas an seinem 90. Geburtstag auf.

Ende Juli 2008 wurde im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds eine Figur von Winehouse ausgestellt.

Das Album Back to Black konnte in den Welt-Jahresendcharts 2007 den ersten Platz belegen mit mehr als 5,5 Millionen verkauften Einheiten. Im darauf folgenden Jahr 2008 erreichte das Album den zweiten Platz mit über 5,1 Millionen verkauften Alben. Somit gehört dieses Album zu den erfolgreichsten Alben der neuesten Sänger-Generation. Allein in Deutschland verkaufte es sich über eine Million Mal und erreichte somit fünffach Platin.

Winehouse war insgesamt sechsmal für den Grammy 2008 nominiert und erhielt die Auszeichnung in fünf Kategorien. An der Grammy-Verleihung in Los Angeles konnte sie nur per Satellitenübertragung teilnehmen, da sie aufgrund ihrer Drogenproblematik zunächst kein Visum für die Einreise in die USA erhielt. Als eine Bewilligung ausgesprochen wurde, war der Termin zur rechtzeitigen Teilnahme schon überschritten.

Comebackversuch

Am 18. Juni 2011 sollte Winehouse mit einem Konzert auf der Kalemegdan-Festung in Belgrad eine Tournee eröffnen. Das Konzert wurde aber nach wenigen Liedern abgebrochen, die Tour im Anschluss zunächst unterbrochen, schließlich ganz abgesagt.

Tod

Am 23. Juli 2011 wurde Amy Winehouse in ihrer Londoner Wohnung tot aufgefunden. Bei einer ersten Obduktion wurde keine eindeutige Todesursache festgestellt, woraufhin eine toxikologische Untersuchung angeordnet wurde. Bei dieser wurden keine Hinweise auf illegale Substanzen im Kreislaufsystem zum Zeitpunkt ihres Todes festgestellt. Am 26. Oktober 2011 wurde bekanntgegeben, dass die Todesursache eine Alkoholvergiftung mit 4,16 Promille war.

Drei Tage nach ihrem Tod wurde ihre Asche im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem Edgwarebury Jewish Cemetery in London beigesetzt. Winehouse selbst hatte, ebenso wie ihre Mutter, einen frühen Tod aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit befürchtet. Aufgrund ihres Drogenkonsums und des frühen Ablebens wurde sowohl in deutschen als auch in internationalen Medien darüber spekuliert, ob Winehouse „Mitglied“ des sogenannten Klub 27 werden würde. Zu diesem fiktiven Klub werden Musiker gezählt, die im Alter von 27 Jahren gestorben sind.