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ERIC BURDON….

Eric Victor Burdon

Eric Victor Burdon (* 11. Mai 1941 in Newcastle upon Tyne, England) ist ein britischer Rock-Musiker. Er war Sänger der Bands The Animals und War.

Burdon war 1962 in Newcastle Gründungsmitglied der Animals. Ab 1966 nannte sich die Band Eric Burdon and the Animals oder auch The New Animals. 1970 schloss sich Burdon der Funk/Soul-Combo War aus der San Francisco Bay-Area an, verließ die Band jedoch bereits 1971 und begann eine Solo-Karriere.

1976 und 1983 gab es kurzzeitige Wiedervereinigungen der Animals.

Im Laufe der Jahre spielte Burdon einige kleinere Rollen in (unter anderem auch deutschen) Filmen.

 

Biografie

1958 bis 1971

Burdons erste Band war 1958 The Pagan Jazz, wo er mit John Steel zusammenspielte. In den folgenden Jahren wechselten beide mehrmals die Band. 1961 sang Burdon auch für Alexis Korner und schloss sich dann Blues Incorporated an, wo er auf Alan Price traf.

Im Jahr darauf gründeten sie gemeinsam die Alan Price Rhythm & Blues Combo, aus der 1964 die Animals wurden. Es folgte die erfolgreichste Zeit in Burdons Karriere mit dem Nummer-eins-Hit House of the Rising Sun und mehreren weiteren Top-10-Hits. Nach der Trennung von Alan Price übernahm er die Führungsrolle in der Band und 1966 veröffentlichte die Band erstmals als Eric Burdon and the Animals die Single See See Rider, die die letzte der ursprünglichen Animals wurde.

Nachdem drei Mitglieder die Band verlassen hatten nahm Burdon sein erstes Soloalbum mit dem Titel Eric Is Here auf. Es enthielt den Song Help Me Girl, der in dem Film Die Platinbande verwendet wurde und sein erster Solohit war. Allerdings wurde er bei den Aufnahmen vom verbliebenen Schlagzeuger Barry Jenkins und weiteren Studiomusikern unterstützt, die auch unter dem Namen The Animals geführt wurden. Eine richtige Band mit fester Besetzung gab es wieder ab Ende 1966 und bis 1969 hatten sie als Eric Burdon and the Animals, teilweise auch als Eric Burdon and the New Animals bezeichnet, noch einige Hits, der bekannteste ist San Franciscan Nights aus dem Jahr 1967, Rückseite dieser Single war in Deutschland Good Times. Im gleichen Jahr (1967) wurde eine Single in GB von der Firma MGM veröffentlicht Good Times (MGM 1344), auf deren Rückseite eine weitere Filmmelodie veröffentlicht wurde: Ain’t that so aus dem Film Stranger In The House.

Nach dem endgültigen Ende der Animals wollte der Sänger wieder solo weitermachen, fand aber nicht die Unterstützung eines Labels oder eines Produzenten. Auf dem Newport-Festival im März 1969 lernt er Lee Oskar von der Funk-Band Nightshift kennen. Er und die Band schlossen sich zusammen benannten sich in Eric Burdon & War um. Es folgte eine erfolgreiche Tournee, die im Juli 1969 vom Kritiker des New Musical Express mit „Die beste Live-Band, die ich jemals gesehen habe“ kommentiert wurde. Danach veröffentlichten sie das Erfolgsalbum Eric Burdon Declares “War” und mit The Black-Man’s Burdon noch eine zweite gemeinsame Platte, aber nach einem Asthmaanfall auf der Europatournee 1971 setzt die Band die Auftritte und schließlich auch die Karriere ohne Burdon fort. Einige gemeinsame Aufnahmen, die sie bereits gemacht hatten, erschienen noch im selben Jahr auf dem Album mit dem Titel Guilty!, das aber eigentlich als Gemeinschaftswerk von Burdon und Jimmy Witherspoon veröffentlicht wurde. Danach wurde es erst einmal ruhiger um den Sänger.

1973 bis heute

Erst ab Mitte 1973 gab er wieder Konzerte mit Gitarrist Aalon Butler, Drummer Alvin Taylor und Bassist Randy Rice. Durch Auftritte in kleineren Hallen oder auf Festivals arbeitete er sich wieder ins Rampenlicht zurück. 1974 wurde das Album Sun Secrets unter dem Namen The Eric Burdon Band veröffentlicht. Mit diesem und dem nächsten Album Stop (1975) schaffte er es in die amerikanischen Album-Charts.

Im selben Jahr schloss er sich auch noch einmal mit seinen Kollegen von der Ursprungsbesetzung der Animals zusammen und 1977 erschien mit Before We Were So Rudely Interrupted nochmals ein gemeinsames Album, ebenso wie eine Kompilation aus unveröffentlichten Aufnahmen und B-Seiten aus seiner Zeit mit War.

1977 zog Burdon mit seiner Frau Rosie Marks und seiner Tochter Mirage nach Deutschland. Es entstand das Rockalbum Survivor, das er unter anderem mit Alexis Korner, Frank Diez und Zoot Money als Begleitmusiker aufnahm. Nach der Veröffentlichung tourte er durch Holland und lernte durch seine Musikerkollegen Udo Lindenberg kennen, mit dem er auf eine Deutschlandtournee ging. 1980 veröffentlichte er gleich zwei Alben, das Soloalbum Darkness, Darkness und The Last Drive als Projekt mit anderen Musikern, unter anderem mit Bertram Engel von Lindenbergs Panikorchester, Frank Diez und Jean-Jacques Kravetz, unter dem Namen Eric Burdon’s Fire Department.

Nachdem ihn zuvor schauspielerische Ambitionen zu einigen kleineren Filmauftritten gebracht hatten, übernahm Burdon 1981 die Hauptrolle in Christel Buschmanns Film Comeback, in der es um die Rückkehr eines ehemaligen Rockstars geht. Im Jahr darauf wurde er zusammen mit dem gleichnamigen Album herausgebracht. Es folgte eine erfolgreiche Welttournee mit einer neu zusammengestellten Eric Burdon Band. Nach der Tour wurde das Album Power Company fertiggestellt und veröffentlicht.

Kurz darauf folgte die zweite Wiedervereinigung der Animals mit einem weiteren kommerziell erfolgreichen Album. Am 7. September fand das erste Animals-Konzert seit Jahren im Mid-Hudson Civic Center in New York statt. Dieses und andere Konzerte wurden mitgeschnitten. Das Silvester-Konzert 1983 wurde im Londoner Wembley-Stadion aufgenommen und 1984 unter dem Namen Rip it to Shreds – Greatest Hits Live veröffentlicht. Die Band ging wieder auseinander, bevor sie ein zweites Album aufnehmen konnte, diesmal endgültig.

Die kommenden Jahre verliefen ruhiger für Burdon. Nach einigen Konzerten veröffentlichte er 1986 seine Autobiografie I Used to Be an Animal (deutsch Am Anfang war es tierisch…). Zwei Jahre später wurde auch ein Album mit diesem Titel veröffentlicht.

Nachdem er 1990/91 mit Robby Krieger auf Tour gegangen war, lernte Burdon 1992 Brian Auger kennen. Mit ihm formte er eine neue gemeinsame Band, brachte das Doppel-Live-Album Access All Areas (1993) heraus und war bis Ende 1994 auf Tour. Dann gab er Konzerte unter dem Namen Eric Burdon’s I Band. Diese trennte sich Ende 1997. Er stellte wieder eine völlig andere Band zusammen, Eric Burdon & the New Animals. Diese hielt bis 2002. Zwischendrin wurde seine zweite Autobiografie Don’t Let Me Be Misunderstood veröffentlicht. 2003 bis 2005 tourte er weltweit als Eric Burdon & The Animals.

2004 veröffentlichte er sein Studioalbum My Secret Life, 2005 das Live-Album Athens Traffic Live und anschließend im Januar 2006 das Album Soul of a Man. Zur selben Zeit stellte er eine neue Band zusammen. Mit dieser tourte er danach mit wechselnden Mitgliedern. Am 21. April 2008 trat Eric Burdon auch noch einmal mit War in der Royal Albert Hall, London, auf. Allerdings hatte die Band nicht mehr dieselbe Besetzung wie Anfang der 70er.

Vom renommierten Magazin Rolling Stone wurde Eric Burdon 2008 in die Liste der besten Sänger und Sängerinnen aller Zeiten auf Platz 57 aufgenommen.

Sonstiges

  • Eric Burdon war mit Jimi Hendrix befreundet; er war die vorletzte Person, die Hendrix vor seinem Tod in Monika Dannemanns Londoner Hotelzimmer sah.
  • Seine Songs waren u. a. in Großproduktionen wie Casino (1995) (mit Robert De Niro) und Boogie Nights (mit Burt Reynolds) zu hören.
  • Burdon war von 1967 bis 1978 zweimal verheiratet.
  • Am 27. Februar 2008 hat Universal in den USA sechs unveröffentlichte Alben von Burdon herausgebracht.

Diskografie

Alben

mit den Animals (bis 1966)

  • The Animals (1964 – UK: #6, US: #7)
  • The Animals on Tour (1965 – US: #99)
  • Animal Tracks (1965 – UK: #6 – US: #57)
  • In the Beginning (Livealbum, 1965)
  • Animalization (1966 – US: #20)
  • Animalisms (1966 – UK: #4)
  • Animalism (1966 – US: #33)

Eric Burdon and the Animals

  • Eric Is Here (Eric Burdon, mit Studiomusikern, 1967 – US: #147)
  • Winds of Change (1967 – US: #42)
  • Every One of Us (1968)
  • The Twain Shall Meet (1968 – US: #78)
  • Love Is (Doppelalbum, 1968)

Eric Burdon & War

  • Eric Burdon Declares “War” (1970 – US: #18)
  • The Black Man’s Burdon (1970 – US: #80)

Veröffentlichungen ab 1971

  • Guilty! (Eric Burdon & Jimmy Witherspoon, 1971)
  • Sun Secrets (1974 – US: #51)
  • Stop (1975 – US: #171)
  • Love Is All Around (Eric Burdon & War, Kompilation, 1976 – US: #140)
  • Before We Were So Rudely Interrupted (The Animals, 1977, erste Wiedervereinigung – US: 70, NL: 24)
  • Survivor (1977)
  • Darkness, Darkness (1980)
  • The Last Drive (1980)
  • Comeback (1982 Soundtrack-LP mit 10 Titeln, 1994 als “The Comeback Soundtrack” mit 27 Titeln neu aufgelegt)
  • Ark (The Animals, 1983, zweite Wiedervereinigung – US: 66)
  • Power Company (1983)
  • I Used to Be an Animal (1988)
  • Wicked Man (1988)
  • Access All Areas (mit der Brian Auger Band, Livealbum, 1993)
  • Lost Within the Halls of Fame (1995)
  • Live at the Roxy (1998)
  • American Dream (1999)
  • Live in Seattle 2002 (2002)
  • My Secret Life (2004 – DE: #93)
  • Athens Traffic Live (2005) (Live-Album)
  • Soul of a Man (2006 – DE: #43)

Weitere erfolgreiche Kompilationen / Best-of-Alben

  • The Best of the Animals (1966 – US: #6)
  • The Most of the Animals (1966 – UK: #4)
  • The Greatest of Eric Burdon & the Animals, Vol. II (1967 – US: #71)
  • The Most of the Animals (1971 – UK: #18)
  • The Best of the Animals (Doppelalbum, 1973 – US: #188)
  • Rip It to Shreds: Their Greatest Hits Live (The Animals, 1984 – US: #193)

Singles

siehe auch The Animals / War

  • Help Me Girl (1966 – UK: #14 – US: #29)
  • When I Was Young (Eric Burdon & the Animals, 1967 – DE: 31 – UK: #31 – US: #15)
  • Good Times (Eric Burdon & the Animals, 1967 – UK: #20)
  • San Franciscan Nights (Eric Burdon & the Animals, 1967 – DE: 20 – UK: #7 – US: #9)
  • Anything (Eric Burdon & the Animals, 1968 – US: #80)
  • Sky Pilot (Eric Burdon & the Animals, 1968 – UK: #40 – US: #14)
  • Monterey (Eric Burdon & the Animals, 1968 – US: #15)
  • White Houses (Eric Burdon & the Animals, 1968 – US: #67)
  • Ring of Fire (Eric Burdon & the Animals, 1969 – DE: #19 – UK: #35)
  • Good Times (1988 – DE: #53)

DVDs/VHS

  • Finally (1991) (Dokumentation)
  • Live at the Coachhouse (1999)
  • The Eric Burdon Band Live (2000)
  • Yes, You Can Go Home – On the Road with Eric Burdon & the Animals (2003)
  • Live at the Venture Beach California (2008) (mit Robby Krieger)

Filmografie

  • Little Red Riding Hood (1965)
  • Monterey Pop (1968)
  • Gibby Westgermany (1980) Nebenrolle
  • 1982: Comeback
  • The Doors (1991)
  • Schnee in der Neujahrsnacht (1999)
  • The Blue Hour

Bücher

  • 1966: Wild Animals
  • 1986: I Used to Be an Animal, but I’m Alright Now (Am Anfang war es tierisch, 1988) – Autobiografie
  • 1989: The Last Poet
  • 2001: Don’t Let Me Be Misunderstood (My Secret Life, 2004) – Autobiografie