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Beth Orton

Beth Orton

Beth Orton (* 14. Dezember 1970 in Dereham, Norfolk; geboren als Elizabeth Caroline Orton) ist eine englische Musikerin und Sängerin (Singer-Songwriter).

 

Ihre Musik kann den Genres Electronica (bis Pass in Time) mit Trip-Hop-Anklängen und Folk (besonders Comfort of Strangers) zugeordnet werden.

Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre ist sie regelmäßig in den britischen Charts, sowohl mit Singles als auch mit Alben, vertreten.

Auf dem Album Exit Planet Dust von The Chemical Brothers sang sie das Lied Alive Alone. 

Beth Orton 1970 im englischen Norfolk geboren, zieht mit vierzehn nach London. Es sind jedoch weniger ihre Großstadterfahrungen als zwei persönliche Dramen, die ihr Leben prägen: Als sie elf ist, stirbt ihr Vater, sieben Jahre später ihre Mutter. “Ich glaube, meine ersten Alben waren ganz nachhaltig vom Tod meiner Mutter geprägt. Es hat mehr als zehn Jahre gedauert, um über den Verlust hinwegzukommen”, erzählt sie 2002 in einem Interview.

Zunächst spielt sie mit der Idee, sich als Schauspielerin zu versuchen, lernt jedoch in einem Club William Orbit kennen, der sie dazu animiert, lieber zur Gitarre zu greifen und zu singen. Es ist der Anfang einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die einerseits zu einem Beitrag Ortons auf Orbits 93er Ambient-Album “Cargo III” führt, andererseits zu ihrem Debüt “SuperPinkyMandy”, das im selben Jahr in einer limitierten Auflage in Japan erscheint.

Große Aufmerksamkeit erregt sie dabei nicht, jedoch macht sie das Label Heavenly auf sich aufmerksam, das sie mit den Dust Brothers in Verbindung bringt. Zwei Jahre später singt sie das Lied “Alive Alone” auf “Exit Planet Dust”, das Debüt der mittlerweile umbenannten Chemical Brothers.

Ein Jahr später erscheint mit “Trailer Park” Ortons erstes Album in England. Ihre Mischung aus Akustikgitarre, zerbrechlicher Stimme und elektronischen Klängen führt die Kritiker dazu, das Genre “Trip Folk” ins Leben zu rufen.

Für “Central Reservation” (1999) sichert sie sich die Dienste David Robacks (Mazzy Star) als Produzenten und Ben Watt (Everything But The Girl) als Programmierer. Mit dabei auch Ben Harper und der Folk-Sänger Terry Callier. Mit diesem Album gelingt ihr der Durchbruch: In den USA verkauft es sich eine halbe Million mal, zudem spielt sie auf dem Lilith Fair-Festival und im Vorprogramm von Beck. 2000 gewinnt sie die Auszeichnung als beste britische Künstlerin bei den renommierten Brit Awards.