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Miles Davis

Miles Davis

Miles Dewey Davis III. (* 26. Mai 1926 in Alton, Illinois; † 28. September 1991 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jazz-Trompeter, -Flügelhornist, Komponist und Bandleader.

Miles Davis gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Jazz-Geschichte. Er war bekannt für seine Improvisationen mit wenigen und lang anhaltenden Tönen. So schuf er einen großen Kontrast zu den Musikern seiner Zeit, besonders im Bebop. Davis legte konzeptionell immer wieder neue Grundsteine, indem er nie konservativ auf einem Jazz-Stil beharrte, sondern immer mit der Zeit ging und mit jungen Musikern experimentierte. Zahlreiche Jazzgrößen haben ihren Durchbruch der Zusammenarbeit mit Davis zu verdanken.

Leben

Jugend (1926–1944)

Miles Davis stammte aus einem vermögenden Elternhaus. Sein Vater verdiente als Zahnarzt verhältnismäßig gut. Außerdem besaß die Familie eine Farm. Dort lernte Miles Davis auch reiten.

Bereits 1927 zog er mit seinen Eltern nach East St. Louis in ein Viertel ohne Rassentrennung um, wo er seine gesamte Kindheit verbrachte. Mit neun Jahren bekam er von einem Freund seines Vaters seine erste Trompete geschenkt, aber erst als er mit 13 ein neues Instrument und Unterricht bekam, machte er wirklich Fortschritte.

Während seiner High-School-Zeit freundete sich Davis mit Clark Terry an. Das „coole“ Auftreten und der Trompetenstil des sechs Jahre älteren Mannes hatten großen Einfluss auf Miles Davis. Mit 16 trat er in die Musikergewerkschaft ein und mit 17 spielte er ein Jahr lang bei Eddie Randles Blue Devils. Während dieser Zeit bekam er das Angebot, mit der Tiny-Bradshaw-Band auf Tour zu gehen, aber seine Mutter bestand darauf, dass er die High School beendete.

1944 bekam seine Freundin Irene Birth eine Tochter namens Cheryl. Da Irene aber auch noch andere Liebschaften hatte, wusste Miles Davis nicht sicher, ob Cheryl sein Kind war. Er übernahm aber die finanzielle Verantwortung für sie.

Musikalische Laufbahn

Bebop und Cool Jazz (1944–1955)

Noch 1944 zog Davis nach New York City unter dem Vorwand, die Juilliard School of Music zu besuchen. Tatsächlich aber machte er sich sofort auf die Suche nach Dizzy Gillespie und Charlie Parker. Bereits nach wenigen Semestern brach er das Studium ab, da die dortige Ausbildung zu eingeschränkt, klassisch und für Davis’ Geschmack zu „weiß“ war. Dazu Miles Davis selbst in seiner Autobiographie:

„Ich erinnere mich noch an einen Kurs in Musikgeschichte. Die Lehrerin war eine Weiße. Sie stand vor der Klasse und erklärte, dass die Schwarzen den Blues spielen, weil sie arm sind und Baumwolle pflücken müssen. Deshalb seien sie traurig und daher käme der Blues, von ihrer Traurigkeit. Meine Hand schoss hoch wie der Blitz, ich stand auf und sagte: „Ich komme aus East St. Louis und habe einen reichen Vater, er ist Zahnarzt. Ich spiel aber auch den Blues. Mein Vater hat in seinem ganzen Leben keine Baumwolle gepflückt und ich bin heute früh kein bisschen traurig aufgewacht und hab dann einen Blues gespielt. Da steckt schon ein bisschen mehr dahinter.“ Die Tante wurde richtig grün im Gesicht und sagte kein Wort mehr. Mann, was die uns erzählt hat, kam aus einem Buch, das muss einer geschrieben haben, der keine Ahnung von dem hatte, worüber er sich ausließ.“

– Miles Davis: Die Autobiographie. Heyne Verlag (2000)

Gleichzeitig warf Davis aber Parker und Lester Young vor, sich zu wenig mit europäischer Musik auseinanderzusetzen. Davis ging öfter in die öffentliche Bibliothek, um sich die Partituren von Igor Fjodorowitsch Strawinski, Alban Berg, Sergei Sergejewitsch Prokofjew und anderen auszuleihen.

Mittlerweile war er Mitglied in Charlie Parkers Quintett. 1945 machte er seine ersten Plattenaufnahmen zusammen mit Charlie Parker. Davis’ Trompetenstil war bereits ausgeprägt, doch es mangelte ihm an Selbstvertrauen und an der technischen Virtuosität seiner Vorbilder. Sein Vater hatte Verständnis für seinen Sohn. So sagte er (ebenfalls in Miles’ Autobiographie zu lesen): „Miles, hörst Du den Vogel da draußen? Das ist ’ne Spottdrossel. Sie hat keine eigene Stimme, sie macht nur die Stimmen der anderen nach und das willst du nicht. Wenn du dein eigener Herr sein willst, musst du deine eigene Stimme finden. Darum geht’s. Sei also nur du selbst.“

1946 ging Davis für einige Zeit mit Charlie Parker und Dizzy Gillespie nach Los Angeles, um den Bebop auch an der Westküste bekannt zu machen. Im selben Jahr brachte Irene ihr zweites Kind Gregory auf die Welt. Als Charlie Parkers Heroinabhängigkeit immer mehr zum Problem wurde, begann Miles Davis sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren und arbeitete mit Gerry Mulligan, Gil Evans und anderen auf die Gründung eines Nonetts hin. Dies war gleichzeitig der Beginn einer 20-jährigen Zusammenarbeit mit Gil Evans. Um den gewünschten Sound zu erreichen, wurden für den Jazz so ungewöhnliche Instrumente wie die Tuba und das Horn eingesetzt. Im September 1948 trat diese Gruppe dann zum ersten Mal auf. Bereits ein Jahr später löste sich das Nonett wieder auf, hatte aber vorher zwölf Aufnahmen für Capitol Records gemacht, die als 78er-Schallplatten nicht allzu erfolgreich verkauft wurden. Die Aufnahmen wurden erst 1957 richtig berühmt, als sie gesammelt unter dem Titel Birth Of The Cool veröffentlicht wurden. Ihr Einfluss war aber schon vorher in der Jazzszene zu spüren, da sie zur Ausbildung des „Cool Jazz“ beitrugen, der von Chet Baker, Stan Getz und Shorty Rogers aufgenommen und bald tonangebend wurde.

1949 spielte Miles in der Band des Pianisten Tadd Dameron und trat mit ihm auf dem Pariser Festival International 1949 de Jazz auf. Als er 1950 aus Paris zurückkehrte, wo er sich unglücklich in Juliette Gréco verliebt hatte, und sich dann in den USA wieder den Rassismusproblemen ausgesetzt sah, während er in Paris wie ein Star behandelt worden war, wurde Davis immer mehr drogenabhängig. Er teilte diese Abhängigkeit mit vielen seiner Kollegen, so zum Beispiel Chet Baker, Billie Holiday, Sonny Rollins, Stan Getz. Für die nächsten Jahre spielte Davis zwar viele Sessions, zumeist jedoch uninspiriert. Aufgrund seiner Sucht und des damit verbundenen Imageschadens konnte er nur für kleine Labels wie Prestige oder Blue Note Aufnahmen machen; im Januar 1951 fand seine erste Prestige-Session statt (Miles Davis and Horns). Er schaffte es auch nicht, eine feste Gruppe zusammenzuhalten. Um sich von den Drogen zu befreien, zog er 1954 nach East St. Louis und wurde dort mit Unterstützung seines Vaters seine Abhängigkeit los. Um nicht ständig in Kontakt mit der New Yorker Drogenszene zu kommen, ging er vorerst nach Detroit.

Im März 1954 kam er dann wieder nach New York. Dort entdeckte er bald darauf den Harmon-Dämpfer aus Metall, den er mit entferntem Stiel spielte. Dieser Dämpfer prägte fortan den Sound vieler seiner Stücke und er sollte ihn zeit seines Lebens verwenden. Im Laufe des nächsten Jahres machte er mehrere wichtige Aufnahmen für das Prestige-Label (Walkin’). Aufgrund der Weiterentwicklung der Tontechnik zur Langspielplatte war es mittlerweile möglich Jazzstücke aufzunehmen, die länger als 3 Minuten waren. Davis hatte jetzt die Möglichkeit, sein Können bei längeren Soli unter Beweis zu stellen, so zum Beispiel beim über 13 Minuten langen Walkin’, das für die Jazzmusiker der Zeit zu einem wegweisenden Stück wurde, von den Kritikern aber noch nicht in entsprechendem Maße anerkannt wurde.

Sein großes Comeback hatte Miles Davis im Juli 1955, als er unangekündigt beim Newport Jazz Festival für drei Stücke auf die Bühne kam und zu Monks ’Round Midnight ein legendäres Solo spielte. Dieser Auftritt führte dazu, dass George Avakian ihn bei Columbia unter Vertrag nahm, obwohl er gleichzeitig noch einen Vertrag bei Prestige zu erfüllen hatte. Die Erlaubnis dafür erreichte er bei Prestige, indem er sie überzeugte, dass Prestige bei den noch ausstehenden Aufnahmen von der Werbung der wesentlich größeren Plattenfirma Columbia profitieren werde.

Das erste Quintett und Sextett (1955–1958)

1955 gründete Davis dann sein Miles Davis Quintett. Die Band bestand aus John Coltrane (Tenorsaxophon), Red Garland (Klavier), Paul Chambers (Bass) und Philly Joe Jones (Schlagzeug). Das Quintett wurde schnell berühmt. Um den Vertrag bei Prestige zu erfüllen, nahm die Band an nur zwei Tagen insgesamt vier Alben auf (Workin’, Cookin’, Steamin’ und Relaxin’). Dass die Qualität der Alben unter dieser Fließbandarbeit praktisch nicht litt, zeigt, wie gut das Quintett damals funktionierte. Für Columbia nahmen sie fast zur selben Zeit das Album ’Round About Midnight auf. Zu dieser Zeit wurde Miles Davis zu einem echten Star in der Jazzszene. Seine distanzierte und coole Haltung – er drehte dem Publikum bei Auftritten des Öfteren den Rücken zu und verließ bei den Soli seiner Kollegen die Bühne – waren der Inbegriff dessen, was zu der Zeit hip und cool war. Sein selbstbewusstes Auftreten in der Öffentlichkeit war vielen Schwarzen damals ein Vorbild.

1957 nahm Davis gemeinsam mit dem Arrangeur Gil Evans, mit dem er bereits auf Birth Of The Cool zusammengearbeitet hatte, das Album Miles Ahead auf, das aufwändig orchestriert war und ihm wenig improvisatorischen Spielraum ließ. Trotzdem war er sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Ausnahmsweise spielte er fast alle Aufnahmen mit dem Flügelhorn ein. Miles Ahead wie auch das nachfolgende Porgy and Bess (1958) wurden ein kommerzieller Erfolg. Aufgrund ihrer Drogenexzesse ersetzte Davis Coltrane und Jones durch Sonny Rollins und Arthur Taylor. Doch er war mit dem Sound des neuen Quintetts nicht hundertprozentig zufrieden und engagierte Cannonball Adderley. Mittlerweile hatten Rollins und Red Garland das Quintett verlassen. Neuer Pianist wurde Tommy Flanagan. Als John Coltrane seine Drogensucht überwunden hatte, wollte Davis ihn zurückholen. Vorher ging er aber nach Paris, um dort mit Kenny Clarkes Quartett zu spielen. Als er Louis Malle vorgestellt wurde, ließ er sich überreden, die Musik für den Film Ascenseur pour l’échafaud (Fahrstuhl zum Schafott) zu schreiben und aufzunehmen. In nur einer Nacht entstanden die Aufnahmen, die Davis mit einer ganz neuen Arbeitsweise im Studio vertraut machten. Statt großer Planung wurde auf kurze Anweisungen und Spontaneität gesetzt, eine Technik, die später auch bei Alben wie Kind of Blue oder Bitches Brew Anwendung finden sollte.

Zurück in New York gelang es Davis, sein Traumsextett zusammenzustellen, indem er Coltrane und Garland zurückholte. Nach einigen Auftritten spielte die Gruppe das Album Milestones ein, das durch Adderleys Beitrag neben dem Bebop auch etwas bluesigere Stücke beinhaltete. Außerdem wurde der neu aufkommende modale Jazz weiterentwickelt. Miles Davis spielte bei der Entwicklung dieser Stilrichtung wieder eine wegweisende Rolle. Bei den Aufnahmen dazu kam es zu einem Streit zwischen Garland und Davis, so dass letzterer bei dem Stück Sid’s Ahead selbst Klavier spielte. Etwa zu der Zeit, als Bill Evans an Garlands Stelle trat, verließ Philly Joe Jones endgültig die Band. Da Jones das Sextett kurz vor einem Auftritt in Boston verließ, musste sein Ersatz Jimmy Cobb aus New York nachreisen und baute sein Instrument auf, während die Band schon spielte: er begann sein Engagement beim Miles Davis Sextett mitten in ’Round Midnight.

Ende Mai bestand mit den beiden Neuzugängen eine zuverlässige und musikalisch geschliffenere Version des Sextetts, die in dieser Form sieben Monate bestehen sollte und sich dann für Kind of Blue nochmals im Studio versammelte. Als Bill Evans die Gruppe verließ, weil ihn das ständige Touren auslaugte, wurde kurzzeitig Red Garland zurückgeholt, um ihn dann, als er wieder einmal zu spät zu einem Auftritt kam, durch Wynton Kelly zu ersetzen.

Kind of Blue (1959–1964)

Damit stand die Formation, mit der Miles Davis im Frühjahr 1959 ins Studio ging und sein legendäres Album Kind of Blue aufnahm. Bill Evans kehrte dafür noch einmal zurück und überließ Wynton Kelly nur für das Stück Freddie Freeloader das Klavier. In zwei Sessions am 2. März und 22. April entstand ein Album, das beispielhaft für den modalen Jazz und nach Aussage von Columbia Records und der RIAA das meistverkaufte Jazzalbum überhaupt ist. Über 6 Millionen Einheiten sollen davon bisher abgesetzt worden sein.

Doch die großen innovativen Kräfte, die für die Klasse dieses Albums verantwortlich waren, sorgten auch dafür, dass das Sextett nicht allzu lange Bestand hatte. John Coltrane konnte noch zu einer letzten Europatournee im Frühjahr 1960 überredet werden, bevor er ausstieg, um seine eigene Band zu gründen. Cannonball Adderley hatte die Gruppe schon im Herbst 1959 verlassen, und Davis probierte verschiedene Ersatzmänner für die beiden Saxophonisten aus, unter anderem Sonny Stitt und Hank Mobley, der bei seinen Konzerten im Black Hawk in San Francisco mitwirkte.

Am 21. Dezember 1960 heiratete Miles Davis seine Freundin Frances Taylor. Im April des folgenden Jahres nahm er im Blackhawk in San Francisco zum ersten Mal explizit für eine LP-Veröffentlichung ein Konzert auf. 1961 wurde bei ihm dann die Sichelzellenanämie diagnostiziert. Während es ihm mittlerweile finanziell gut ging und er ein fünfgeschossiges Haus in der Upper West Side von Manhattan bezog, trat er musikalisch zu dieser Zeit etwas auf der Stelle.

1963 verließ die Rhythmusgruppe, bestehend aus Kelly, Chambers und Cobb, die Band. Davis formte schnell eine neue Band mit George Coleman am Saxophon und Ron Carter am Bass. Später stießen noch Schlagzeuger Tony Williams und Pianist Herbie Hancock zu der Gruppe, die 1963 das Album Seven Steps to Heaven aufnahm. Davis war von Anfang an von dieser Formation begeistert. Das Repertoire bestand hauptsächlich aus Bebop und Standards, die man schon von Davis’ früheren Bands kannte, die jetzt aber mit mehr rhythmischer und struktureller Freiheit gespielt wurden. Nach seinem Auftritt mit der neuen Band auf dem Jazzfestival Antibes arbeitete er noch einmal mit Gil Evans zusammen (The Time of the Barracudas).

Ende Februar 1964 starb Davis’ Mutter. Um die Gelenkschmerzen zu lindern, die durch die Sichelzellenanämie entstehen, trank Davis viel Alkohol und nahm Kokain, was auch seine Ehe in schwere Mitleidenschaft zog. Im selben Jahr verließ Coleman das Quintett, und der Avantgarde-Saxophonist Sam Rivers übernahm für kurze Zeit. Da Rivers sich aber in Richtung Free Jazz orientierte, ein Stil, den Davis ablehnte, suchte er weiter nach einem Saxophonisten. Im Sommer 1964 brachte er Wayne Shorter dazu, Art Blakeys Jazz Messengers zu verlassen und zu ihm zu stoßen. Shorter machte dies nur widerstrebend, da er bei Art Blakey der musikalische Leiter geworden war.

Das zweite Quintett (1965–1968)

Mit Tony Williams (Schlagzeug), Herbie Hancock (Piano), Ron Carter (Bass), Miles Davis und dem neu hinzugestoßenen Wayne Shorter stand das zweite große Quintett Miles Davis’, das auch seine letzte akustische Gruppe sein sollte. Diese Besetzung gilt heute als eine der hochkarätigsten der gesamten Jazzgeschichte und ist unter Jazzliebhabern auch schlicht als Das zweite Miles Davis Quintett geläufig. Zahlreiche Kompositionen dieser Periode stammten aus der Feder von Wayne Shorter, der – wie auch Herbie Hancock – parallel zu seiner Arbeit bei Miles Davis auch einige bedeutende Platten unter eigenem Namen einspielte. Die von dieser Gruppe eingespielten Aufnahmen gelten aufgrund des hohen Niveaus der improvisatorischen Interaktion als Klassiker und als ein Musterbeispiel für gelungene Inside-Outside-Improvisation, die das Quintett perfekt beherrschte.

1965 nahm die Formation das Album E.S.P. auf, das neue Kompositionen und ein neues Spielkonzept vorstellte. Im selben Jahr wurde Davis nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung von seiner Frau Frances verlassen. Im April dann musste Davis an der Hüfte operiert werden. Da die Operation fehlschlug, wurde eine weitere im August notwendig, sodass er erst im November wieder auftreten konnte. Kurz vor Weihnachten entstanden bei einem Gastspiel in Chicago die Mitschnitte aus dem „Plugged-Nickel“ (Live at the Plugged-Nickel), die zeigen, wie gut die offene Interaktion der Band mittlerweile funktionierte.

Doch schon im Januar 1966 erkrankte Davis an einer Leberentzündung und musste erneut drei Monate lang aussetzen.

In den folgenden Jahren entstand eine Serie weiterer Schallplatten: Miles Smiles (1966), Sorcerer (1967), Nefertiti (1967), Miles in the Sky (1968) und Filles de Kilimanjaro (1969). Doch die Verkaufszahlen der Alben sanken rapide, was sicher nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass die Musik des Quintetts rhythmisch und harmonisch ausgesprochen komplex war, und vom breiten Publikum nicht ohne weiteres nachvollzogen werden konnte. Miles Davis erwies sich in der Titelnummer von Nefertiti (1967) wieder einmal als Neuerer: in dem Stück (für das allerdings Shorter als Komponist ausgewiesen wird) übernimmt die Rhythmusgruppe die improvisatorische Ausgestaltung, während die Bläser in einer Art Ostinato verharren: ein Rollentausch, der als neu im Jazz galt. 1967 stieß Tenorsaxophonist Joe Henderson für einige Zeit zur Band, ohne dass aber Aufnahmen mit ihm entstanden. Im Laufe des Jahres begann die Band mit der ungewöhnlichen Praxis, ihre Livekonzerte in durchgehenden Sets zu spielen, wobei ein Stück nahtlos in das nächste überging. Davis’ Bands sollten diese Technik bis zu seinem vorläufigen Rückzug von der Musik 1975 beibehalten. Ende 1967 begann Davis im Studio mit dem Fender-Rhodes-Piano zu experimentieren. Außerdem holte er sich zur Erweiterung seines Quintetts Gitarristen ins Studio (unter anderem George Benson). Auf den Alben Miles in the Sky und Filles de Kilimanjaro tauchen zum ersten Mal elektrische Instrumente auf und weisen den Weg zu Davis’ Fusion-Phase. Die meisten Stücke schrieb zu dieser Zeit Wayne Shorter. 1968 verließen Herbie Hancock und Ron Carter das Quintett und wurden durch Chick Corea (Piano) und Dave Holland (Bass) ersetzt. Auf dem Album Filles de Kilimanjaro sind sowohl die neue als auch die alte Besetzung zu hören. Am 30. September heiratete Davis die 23-jährige Sängerin Betty Mabry, deren Gesicht auch auf dem Cover von Filles de Kilimanjaro zu sehen ist.

Fusion: Die Entwicklung hin zu Bitches Brew (1968–1970)

Der Davis-Biograph Eric Nisenson berichtet von einem Besuch Leonard Feathers im Juni 1968 bei Davis in Hollywood, um das Interview für einen Blindfold-Test für Down Beat aufzunehmen. Dabei fiel ihm auf, dass der Trompeter die damals aktuellen Alben des New Thing wie von Freddie Hubbard oder Archie Shepp verschmähte, stattdessen Musik von den Byrds, Aretha Franklin, den 5th Dimension oder von James Brown hörte. Von allen Alben, die Feather ihm vorspielte, gefielen ihm nur zwei, eines von den 5th Dimension und eines der Psychedelic-Band The Electric Flag. Starken Einfluss auf Miles’ musikalische Vorlieben hatte auch seine damalige Frau Betty Mabry, die Jimi Hendrix zu ihren Lieblingsmusikern zählte. Dieses Interesse für neue musikalische Richtungen demonstrierte Miles Davis schon im Dezember 1967, als er zu Aufnahmen mit dem Quintett den Gitarristen Joe Beck einlud und Herbie Hancock erstmals ein elektrisches Fender-Rhodes-Piano benutzen ließ. Ein weiterer Schritt vollzog sich mit dem Wechsel von Hancock zu Chick Corea bzw. von seinem bisherigen Bassisten Ron Carter zu Dave Holland, mit denen zusätzliche Aufnahmen für das letzte Quintett-Album Filles de Kilimanjaro entstanden.

Im November 1968 holte Davis noch zwei weitere Keyboard-Spieler hinzu, wiederum Herbie Hancock sowie den gebürtigen Österreicher Joe Zawinul; für Tony Williams kam der Schlagzeuger Jack DeJohnette. Die erweiterte Gruppe nahm zwei von Zawinuls Kompositionen auf, „Directions“ (in zwei verschiedenen Fassungen) und „Ascent“. „Der wesentliche Unterschied war, dass die Musiker, mit denen er nun arbeitete, spontan auf den improvisierenden Solisten reagieren konnten. Mit dieser Session entdeckte Miles eine Methode, scheinbar unvereinbare Elemente doch miteinander zu verbinden: den Einsatz der Elektronik und die Freiheit der Improvisationen, die spontane Musik des Augenblicks – die für ihn nach wie vor die Quintessenz des Jazz war – und die vielschichtigen Klangfarben, die früher nur durch komplizierte Orchesterarrangements zu realisieren waren. Diese erste Session fand Miles nicht als vollkommen gelungen, aber sie eröffnete ihm neue Möglichkeiten.“

Im Februar 1969 nahm Miles Davis das Album In a Silent Way auf, mit dem sich die „stilistische Wende“, „die völlige Befreiung vom Bop-Konzept vollzog“. Die Platte ist eines der ersten gültigen Fusionalben, da es eine Fusion aus Jazz und Rock darstellt. Neben seinem Quintett holte Davis für die Aufnahmesession den jungen englischen Gitarristen John McLaughlin ins Studio. Außerdem kam Herbie Hancock zurück, und Joe Zawinul, dessen Keyboard-Stil laut Herbie Hancock Miles Davis erst zu dieser stilistischen Wende befreite, komplettierte die Formation, die damit zusammen mit Chick Corea immerhin drei Keyboarder beinhaltete.

Das neue an dem Album war die große musikalische Freiheit, die den Musikern zugestanden wurde. Ein echtes Songkonzept ist kaum mehr zu erkennen. Außerdem wurden die langen Improvisationen von Davis und dem Produzenten Teo Macero intensiv nachbearbeitet. Die Tracks, die schließlich auf dem veröffentlichten Album landeten, waren Zusammenschnitte aus verschiedenen Sessions und der Einfluss des Produzenten auf das fertige Produkt war so groß wie noch nie zuvor bei Miles Davis. Tatsächlich blieb Teo Macero, mit dem Davis seit Sketches of Spain regelmäßig gearbeitet hatte, für die nächste Zeit ein wichtiger Partner für seine Arbeit. Das Album besteht letztendlich nur aus zwei Stücken, die jeweils eine komplette Schallplattenseite füllen. Nach diesen Aufnahmen verließ Tony Williams die Band, um seine Gruppe Lifetime zu gründen. Er wurde durch Jack DeJohnette ersetzt.

Im August ging Davis wenige Tage nach dem Woodstock-Festival ins Studio, um Bitches Brew (veröffentlicht 1970) aufzunehmen. Das Album gilt als einer der größten Meilensteine in seinem Schaffen. Die Besetzung von In a Silent Way wurde noch durch weitere Musiker, zum Beispiel Bennie Maupin erweitert. Das Prinzip von In a Silent Way wurde noch weiter geführt, und es entstand eine völlig neue Interpretation von Jazz. Im Gegensatz zum bisherigen Jazz bestand die Band nicht einfach aus den üblichen Bläsern, akustischem Klavier und Bass sowie einem Schlagzeug: zum ersten Mal dominierten elektrische Instrumente. Davis begann zu dieser Zeit, den Sound seiner Trompete zu verstärken und durch Effektgeräte wie etwa das Wah-Wah-Pedal zu beeinflussen. Auch spielten bis zu drei Schlagzeuger und zwei Bassisten gleichzeitig. Der Rhythmus wurde auch nicht mehr vom Swing dominiert, sondern von Elementen des Funk und ähnlichen Rockmusikrichtungen. Die Postproduktion, zum Beispiel durch Loops,  wurde viel wichtiger als bei traditionellen Jazzaufnahmen und war echter Bestandteil des kreativen Prozesses. Das Stück Pharaoh’s Dance beispielsweise besteht aus 19 Schnitten.

Beide Alben, besonders Bitches Brew, waren auch kommerziell ein großer Erfolg für Miles Davis. Für Bitches Brew bekam er in den USA zum ersten Mal eine Goldene Schallplatte für damals 400.000 verkaufte Einheiten (heute ist die Grenze in den USA bei 500.000 Stück). Damit war es zu diesem Zeitpunkt sein meistverkauftes Werk. Erst viel später wurde es von dem elf Jahre vorher veröffentlichten Kind of Blue überholt. Während dieser Zeit tourte er mit dem Lost Quintet, bestehend aus ihm, Shorter, Corea, Holland und DeJohnette, ab Anfang 1970 mit dem Percussionisten Airto Moreira ergänzt. Ab ca. Mitte desselben Jahres erweiterte Keith Jarrett die Gruppe, dessen energiegeladenes Keyboardspiel die einzelnen, ohne Unterbrechung gespielten Sets zu teilweise wilden und spannungsreichen Höhepunkten trieb. Keith Jarrett selbst sagte in dem Interview auf der DVD Another Kind of Blue, dass er eigentlich keinen wirklich musikalischen Beitrag zu dieser Band gegeben hätte, aber vielleicht so etwas wie Energie. Die Gruppe spielte Medleys aus den letzten beiden Alben, den Platten des zweiten Quintetts, aber hin und wieder auch alte Standards, wie zum Beispiel Ray Charles’ What I say.

Fusion: Die Entwicklung der Jahre 1970–1975

Mit seiner neuen Richtung zog Davis ein großes Publikum aus dem Bereich der Rockmusik an, während er einige alte Fans abschreckte. Davis trat im Vorprogramm von Rockbands wie der Steve Miller Band und Santana auf. Carlos Santana war sich Davis’ musikalischer Bedeutung durchaus bewusst und sagte, dass eigentlich er im Vorprogramm von Davis hätte spielen sollen und nicht umgekehrt. Davis trat 1970 auch mehrfach in Bill Grahams Fillmore East und Fillmore West auf, beides große Foren der damaligen Rockmusik, und nicht zuletzt auf dem Isle of Wight Festival, einem in seiner musikgeschichtlichen Bedeutung kaum zu überschätzenden Auftritt. Der Weggang von Chick Corea Ende 1970 fokussiert und konzentriert die Musik einerseits stärker auf Rock und Funk, andererseits nahm er ihr auch viel von den Free-Jazz-Elementen und der komplexen Rhythmik, was Miles Davis zu dieser Zeit durchaus bedauerte, denn er versuchte vergeblich Chick Corea in der Band zu halten. Auch Dave Holland verließ die Band, um mit Chick Corea das vielbeachtete Free-Jazz-Trio Circle zu gründen.

Seinen Platz übernahm der junge Stevie Wonder-Bassist Michael Henderson, den Miles Davis Stevie Wonder mit den Worten: „I’ll take your fuckin’ bass player“, abgeworben haben soll. Diese Wahl veränderte die Musik Miles Davis’ entscheidend. Das virtuose, funk-orientierte, rhythmussichere und nicht mehr jazzorientierte Spiel dieses Bassisten gab Miles Davis die Basis, um sein Trompetenspiel radikal zu verändern. Ende des Jahres begann Miles Davis die Trompete mit Wah-Wah-Pedal zu spielen, vermutlich das erste Mal am 17. Dezember 1970 bei dem Cellar-Door-Auftritt, nachdem der Auftritt vom 16. Dezember noch unplugged über die Bühne ging. Seine Mitmusiker berichteten, dass die elektrisch verstärkte Trompete bereits bei mehreren Auftritten bereitlag, aber nicht zum Einsatz kam. Ab dem 18. Dezember war Miles Davis für die nächsten knapp 5 Jahre nicht mehr unplugged zu hören. Die Cellar-Door-Auftritte leiteten das überaus produktive Tourneejahr 1971 ein, auf welchem Miles Davis’ Musik auf den großen Jazzfestivals in Europa und Japan als das Hauptereignis gefeiert wurde. Joachim Ernst Berendt, damals Leiter der Berliner Jazztage, bezeichnete Davis’ Auftritt in seiner Ansage vor dem Auftritt als den bedeutendsten des ganzen Festivals. Die Zeit der Clubauftritte war vorbei, die Miles Davis Band füllte die großen Konzertsäle dieser Welt. Die Konzerte bestehen nun aus einem einzigen meist knapp zweistündigen ohne Pause gespielten Medley, Miles Davis begann die Aufstellung der Band zu verändern, strebte eine mehr kreisförmige Gruppierung der Musiker an und spielte häufig halb abgewandt, mit dem Rücken zum Publikum oder tief gebeugt über dem Wah-Wah-Pedal, was schließlich zu seinem kontrovers diskutierten Markenzeichen wurde.

1972 musste sich Davis einer Gallensteinoperation unterziehen. Das ganze Jahr über hatte er gesundheitliche Schwierigkeiten. Mit dem Album On the Corner versuchte Davis bewusst, das schwarze Massenpublikum zu erreichen. Die Keyboard-Flächen von In a Silent Way und Bitches Brew wichen harten, fast abstrakten Funk-Rhythmen und einem dichten Perkussionsgeflecht. Der Erfolg war jedoch mäßig, die meisten Kritiker verrissen das musikalisch radikale Album in scharfer Form. Erst Jahrzehnte später wurde On the Corner als ein Album anerkannt, das seiner Zeit weit voraus war und bei seiner ursprünglichen Veröffentlichung nicht verstanden wurde. So ging es 1998 in die Auswahl The Wire’s “100 Records That Set the World on Fire (While No One Was Listening)” ein.

Im Oktober hatte Davis einen Autounfall, bei dem er sich beide Knöchel brach. Im Jahr darauf (1973) trennte sich seine Lebensgefährtin Jackie Battle von ihm. Zudem nahm er immer mehr Kokain gegen seine Schmerzen. Auf seinen Konzerten spielte er mittlerweile immer öfter Orgel. Seine Popularität sank wieder. Trotz gesundheitlicher Probleme spielte er weiter zahllose Konzerte und Tourneen. Während der Japan-Tournee im Januar und Februar 1975 nahm er, um die Tour durchstehen zu können, täglich acht Schmerztabletten. Pangaea und Agharta, zwei am 1. Februar 1975 bei dieser Tournee aufgenommene Live-Alben, gelten heute noch als die wichtigsten Live-Alben des Electric Jazz. Die Band, bestehend aus Al Foster (Schlagzeug), Mtume (Percussion), Michael Henderson (Bass), Pete Cosey (Gitarre, Synthesizer, „water drum“), Reggie Lucas (Gitarre) Sonny Fortune (Altsaxophon) Miles Davis (Trompete und Orgel) zeigte sich geschlossen und avantgardistisch. Die auf den Alben aufgedruckte Empfehlung „We suggest that you play these records at the highest possible volume to fully appreciate the sound of Miles Davis“, konnte jeder, der die Band zwischen 1973 und 1975 sah, live erleben. Mit riesigen in Black-Power-Farben gehaltenen Lautsprechertürmen entfachten Miles Davis, konsequent hinter dunklen Sonnenbrillen versteckt und mit dem Rücken zum Publikum spielend, und seine Musiker ein ohrenbetäubend dichtes Geflecht von improvisiertem, nur an wenig thematischem Material sich entwickelndem Funk-Jazz-Rock, der damals auch die letzten Jazzfans vertrieb.

Nach einem Konzert in St. Louis an Ostern musste Miles Davis wegen blutender Magengeschwüre ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kurz darauf wurden ihm auch 18 Polypen im Kehlkopf entfernt. Am 5. September spielte er im Central Park in New York. Es sollte bis 1981 sein letztes Konzert sein. Weitere geplante Konzerte mussten aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Im Dezember wurde er wieder an der Hüfte operiert. Auch künstlerisch fühlte sich Miles Davis ausgelaugt.

Der Rückzug 1975–1981

Von 1975 bis Anfang 1980 nahm Davis sein Instrument nicht in die Hand. Er nahm große Mengen an Alkohol, Analgetika, Heroin und Kokain zu sich und rauchte viel. Anfang 1978 entstanden mit Gitarrist Larry Coryell Aufnahmen, die allerdings nicht veröffentlicht wurden. Davis spielt darauf nur Keyboard. Columbia veröffentlichte in dieser Zeit Archivaufnahmen, um die Zeit zu überbrücken und Geld zu erwirtschaften, denn Miles Davis hatte, wie sonst nur noch Vladimir Horowitz, einen lebenslangen Vertrag bei der CBS, aus dem ihm regelmäßige Bezüge zustanden.

Rückblickend betrachtet vollzog sich die Entwicklung der Musik von Miles Davis zwischen 1968/69 und 1974/75 mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit und Konsequenz. Miles Davis hatte kein Jazzkonzept mehr, sondern ein eigenes Konzept, welches Jazz, klassischer Musik, Blues/Soul/Funk und eben der neuen Rockmusik gleichermaßen offen gegenüberstand. Während sich Miles Davis 1975 zurückzog, wurde der Fusion Jazz von seinen Weggefährten und anderen weiterentwickelt und fand Einzug in den kommerziellen Mainstream. Führende Vertreter dieser Musik, wie zum Beispiel Keith Jarrett, Herbie Hancock, Chick Corea, John McLaughlin (mit seinem Mahavishnu Orchestra), Wayne Shorter und Joe Zawinul (zusammen in der Formation Weather Report), hatten vorher mit Miles Davis gespielt.

Die letzte Dekade (1981–1991)

Mit der Rückkehr von Cicely Tyson in sein Leben begann Miles Davis seinen Drogenkonsum zu reduzieren. Im April fing er auch damit an, mit jungen Chicagoer Musikern (Robert Irving III, Darryl Jones, Vincent Wilburn) zu proben. Im Mai entstanden die ersten Aufnahmen zu The Man with the Horn, seinem Comeback-Album, das 1981 erschien. Davis verzichtete weitestgehend auf Effektgeräte und spielte seine Trompete wieder auf traditionellere Weise. Die Band dagegen war mehr am Pop orientiert. Mit Mike Stern, Marcus Miller (Bass) und Bill Evans (Saxophon) und anderen begann er wieder zu touren. Seine Mitmusiker bekamen recht schlechte Kritiken, insgesamt hielt sich die Begeisterung über Miles Davis’ neue Musik in Grenzen. Am 27. November 1981 heiratete er Cicely Tyson.

Im Februar 1982 hatte er einen Schlaganfall und für einige Wochen war seine rechte Hand gelähmt. Er behandelte sie mit chinesischen Kräutern und Physiotherapie. Im April ging er schon wieder auf Europatournee.

Das 1982 erschienene Live Album We Want Miles, aufgenommen 1981, bekam sehr gute Kritiken und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. 1983 war er durch eine erneute Hüftoperation und eine Lungenentzündung wieder für Monate außer Gefecht gesetzt. 1984 kehrte er auf die Bühne zurück. Mittlerweile war der Gitarrist John Scofield zu seiner Band gestoßen, der an der Produktion von Star People (1983) und Decoy (1984) stark beteiligt war. Davis experimentierte bei diesen Alben mit Soul-Musik und Elektronik. Zu dieser Zeit spielte auch Darryl Jones in seiner Band, der später bei den Rolling Stones Bill Wyman ersetzen sollte.

1985 nahm er dann You’re Under Arrest auf, bei dem er wieder den Stil veränderte. Er spielte Interpretationen von zwei Popsongs, Cyndi Laupers Time After Time und Michael Jacksons Human Nature. Dafür bekam er viel negative Kritik in der Jazzpresse, obwohl der Rest der Platte durchaus gelobt wurde. Davis merkte dazu nur an, dass viele akzeptierte Jazz-Standards einfach nur Popsongs aus Broadwaystücken seien. You’re Under Arrest sollte auch Davis’ letztes Album für Columbia sein. Da er über das demonstrative Engagement für den jungen Trompetenstar Wynton Marsalis, der Miles Davis für seine ständigen musikalischen Experimente und neuen Wege kritisiert hatte, und das gleichzeitige Desinteresse an Davis’ Aufnahmen verärgert war, wechselte er zu Warner Bros.

Ebenfalls 1985 spielte er in einer Folge von Miami Vice den Drogendealer und Zuhälter Ivory Jones. Einen weiteren Auftritt als Schauspieler hatte er in der australischen Produktion Dingo von 1990, die ein Jahr später in den Kinos erschien. Dazu steuerte er mit Michel Legrand auch den Soundtrack bei. Ebenfalls 1990 arbeitete er am Soundtrack zu The Hot Spot mit, einem Film von Dennis Hopper mit Don Johnson in der Hauptrolle. Dieser Soundtrack war stark von John Lee Hookers Bluesgitarre und dessen Musikstil geprägt. Miles Davis fügte sich aber nahtlos in das musikalische Konzept ein.

Auf dem ersten Album für Warner Brothers, Tutu (1986), waren zum ersten Mal auf einem Davis-Album programmierte Synthesizer, Samples und Drumloops zu hören. Mit dem Album gewann er 1987 nach Bitches Brew und We Want Miles seinen dritten Grammy. Zusammen mit der Band Toto spielte er auf dem ebenfalls 1986 erschienenen Fahrenheit-Album das Stück Don’t Stop Me Now ein, welches er daraufhin auch gerne live spielte.  1988 spielte er in New York zusammen mit Zucchero eine neue Version dessen Liedes „Dune Mosse“ ein, das aber erst 2004 auf Zuccheros Album „Zu & Co.“ erschienen ist. Ebenfalls 1988 ließ er sich von Cicely Tyson wieder scheiden. Im gleichen Jahr wurde er in den Malteserorden aufgenommen.

1989 erschien dann seine Autobiografie, die er zusammen mit Quincy Troupe geschrieben hatte. Darin gibt er Auskünfte über sein Schaffen und seine Einflüsse.

Im Januar und Februar 1991 ging er dann mit dem Hip-Hop-Produzenten Easy Mo Bee ins Studio, doch vor seinem Tod wurden nur sechs Tracks zumindest provisorisch fertig. Die restlichen Stücke für das posthum veröffentlichte Album Doo-Bop mischte Easy Mo Bee aus Trompetenlinien unveröffentlichter Studiosessions aus den 80ern zusammen. Damit war Davis auch in seinem letzten Lebensjahr an der aktuellen Entwicklung der Jazzmusik beteiligt.

Am 25. August spielte Miles Davis in Hollywood sein letztes Konzert. Das Stück Hannibal von diesem Konzert ist auf dem 1996 erschienenen Album Live Around The World zu hören.

Anfang September 1991 ließ sich Davis im St. John’s Hospital and Health Care Center in Santa Monica untersuchen. Bei einem Streit mit einem Arzt erlitt er einen schweren Schlaganfall und fiel daraufhin ins Koma. Am 28. September beschloss seine Familie, die künstliche Lebensverlängerung zu beenden. Gerüchte über eine AIDS-Erkrankung wollen bis heute nicht verstummen, sind aber nie verifiziert worden. Miles Davis wurde auf dem Woodlawn Cemetery in der Bronx in New York beerdigt.

Musik und Politik

Nicht zu unterschätzen ist Miles Davis’ politische Rolle im US-amerikanischen Musikbusiness. Sein lange in New York lebender und arbeitender italienischer Trompeterkollege Enrico Rava meinte dazu in einem Interview mit Ekkehard Jost: „Revolutionär war das Verhalten von Miles als schwarzer Musiker. Ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast. Aber auf allen George Wein-Tourneen reisten die schwarzen Musiker in der zweiten Klasse, während Stan Getz und Dave Brubeck in der ersten Klasse unterwegs waren. Und alles lief in diesem Stil. Und Miles war der erste, der wirklich dagegen anging … Ich meine, was Miles machte, … das war wirklich wichtig und hatte wirklich eine große soziale Bedeutung. 

Miles Davis als Maler

In den letzten Jahren, als er von Krankheit gezeichnet nicht mehr Trompete spielen konnte, widmete sich Miles Davis mehr und mehr der Malerei. In der expressionistischen Malerei fand er das Medium, seine musikalisch brachliegende Kreativität einzubringen.

Zunächst zeichnete er skizzenhafte kleine Strichzeichnungen und primitive Figuren, um dann später mit kräftigen Farben und surrealen Motiven zu experimentieren. Die Arbeiten der Mailänder Memphis Group hatte starken Einfluss auf ihn. Später wurden seine Kunstwerke stark von Farben und Motiven der afrikanischen Volksmalerei inspiriert. Er malte auch zahlreiche, leicht verfremdete Selbstportraits.

Viele seiner Zeichnungen und Bilder finden sich in den späten Jahren auf Plattencovern von Miles Davis. Im Gegensatz zu seiner umfassenden Musikerausbildung arbeitete er bei der Malerei als Autodidakt.

Rolling Stones

Rolling Stones

1961–1967

Ende 1961 trafen sich Mick Jagger und Keith Richards auf dem Bahnsteig in Dartford in der Grafschaft Kent. Jagger war auf dem Weg zur London School of Economics und wartete auf den Zug nach London. Richards wollte ebenfalls nach London, zum Sidcup Art College. Die beiden kannten sich aus früheren Schuljahren. Jagger trug Schallplatten vonChuck Berry und Muddy Waters unter dem Arm und sie stellten fest, dass sie die Begeisterung für diese Künstler teilten. Sie verabredeten sich, um Musik zu hören und Rock ’n’ Roll und Blues zu spielen.

Rolling Stones '60

Mit ihrer ersten gemeinsamen Band übten sie in den Hinterzimmern der elterlichen Wohnungen und nannten sich „Little Boy Blue and the Blue Boys“. Einer der Blue Boys war Dick Taylor, der später Mitbegründer der Band The Pretty Things war.

Im März 1962 besuchten Mick Jagger und Keith Richards erstmals einen Jazzclub inEaling, in dem der Bluesmusiker Alexis Korner mit seiner Band Blues Incorporatedauftrat. Am 7. April 1962 jammten sie auf der Bühne des Jazz-Clubs in Ealing mit Alexis Korner. Über Korner lernten sie den aus Cheltenham stammenden Gitarristen Brian Joneskennen, der sich damals Elmo Lewis nannte.

Brian Jones fiel als Gitarrist besonders durch seine Bottleneck-Technik auf. Im Juni 1962 bemühte er sich intensiv darum, zusammen mit dem Pianisten Ian Stewart eine eigene Band zu gründen. Er sprach mit Mick Jagger, der Interesse bekundete, in die Band einzusteigen, sofern seine Freunde aus Dartford Keith Richards und Dick Taylor auch dabei wären. Dagegen gab es keine Einwände, so dass sie sich daran machten, ein Repertoire von R&B-Songs einzuüben.

Folgt man den Ausführungen des ehemaligen Rolling-Stones-Bassisten Bill Wyman, so hatte Brian Jones sich beim Bandnamen Rolling Stones von der Zeile “I’m a rollin’ stone” im Muddy-Waters-Blues Mannish Boy aus dem Jahr 1956 inspirieren lassen. Keith Richards dagegen führt die Wahl des Namens auf das ebenfalls von Muddy Waters aufgenommene Stück Rollin’ Stone zurück. Die in den beiden Liedern verwendete Allegorie wiederum lässt sich auf das englische Sprichwort “A rolling stone gathers no moss.” beziehen.

Alexis Korners Blues Incorporated spielten inzwischen zweimal wöchentlich im Londoner Marquee Club. Aufgrund eines Aufnahmetermins bei der BBC mussten sie einen für Donnerstag, den 12. Juli 1962 vereinbarten Auftritt absagen. Als Ersatz vermittelte Alexis Korner die Band um Brian Jones. In der Besetzung Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Dick Taylor, Ian Stewart und Tony Chapman kamen die Rolling Stones deshalb an diesem Abend zu ihrem ersten Auftritt im Marquee Club.

Dick Taylor verließ Ende 1962 die Rolling Stones und wurde durch den Bassisten Bill Wyman ersetzt. Auch der Schlagzeuger Tony Chapman schied aus. Im Januar 1963 nahm Charlie Watts, den Jones, Jagger und Richards bereits als Mitglied von Alexis Korners Blues Incorporated kannten, die Stelle des Schlagzeugers bei den Rolling Stones ein. Den ersten Auftritt in dieser Formation hatten die Stones am 14. Januar 1963 im Flamingo Jazz Club in Soho. Inzwischen nannten sie sich The Rolling Stones.

Der erste Manager der Stones, Giorgio Gomelsky, ließ die Gruppe in seinem Crawdaddy Club auftreten, der für die nächsten acht Monate zu ihrer Basis wurde. Andrew Loog Oldham, der ehemalige Pressesprecher der Beatles, verschaffte der Band einen Schallplattenvertrag beiDecca und wurde ihr neuer Manager. Noch vor der Veröffentlichung der ersten Single Come On, einer Komposition von Chuck Berry, am 7. Juni 1963, sorgte Oldham dafür, dass Ian Stewart nicht länger Mitglied der Band blieb. Als Pianist und Roadie blieb Ian Stewart den Stones aber bis zu seinem Tod im Jahr 1985 erhalten. Andrew Loog Oldham wollte die Stones als „böse“ Version der Beatles aufbauen und stilisierte sie anfangs als „Droogs“, jugendliche Kriminelle aus Anthony Burgess’ Roman A Clockwork Orange.

Nach einem Treffen mit John Lennon und Paul McCartney, die zu einem Stones-Auftritt im Crawdaddy Club in Richmond kamen, überließen diese den Stones ihre Komposition I Wanna Be Your Man. Dieses Stück erschien am 1. November 1963 als zweite Single der Rolling Stones. Am 17. Januar 1964 wurde die EP The Rolling Stones veröffentlicht.

Not Fade Away, eine Komposition von Norman Petty und Buddy Holly, war die nächste Single. Sie wurde am 21. Februar 1964 in Großbritannien herausgebracht. Not Fade Away war auch die erste Veröffentlichung (9. März 1964) der Stones in den USA.

Die erste Langspielplatte The Rolling Stones wurde am 16. April 1964 herausgegeben. In den USA erschien die LP unter dem Titel England’s Newest Hitmakers am 30. Mai 1964.

Vom 6. bis 20. Juni 1964 absolvierten die Stones ihre erste USA-Tournee und nahmen auch erstmals Songs in den Chess-Studios in Chicago auf. Zum Tourneestart wurde in den USA die Eigenkomposition Tell Me als Single veröffentlicht. Jagger und Richards benutzten als Autoren dafür erstmals die Pseudonyme Nanker Phelge.

Mit der am 26. Juni 1964 veröffentlichten Single It’s All Over Now gelangten die Stones erstmals in Großbritannien an die Spitze der Hitparade. Eine weitere EP erschien am 14. August 1964 unter dem Titel Five by Five mit folgenden Stücken: If You Need MeEmpty Heart,Confessin the Blues2120 South Michigan Avenue (benannt nach der Adresse von Chess Records in Chicago) und Around and Around. In Großbritannien gab es für diese EP 200.000 Vorbestellungen.

Zu Beginn ihrer Karriere konzentrierten Mick Jagger und Keith Richards ihre musikalische Tätigkeit hauptsächlich auf Bühnen-Auftritte, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. So bedienten sich die Rolling Stones vornehmlich aus dem Repertoire US-amerikanischer Bluesmusiker wie Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Willie Dixon, Robert Johnson, John Lee Hooker und Chuck Berry. Aus Gründen der Vermarktung wurden Jagger und Richards von Oldham angehalten, vermehrt eigene Lieder zu verfassen. Anfangs komponierten Jagger und Richards fast ausschließlich Balladen wie As Tears Go By, das, von Marianne Faithfull gesungen, Mitte 1964 zu einem Top-10-Hit in Großbritannien wurde. Dieses Stück wurde 1965 unter dem Titel Con le mie lacrime von den Stones auch auf italienisch eingespielt und in Italien veröffentlicht.

Die nächste Single, das Bluesstück Little Red Rooster, war eine Coverversion und stammte im Original von Willie Dixon. Es ist geprägt durch das Spiel von Brian Jones auf der Slide-Gitarre und Mick Jaggers Mundharmonika.

Ihr erstes selbstverfasstes Lied, das in England die Hitparade anführte, war die am 26. Februar 1965 veröffentlichte Single The Last Time, die sich allerdings nahe an den Gospel This May Be the Last Time anlehnt, der zuerst 1954 von The Staple Singers aufgenommen wurde und später (1957) ein großer Hit der Blind Boys of Alabama war. Es folgte (I Can’t Get No) Satisfaction. Damit schafften die Stones den weltweiten Durchbruch (Platz 1 in Großbritannien und den USA). Im gleichen Jahr erreichte mit Get Off Of My Cloud (22. Oktober 1965) ein weiteres Stück den ersten Platz in den britischen und den US-Charts.

Im Olympia, Paris, gab die Band am 17. April 1965 ein Konzert, weitere Konzerte am 29. März 1966 und am 11. April 1967. Am 11. September 1965 starteten die Rolling Stones ihre erste Österreich-Deutschland-Tournee. Sie gastierten in Münster (11. September 1965, Halle Münsterland), Essen (12. September 1965, Gruga-Halle), Hamburg (13. September 1965, Ernst-Merck-Halle), München (14. September 1965, Circus Krone), Berlin (15. September 1965, Waldbühne) und Wien (17. September 1965, Wiener Stadthalle).

Galten die Rolling Stones gegenüber den Beatles vornehmlich als bessere Liveband (und umgekehrt als die schlechtere Studio-Band), so wurde ihnen inzwischen auch im Liedschreiben eine ähnliche Qualität wie den Liverpoolern attestiert. Das Album Aftermath aus dem Jahre 1966 enthielt ausschließlich eigene Kompositionen.

Die Singles des Jahres 1966 waren 19th Nervous Breakdown (veröffentlicht am 4. Februar 1966), Paint It, Black (veröffentlicht am 7. Mai 1966) und Have You Seen Your Mother, Baby, Standing in the Shadow? (veröffentlicht am 23. September 1966). 1966 erhielt die Band den Silbernen Bravo Otto der deutschen Jugendzeitschrift BRAVO.

Die Rolling Stones waren seit 1963 durchgehend auf Konzertreisen, verbrachten nebenher viele Tage und noch viel mehr Nächte in Tonstudios und waren Ende des Jahres 1966 ziemlich ausgebrannt; insbesondere dem gesundheitlich angeschlagenen Brian Jones fiel es schwer, den Weg in dem vorgelegten Tempo mitzugehen.

Am 13. Januar 1967 wurde Let’s Spend the Night Together mit der Rückseite Ruby Tuesday herausgebracht. Das am 20. Januar 1967 veröffentlichte Album Between the Buttons erreichte in Großbritannien Platz 3 und in den USA Platz 2 der Charts. Die europäische Fassung enthielt die beiden Stücke nicht, stattdessen jedoch Backstreet Girl und Please Go Home. Als die Stones 1967 einen Auftritt in der „Ed Sullivan Show“ hatten, mussten sie aus Rücksichtnahme auf die moralische Haltung der US-Amerikaner den Text der Single in „Let’s spend some time together“ ändern.

Ernsthaftere Probleme sollte es im Laufe des Jahres noch geben. In Keith Richards’ Landhaus Redlands in Sussex fand am Wochenende 11./12. Februar 1967 eine Party statt, an der u. a. der Fotograf Michael Cooper, der Kunsthändler Robert Fraser, George Harrison und Pattie Boyd sowie Mick Jagger und Marianne Faithfull teilnahmen. Nachdem George Harrison und Pattie Boyd die Party verlassen hatten, fand eine Razzia statt. Bei Jagger fand man in England verbotene Amphetamine, welche ein Arzt während eines Aufenthaltes in Italien seiner Freundin Marianne Faithfull verschrieben hatte. Richards wurde wegen Duldung des Konsums von Rauschmitteln in seinem Haus angeklagt. Beiden drohten mehrjährige Haftstrafen. Aufgrund eines vom Chefredakteur der Times verfassten Zeitungsartikels („Who breaks a butterfly on a wheel?“) schlug die Meinung um, so dass lediglich Geldstrafen ausgesprochen wurden. Mick Jagger verbrachte zu Beginn der Ermittlungen eine Nacht im Gefängnis. Die Rockband The Who zeigte sich solidarisch, indem sie die Stones-Songs The Last Time und Under My Thumbaufnahm und als Single veröffentlichte. Im Mai 1967 wurde Brian Jones verhaftet; bei ihm fand die Polizei Tabletten, Marihuana und Kokain-Spuren. Mit der Auflage, sich in professionelle Hilfe zu begeben, wurde er gegen eine Kaution freigelassen.

Zwischen den Verhaftungen und Gerichtsverhandlungen gingen die Stones auf eine weitere Europa-Tournee (25. März bis 17. April 1967), in deren Verlauf sie zum zweiten Mal in Deutschland auftraten: am 29. März 1967 in Bremen (Stadthalle), am 30. März 1967 in Köln (Sporthalle), am 31. März 1967 in Dortmund (Westfalenhalle) und am 1. April 1967 in Hamburg (Ernst-Merck-Halle).

Stücke, die auf den USA-Veröffentlichungen von Aftermath und Between the Buttons nicht enthalten waren, drei neue Lieder (My GirlRide on Baby und Sittin’ on a Fence) sowie einige Singles befanden sich auf dem Album Flowers, das am 15. Juli 1967 herausgegeben wurde.

Am 20. August 1967 veröffentlichten die Stones We Love You. Der Song beginnt mit Schritten und dem Zuknallen einer Zellentür sowie einem Piano-Intro von Nicky Hopkins. John Lennon und Paul McCartney sind im Backgroundchor zu hören. Offiziell wurde verkündet, dass es sich bei dem Song um einen Dank der Stones an ihre Fans handelte. Wahrscheinlich verhöhnten sie mit We Love You jedoch wohl eher die einschlägige Boulevardpresse, welche sich an den Razzien und Verhaftungen ergötzte.

Beeinflusst von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band der Beatles und dem Zeitgeist folgend nahmen die Stones ein psychedelischgeprägtes Album auf: Their Satanic Majesties Request (8. Dezember 1967).

1968–1971 [Bearbeiten]

Die Zunge, das Logo der Rolling Stones. Design: John Pasche, 1971

Jumpin’ Jack Flash, erschienen am 24. Mai 1968, wurde ein weiterer Hit für die Stones. Ende 1968 wurde Beggars Banquet veröffentlicht. Die LP enthält Country Blues, Rhythm and Blues und Rock.

Am 11. Dezember 1968 fand in London der „Rolling Stones Rock and Roll Circus“ statt. Es handelte sich dabei um eine Show, die für das Fernsehen aufgezeichnet wurde. Zum R&R-Circus luden die Stones unter anderem John Lennon, Eric Clapton, The Who, Jethro Tull und Taj Mahal ein. Die Show wurde durch Feuerschlucker und Artisten ergänzt. Die Rolling Stones entschieden sich gegen die Ausstrahlung der Sendung, da sie mit ihrem eigenen Auftritt nicht zufrieden waren. Erst 1995 wurde das Projekt auf CD und DVD veröffentlicht.

Aufgrund der persönlichen Probleme von Jagger, Richards und insbesondere Brian Jones, der infolge seines starken Drogenkonsums schon länger körperlich in keiner guten Verfassung mehr war, hatten die Stones bereits seit mehr als zwei Jahren kein Konzert mehr gegeben. Der vorbestrafte Jones verließ die Band am 8. Juni 1969 auf Drängen von Jagger und Richards. Er plante, eine neue Band zu gründen, doch dazu kam es nicht mehr: Am 3. Juli 1969 ertrank er unter bis heute ungeklärten Umständen in seinem Pool. In Spielfilm „Stoned“ von Stephen Woolley aus dem Jahr 2005 wird behauptet, dass der Bauunternehmer Frank Thorogood auf seinem Sterbebett 1993 zugegeben habe, Brian Jones ertränkt zu haben. Das zwei Tage später zur Einführung des neuen Gitarristen Mick Taylor – er kam von John MayallsBluesbreakers – geplante Free Concert im Londoner Hyde Park wurde zur Gedenkveranstaltung für Brian Jones. Vor etwa 250.000 Menschen trug Jagger im Gedenken an Brian Jones ein Gedicht von Percy Bysshe Shelley vor, ließ hunderte von Schmetterlingen in die Nachmittagssonne aufsteigen und sang zum ersten Mal live den neuen Nummer-eins-Hit der Stones: Honky Tonk Women.

Im November 1969 wurde Let It Bleed als Nachfolgealbum von Beggars Banquet veröffentlicht. Im selben Monat begann nach zweieinhalbjähriger Bühnenabstinenz eine erfolgreiche US-Tournee. Das Album Get Yer Ya-Ya’s Out beinhaltet Liveaufnahmen dieser Tournee aus New York. Die Eindrücke dieser Tournee wurden durch die Ereignisse auf dem nordkalifornischen Altamont Free Concert vom 6. Dezember 1969 getrübt. Bei diesem kurzfristig umorganisierten Konzert, zu dem etwa 300 000 Menschen kamen und an dem auch Jefferson Airplane, Santana, Crosby, Stills, Nash & Young und die Flying Burrito Brothers teilnahmen, starben vier Menschen. Der 18-jährige Meredith Hunter wurde durch einen der als Ordner angeheuerten Hells Angels direkt vor der Bühne, angeblich in Notwehr, erstochen. Er soll mit einer Pistole in Richtung der Bühne gezielt haben. Dieser Vorfall wird im Rückblick als ein Wendepunkt in der Geschichte der überwiegend friedvollen Love-and-Peace-Generation betrachtet. Ein Film über die US-Tournee wurde durch Albert und David Maysles gedreht und kam unter dem Titel Gimme Shelter in die Kinos.

Anfang der 1970er lief der Plattenvertrag der Rolling Stones mit Decca Records aus. Außerdem trennte sich die Gruppe von Manager Allen Klein. Die Rechtsstreitigkeiten über die Vertragsauflösung mit ihm zogen sich in der Folge über viele Jahre hin. Tatsächlich waren die Rolling Stones in dieser Zeit finanziell schlecht gestellt, da Decca die Rechte an allen bis dahin veröffentlichten Stücken besitzt. Aufgrund der hohen Steuerbelastungen in England verlegten die Rolling Stones ihre Wohnsitze nach Südfrankreich und gründeten ihr eigenes Plattenlabel: Rolling Stones Records – mit der inzwischen weltbekannten roten Zunge als Markenzeichen, die entgegen landläufiger Meinung nicht von Andy Warhol, sondern von John Pasche entworfen wurde. Die Stones-Zunge wurde zum ersten Mal 1971 auf der Innenhülle des Albums Sticky Fingers veröffentlicht. Durch das eigene Plattenlabel wurde eine größere Unabhängigkeit von den großen Plattenfirmen erreicht, und die Rechte aller folgenden Veröffentlichungen lagen bei der Band selbst, wodurch sich die finanzielle Lage der fünf Musiker, vor allem aber der zwei Songschreiber Jagger und Richards, schnell verbesserte.

Im April 1971 erschien das von Kritikern gelobte Album Sticky Fingers. Für neue Impulse sorgte der mittlerweile fest in die Band integrierte Mick Taylor.

Im Keller der von Keith Richards gemieteten Villa Nellcôte im südfranzösischen Villefranche-sur-Mer begannen wenig später die Aufnahmen zum Doppelalbum Exile on Main St., das im folgenden Jahr in Los Angeles fertig gestellt und veröffentlicht wurde.

1972–1983

Mick Jagger und Keith Richards, Winterland Palace in San Francisco, 1972

Die Tourneen der Jahre 1972 (USA) und 1973 (Europa) knüpften an den Erfolg des Doppelalbums an. Auf der US-Tournee 1972 wurde in den texanischen Städten Fort Worth und Houston der KonzertfilmLadies and Gentlemen, the Rolling Stones gedreht. Ein anderer Film, Cocksucker Blues, wurde nicht veröffentlicht, da er das Tourneeleben ungeschminkt mit Sex- und Drogenszenen zeigt und deshalb für ein breites Publikum ungeeignet erschien.

Mick Taylor, San Francisco 1972

Am 18. Januar 1973 gaben die Stones im Forum in Inglewood (nahe Los Angeles) ein Benefizkonzert für die Opfer des Erdbebens 1972 in Nicaragua. Ein in Brüssel am 17. Oktober aufgenommenes Livealbum erschien offiziell erst im November 2011 unter dem Titel The Brussels Affair ’73. Zuvor kursierte es nur als weit verbreitete Raubpressung.

Zur Tournee war das Album Goats Head Soup erschienen. Das Folge-Album war It’s Only Rock ’n’ Roll (1974). Auf Black and Blue (1976) war erstmals Ron Wood von den Faces dabei.

Die Stones fielen seit Ende der sechziger Jahre als Band nicht nur durch ihre Musik auf, sondern auch durch ihre Skandale. Besonders Keith Richards machte durch seinen Drogenkonsum von sich reden. Er lebte damals in einer Beziehung mit dem Fotomodell Anita Pallenberg, die ebenfalls heroinabhängig war. 1977 wurde Richards in Toronto (Kanada) wegen Drogenbesitzes verhaftet. Im Zusammenhang mit dem anschließenden Prozess, bei dem ihm bis zu sieben Jahre Haft drohten, sagte er sich vom Heroin los. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt und gab 1979 aufgrund einer Auflage des Gerichts zugunsten einer Blindenstiftung, dem Canadian National Institute for the Blind (CNIB), ein Gratiskonzert in Oshawa mit der eigens dafür zusammengestellten Band New Barbarians und mit den Rolling Stones.

Auch in der Gruppe hatte es inzwischen Veränderungen gegeben: Im Dezember 1974 verließ Mick Taylor die Band. Nachfolger wurde, nachdem er die Stones zunächst als Gastgitarrist auf einer USA-Tournee unterstützt hatte, Ron Wood.

Ron Wood und Mick Jagger,Chicago 1975

Bill Wyman, Chicago 1975

1975 folgte eine weitere, aufwendig gestaltete Tournee. Das von Zuhörern als uninspiriert empfundene Auftreten der Rolling Stones nährte Gerüchte über eine Auflösung der Band.

Das letzte von fünf Konzerten im Forum in Inglewood bei Los Angeles, das am 13. Juli 1975 stattfand, wurde im April 2012 als Download-Album L.A Friday (Live 1975) veröffentlicht.

Ron Woods Integration verlief gut:

„Mit Mick (Taylor) waren die Fronten insoweit abgesteckt, als er für die Soli zuständig war und ich die Rhythmus-Gitarre spielte. Bei Ronnie ist das anders, wir können uns gegenseitig zuspielen.“

– Keith Richards

Es folgten die Alben Some Girls (1978), Emotional Rescue (1980), Tattoo You (1981) und Undercover(1983) mit anschließenden Tourneen. Die Konzerte fanden zumeist nur noch in Stadien statt.

1978 tourten die Stones vom 10. Juni bis zum 26. Juli durch die USA. Ein Konzert, das am 18. Juli im Will Rogers Memorial Center in Fort Worth (Texas) stattfand, wurde unter der Regie von Lynn Lenau Calmes filmisch festgehalten. Der Film erfuhr aber erst 2011 unter dem Titel Some Girls – Live In Texas ’78 seine Veröffentlichung im Kino sowie auf DVD und Blu-ray, letzteres auch zusammen mit dem gleichnamigen Livealbum beziehungsweise Soundtrack.

Vom 25. September bis zum 19. Dezember 1981 absolvierten die Rolling Stones die bis dato größte und erfolgreichste Tournee in der Musikbranche; über 2 Millionen Besucher bescherten den Stones einen Verdienst von etwa 50 Millionen Dollar. Das im Juni 1982 veröffentlichte Album Still Life enthält Aufnahmen dieser Tournee. Dokumentiert wurde das Konzertereignis auch für das Kino: Hal Ashby ließ Konzerte der Tournee filmen. Der Film erschien in Deutschland unter dem Titel Rocks Off; in den USA unter dem TitelLet’s Spend the Night Together. Enthalten sind Aufnahmen der Konzerte im Sun Devil Stadium bei Phoenix(Arizona) und in der Brandan Byrne Arena im Meadowlands Sports Complex in East Rutherford (New Jersey).

Ein an Keith Richards’ 38. Geburtstag am 18. Dezember 1981 aufgezeichnetes Konzert in Hampton(Virginia) gilt als eine der ersten Pay-per-View-Sendungen. Darin enthalten ist eine Szene, in der ein junger männlicher Konzertbesucher während des Songs (I Can’t Get No) Satisfaction über die Bühne rennt und sich dabei Mick Jagger und Keith Richards bis auf wenige Schritte nähert. Richards unterbricht sein Gitarrenspiel, um den Mann mittels eines Schlages mit der von ihm genutzten Fender Telecasteraufzuhalten. Die Gitarre trifft den Mann möglicherweise, jedoch in der Bildaufzeichnung nicht eindeutig erkennbar, am Oberkopf, als dieser, um dem Schlag auszuweichen, in die Hocke geht, während er versucht das Instrument abzuwehren. Nach einem kurzen Handgemenge setzt Richards das Konzert mit eben jener Telecaster fort und der flüchtende Mann wird vom Bühnen- oder Sicherheitspersonal eingeholt.[17] Keith Richards begründete sein Eingreifen später damit, dass er den Konzertbesucher in ihm unklarer Absicht auf Mick Jagger habe zusteuern sehen, weshalb er den Sänger vor einem möglichen körperlichen Angriff habe schützen wollen.[18] Im Februar 2012 erschien das Konzert unter dem TitelHampton Coliseum (Live 1981) als Download-Musikalbum.

Im Sommer 1982 gab es erstmals seit 1976 auch wieder Auftritte der Band in Europa. Die Konzerte fanden nun auch in Europa erstmals, bis auf die Konzerte in Frankfurt am Main, ausschließlich in Fußballstadien statt. Die Tournee war äußerst erfolgreich (die Tickets für die 6 Konzerte in Deutschland waren binnen eines Tages verkauft, so dass zusätzliche Konzerte stattfanden) und stellte auch in Bezug auf die Zuschauerzahlen neue Bestmarken auf.

1983–1988

In den 1980ern kam es zu massiven Spannungen innerhalb der Band aufgrund von Differenzen zwischen Richards und Jagger, der partout nicht mit den Stones touren wollte (weder zur 1983 veröffentlichten LP Undercover noch anlässlich der 1986er Veröffentlichung Dirty Work), da er sich seiner Solo-Karriere widmen wollte. So veröffentlichte Jagger die Alben She’s the Boss (Februar 1985) und Primitive Cool(September 1987) und machte sich auch mit darauffolgenden Konzerten selbstständig, in deren Verlauf er allerdings hauptsächlich Stones-Stücke spielte, was Keith Richards entsprechend in Rage brachte. Das offensichtliche Vorhaben Jaggers, auch als Solo-Künstler zum Superstar zu werden, ließ sich nicht umsetzen.

Wohl auch aus Trotz begab sich Keith Richards ins Tonstudio, um mit einigen befreundeten Musikern (u. a. Steve Jordan und Ivan Neville) ein Album aufzunehmen. Talk is Cheap erschien am 3. Oktober 1988. Mit den X-Pensive Winos ging er auf eine Tournee durch elf Städte in den USA im November/Dezember 1988, wo er fast ausschließlich seine Solosongs spielte (Ausnahmen z. B. HappyBefore They Make Me Run).

Vor Veröffentlichung des Albums Dirty Work (März 1986) unterzeichneten die Stones bei CBS-Records einen neuen Vertrag, der ihnen 25 Millionen Dollar bescherte. Die meisten Songs auf Dirty Work klingen schroff und manches gewollt unfertig. Richards übernimmt zum ersten Mal auf einem Album bei zwei Liedern den Gesang (Sleep Tonight und Too Rude).
Zum Gedenken an den verstorbenen Ian Stewart ist am Ende der zweiten Seite eine 30 Sekunden lange Aufnahme zu hören, in der dieser sein typisches Boogie-Woogie-Klavier spielt. Die Single Harlem Shuffle erreichte in GB und den USA jeweils die Top Ten der Charts.

1989–2000

Im Januar 1989 trafen sich Mick Jagger und Keith Richards mit ein paar Gitarren und Keyboards zu einigen Drinks auf Barbados; sie beendeten ihre Zwistigkeiten und schrieben Songs für ein neues Album. Zur Aufnahme der Band – inklusive Mick Taylor, Ronnie Wood und Ian Stewart – in die Rock and Roll Hall of Fame am 18. Januar 1989 unterbrachen sie ihren Inselaufenthalt.

Die Stones nahmen im Juni und Juli das Album Steel Wheels (veröffentlicht am 29. August 1989) auf. Die vorab erschienene Single Mixed Emotions erreichte in GB und den USA jeweils die Top Ten der Charts. Am 31. August 1989 begannen die Stones nach sieben Jahren erstmals wieder eine Tournee. Unterstützt wurden sie von den Keyboardern Chuck Leavell und Matt Clifford, dem Saxofonisten Bobby Keys,Lisa Fischer, Cindi Mizelle und Bernhard Fowler als Backgroundsänger sowie den Uptown Horns. Die Veranstalter garantierten den Stones für die US-Tournee, die unter dem Titel Steel Wheels lief, eine Einnahme von 70 Millionen Dollar.

Die Europa-Tournee lief 1990 unter dem Titel Urban Jungle. Es fanden zwei Konzerte mit der Steel-Wheels-Bühne von der USA-Tournee inBerlin-Weißensee statt. Um die Bühne nach Europa zu schaffen, wurden zwei Boeing 747 benötigt. Die Stones präsentierten ihren Fans erstmals seit langer Zeit auch mehrere Songs aus den 1960er Jahren, wie zum Beispiel Paint It, BlackRuby Tuesday und 2000 Light Years from Home. Die Inszenierung der Konzerte mit Kulissenaufbauten, aufblasbaren Puppen, Videowänden und Lichteffekten erreichte neue Dimensionen und stand zumindest gleichwertig neben der Musik. Das im April 1991 veröffentlichte Livealbum Flashpoint beinhaltete Aufnahmen dieser Tournee sowie die zwei neuen Studioaufnahmen „Sex Drive“ und „Highwire“, in dem sie kritisch zum Golfkrieg Stellung bezogen, was die Liste der Songs erweiterte, die durch die BBC aus dem Radioprogramm verbannt wurden.

Nachdem der Vertrag mit CBS-Records endete, fanden die Stones in Virgin-Records 1991 (bei einer Gage von umgerechnet 38,1 Millionen Euro) einen neuen Vertriebspartner.

1993 verließ Bill Wyman die Band aus persönlichen Gründen. Auf den folgenden Platten und Tourneen spielte der Bassist Darryl Jones, der allerdings nicht als offizielles Bandmitglied gilt.

Die Stones setzten ihre Welttourneen fort, während derer sie in riesigen Stadien auftraten. Die Gigantomanie und der Perfektionismus dieser vollständig durchorganisierten Großtourneen erstickten nach Meinung von Kritikern allerdings jegliche Spontanität. Auch die überaus durchgreifende Vermarktung dieser Tourneen (z. B. Sponsoring durch Volkswagen oder American Express) stieß auf Kritik.

Love is strong kündigte als Single-Auskopplung am 4. Juli 1994 die neue LP sowie eine weitere Welttournee an. Voodoo Lounge erschien am 11. Juli 1994 und wurde zu einem der bestverkauften Alben der Stones; die Voodoo-Lounge-Tournee avancierte zur bis dahin erfolgreichsten Tournee der Musikgeschichte. Die Bühnenpräsentation setzte neue Maßstäbe: Der Mittelpunkt des Bühnenaufbaus war eine chromblitzende, dem Hals und Kopf einer Kobra nachempfundene, feuerspeiende Säule. Auf überdimensionalen Videowänden wurden nicht nur die Musiker gezeigt, sondern auch computeranimierte Darstellungen wie etwa der Ritt einer leichtbekleideten Frau auf einer „Stones-Zunge“. Zum SongHonky Tonk Women wurden alte Schwarzweißaufnahmen von Frauen gezeigt, die sich – für damalige Verhältnisse – recht frivol zur Schau stellten. Anfang 1995 erhielt die Band für Voodoo Lounge den neu geschaffenen Grammy Award for Best Rock Album.

Während der Voodoo-Lounge-Tournee gaben die Stones auch einige wenige Konzerte in Clubs, wie dem Paradiso in Amsterdam. Mitschnitte davon sowie auf akustischen Gitarren basierende neue Studio-Aufnahmen bekannter Stones-Songs beinhaltet das am 13. November 1995 veröffentlichte Album Stripped.

Am 22. September 1997 veröffentlichten die Stones Anybody seen my Baby vom Album Bridges to Babylon, das am 27. September 1997 erschien. Die Tournee begann am 23. September 1997 – wie gewohnt – in den USA und führte die Stones 1998 auch nach Europa, wobei sich der Tourneestart verzögerte, weil Keith Richards angeblich von einer Leiter in seiner Bibliothek gefallen war. Das Bühnenbild war geprägt von einem riesigen, kreisrunden Videoschirm sowie goldenen Büsten und Statuen. Zu Beginn der Show wurde eine donnernde Explosion simuliert, an deren Ende Keith Richards (mit Eidechsen-Sonnenbrille und Leopardenmantelimitat) seine markanten Riffs zu dem Eröffnungssong (I Can’t Get No) Satisfaction spielte.

Liveaufnahmen der Bridges-to-Babylon-Tournee wurden auf dem Album No Security am 2. November 1998 veröffentlicht. Erstmals folgte zu einem Livealbum eine Tournee: Vom 25. Januar bis zum 20. April 1999 fand die No-Security-Tournee durch Nordamerika statt.

Um die im Jahre 1998 ausgefallenen Konzerte (inklusive einiger Zusatzauftritte) nachzuholen, setzten die Stones vom 29. Mai bis 20. Juni 1999 die Bridges-to-Babylon-Tournee in Europa fort.

2000–2003

Zum 40-jährigen Bestehen begannen die Rolling Stones am 3. September 2002 in Boston die Forty-Licks-Tournee, die sie wiederum rund um die Welt führte. Am 30. September 2002 erschien die Doppel-CD Forty Licks. Auf dem Album sind erstmals Songs der Stones aus allen Perioden (also auch aus der Decca-Zeit) enthalten; es bietet so einen umfassenden Greatest-Hits-Überblick. Außerdem beinhaltet das Album vier neue Songs.

Zum ersten Mal seit den frühen 70er Jahren spielten die Rolling Stones auf der Forty-Licks-Tour nicht nur in Stadien, sondern auch in kleineren Hallen und ausgesuchten Clubs wie zum Beispiel im „Circus Krone“ in München. Ausschnitte aus diesen Konzerten sind auf der Box „Four Flicks“ enthalten, die am 3. November 2003 veröffentlicht wurde und auf drei DVDs je eine der unterschiedlichen Stadion-, Arena- und Theatershows enthält. Auf der vierten DVD ist die Vorbereitung der Tournee (einschließlich Proben der Band) dokumentiert, zudem sind einige Stationen der Tournee in Licks around the World enthalten.

Zwischen zwei Auftritten in Europa flogen die Stones Ende Juli 2003 nach Kanada, um an einem Open-Air-Konzert in Toronto, deren Erlöse zur Bekämpfung von der SARS-Epidemie verwendet wurden, teilzunehmen. Dokumentiert ist dies auf der DVD „SARStock“. An der Veranstaltung nahmen auch AC/DC und Justin Timberlake teil. Aufgrund der SARS-Epidemie fielen die im Frühjahr 2003 geplanten Konzerte in Hongkong aus; sie wurden am 7. und 9. November 2003 nachgeholt.

2004–2009 [Bearbeiten]

Bühne der „A Bigger Bang“-Tournee imTwickenham Rugby Ground, 2006

Mailand 2006, an der Bassgitarre Darryl Jones (ganz rechts)

Am 10. Mai 2005 kündigten die Stones anlässlich eines Minikonzerts vor Hunderten von Fans und Journalisten auf dem Platz vor der New Yorker Juilliard-Musikhochschule eine neue Welttournee an, die am 21. August 2005 in Boston startete.

Der Titel Oh No, Not You Again wurde beim Konzert am 10. Mai 2005 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zum Tourneestart wurde am 22. August 2005 die Single Streets of Love veröffentlicht. Am 5. September 2005 erschien mit A Bigger Bang ihr erstes Studioalbum seit Bridges to Babylon (1997). Die durch Amerika führende Tournee startete am 21. August 2005 in Boston.

Das größte Konzert der Stones fand am 18. Februar 2006 in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro statt. Rund 1,2 Millionen Zuschauer drängten sich am Strand des Stadtteils Copacabana vor einer monströsen Bühne. Der Besuch des Konzerts war kostenlos, die Stadt zahlte allerdings 750.000 Dollar für den Auftritt, der zudem durch Sponsorengelder finanziert wurde.

Im Rahmen der A-Bigger-Bang-Tournee traten die Stones am 8. April 2006 erstmals in Shanghai(Grand Stage) auf. Vor 8.000 Zuschauern verzichtete die Gruppe auf Bitten der chinesischen Regierung auf das Spielen von Songs mit sexuellem Inhalt (Honky Tonk WomenBrown Sugar,Let’s Spend the Night Together). Der Beginn der Bigger-Bang-Europa-Tournee verzögerte sich aufgrund einer Kopfverletzung von Keith Richards, welche sich dieser bei einem Sturz von einem Baum auf den Fidschi-Inseln zuzog. Am 11. Juli 2006 begann dann die Europa-Tournee in Mailand; sie endete am 6. September 2006 mit einem Konzert in Horsens (Dänemark). Bereits am 20. September 2006 gingen die Stones wieder auf eine Tournee durch Nordamerika.

Der letzte Teil ihrer seit 2005 laufenden A-Bigger-Bang-Tournee begann am 5. Juni 2007 in Belgien und endete am 26. August 2007 in London. Mit dieser Tournee erwirtschafteten sie mehr als eine halbe Milliarde Dollar.

Am 27. Juni 2007 erschien das vier DVDs umfassende Box-Set The Biggest Bang, u. a. mit Aufnahmen der Konzerte in Rio de Janeiro und Austin (Texas).

Neue Chartregeln von Media Control brachten Ende Juli 2007 nach 38 Jahren ihren Nummer-eins-Hit Paint It, Black zurück in die Single-Charts auf Platz 49. In den Top 100 wurden jetzt auch Titel berücksichtigt, die nur als Download, nicht als Maxi-CD erhältlich sind.

Laut Pressemeldungen zahlten die Rolling Stones in den letzten zwanzig Jahren auf Einkünfte von 450 Mio. US-Dollar lediglich 7,2 Mio. Dollar Steuern – eine Quote von rund 1,5 Prozent.

Der dokumentarische Konzertfilm Shine a Light über die Stones von Regisseur Martin Scorsese eröffnete am 7. Februar die Berlinale 2008 und wurde vom 4. April 2008 an in den Kinos gezeigt. Ebenfalls am 4. April erschien das gleichnamige Album als Soundtrack zum Film. Während der Vorbereitungen zu dem filmisch festgehaltenen Konzert am 29. Oktober 2006 zog sich Ahmet Ertegün, der Gründer des Plattenlabels Atlantic Records, bei einem Sturz eine Hirnblutung zu und verstarb nach längerem Koma am 14. Dezember 2006. Der Film wird ihm im Abspann gewidmet.

2010 bis heute

Am 14. Mai 2010 kam eine Neuauflage des 1972er Studioalbums Exile on Main St. als „Deluxe“-Ausgabe auf CD in den deutschen Handel. Das Album beinhaltet zehn zusätzliche, bis dahin offiziell unveröffentlichte Lieder und Alternativaufnahmen, für die Archivmaterial herangezogen und teilweise überarbeitet wurde. Plundered My Soul war bereits am 16. April als Vinyl-Single und als digitaler Download ausgekoppelt worden. Der Dokumentarfilm Stones in Exile von Stephen Kijak über die Produktionsphase des Albums 1971/72, bei dem Mick Jagger, Keith Richards und Charlie Watts als Executive Producers wirkten, wurde im Juni 2010 auf DVD veröffentlicht. Zuvor war er in einigen Ländern im Fernsehen ausgestrahlt sowie bei der Quinzaine des Réalisateurs im Rahmen der Filmfestspiele von Cannesgezeigt und dort von Mick Jagger und dem Regisseur vorgestellt worden.

Eine restaurierte und überarbeitete Fassung des Konzertfilms Ladies & Gentlemen: The Rolling Stones von Rollin Binzer aus dem Jahr 1974 lief im September 2010 weltweit in einmaligen Vorführungen in einigen ausgewählten Kinos, am 23. September auch an deutschen und österreichischen Standorten der UCI Kinowelt. Am 8. Oktober wurde der Film auf DVD und Blu-ray herausgegeben.

Keith Richards’ am 26. Oktober 2010 erschienene Autobiografie Life löste einen monatelangen Medienrummel um die kritischen und teils derben Äußerungen Richards’ über Mick Jagger sowie Spekulationen über ein daraus resultierendes, erneut angespanntes Verhältnis zwischen den beiden aus. Für Schlagzeilen sorgte neben der Aussage, dass Mick Jagger in den 1980ern immer unerträglicher geworden sei, vor allem die Bemerkung, Jagger habe einen kleinen Penis, mit dem Richards’ Freundin Anita Pallenberg ‚keinen Spaß‘ gehabt habe, als sie, wie Richards annimmt, mit dem Sänger zur Zeit der Dreharbeiten von Performance eine kurze Affäre hatte.

Für das im April 2011 erschienene Boogie- und Blues-Album Boogie 4 Stu des britischen Pianisten Ben Waters, das dieser zu Ehren des 1985 verstorbenen Ian Stewart initiierte, nahmen Ron Wood, Keith Richards, Charlie Watts und Mick Jagger zum ersten Mal seit 1991 gemeinsam mit Bill Wyman ein Lied auf – das Stück Watching the River Flow von Bob Dylan. Die Zusammenarbeit erfolgte allerdings nicht unter dem Namen „The Rolling Stones“. An dem Titel wirkten weitere Musiker mit, unter anderem Ben Waters am Klavier. Ron Wood, Bill Wyman und Keith Richards sind jeweils in zwei weiteren Stücken des Albums zu hören, beispielsweise Richards und Wood als Gesangspartner in dem Lied Worried Life Blues. Charlie Watts spielt bei der Mehrzahl der Titel Schlagzeug. Die Beiträge von Jagger, Richards, Watts, Wood und Wyman wurden nicht während einer gemeinsamen Sitzung im Studio, sondern getrennt voneinander an verschiedenen Orten aufgenommen.

Alben der Bootleg-Serie
Nr. Titel
1 The Brussels Affair ’73
2 Hampton Coliseum (Live 1981)
3 L.A. Friday (Live 1975)
4 ausstehend
5 ausstehend
6 ausstehend

Im November 2011 bot der neu eingeführte US-amerikanische Musik-Internetdienst Google Music (seit März 2012 Teil von Google Play) mit dem Album The Brussels Affair ’73 die erste von geplanten sechs, bis dahin nicht offiziell erschienenen Aufnahmen von Rolling-Stones-Konzerten zum Kauf an. Die als digitale Downloads erhältlichen Alben dieser Rolling Stones Bootleg Series werden innerhalb der USA ausschließlich über den Online-Shop von Google Play (bis März 2012 Android Market) vertrieben. Nur außerhalb der USA gibt es die Konzerte in Zusammenarbeit mit Google Music im Online-Shop des Rolling Stones Archive, einer ebenfalls im November ins Leben gerufenen Internetseite, zu kaufen. Die Rolling Stones gaben bekannt, mit dieser Seite „die Tür zu ihrem Archiv“ zu öffnen und den Zugang zu bisher unbekannter Musik, unbekannten Fotos und Filmen sowie seltenen Fanartikeln zu ermöglichen. Sie wird von Bravado, dem Merchandising-Unternehmen von Universal Music, betrieben. The Brussels Affair ’73 enthält einen von zwei Mitschnitten der Konzerte 1973 in Brüssel. Die Lieder Doo Doo Doo Doo (Heartbreaker)Dancing with Mr. DStar Star und Angie stammen vom 1973er Studioalbum Goats Head Soup.

Im November 2011 wurde außerdem der Konzertfilm Some Girls – Live In Texas ’78 auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. Der Film, der den Mitschnitt eines Konzerts vom 18. Juli 1978 im Will Rogers Memorial Center in Fort Worth (Texas) zeigt, war zuvor in einigen Kinos vorgeführt worden. Das gleichnamige Livealbum wurde zusammen mit der DVD oder Blu-ray auf CD vertrieben und enthält den Soundtrack. Film und Livealbum bieten unter anderem die Lieder When the Whip Comes DownBeast of BurdenMiss YouShatteredRespectableFar Away Eyes und den Cover-Song Just My Imagination (Running Away with Me) vom 1978er Studioalbum Some Girls. Die Veröffentlichung stand im Kontext einer Neuauflage dieses Studioalbums, das als „Deluxe“-Ausgabe mit zusätzlichen, auf nicht verwendeten Studioaufnahmen basierenden Stücken am 18. November auf CD in den deutschen Handel kam. Damit wurde das Konzept, das im Vorjahr schon bei der Neuauflage von Exile on Main St. Anwendung fand, wiederholt. Mit Ausnahme des Liedes So Young, das bereits in einer anderen Version auf der CD-Maxi-Single Love Is Strong zum 1994er-Album Voodoo Lounge erschienen war, handelt es sich bei den zwölf neuen Titeln um bis dahin offiziell unveröffentlichte Werke.

Angesichts des im Juli 2012 anstehenden 50-jährigen Bestehens der Rolling Stones (bezogen auf den ersten Auftritt der Band unter ihrem Namen im Marquee Club) mehrten sich ab 2011 in der Presse und unter Fans die Spekulationen über geplante Konzerte oder eine Tournee zum Jubiläum. Lange äußerte sich die Band jedoch diesbezüglich zu keinen konkreten Aktivitäten, sondern gab auf Nachfragen von Journalisten lediglich an, dass man noch überlege, wie das Ereignis gefeiert werden soll. Mick Jagger drückte im Herbst des Jahres aus, dass eine Tournee zumindest nicht grundsätzlich ausgeschlossen sei und Keith Richards zeigte sich an möglichen Konzerten interessiert.

Im Dezember 2011 trafen sich Keith Richards, Charlie Watts, Ron Wood und Mick Jagger zu einer Jamsession in London, bei der die Musiker erstmals seit dem Ende der A-Bigger-Bang-Tournee 2007 wieder zusammen spielten. Mit von der Partie war auch Bill Wyman, der seit seinem Austritt aus der Band 1992 nicht mehr mit den Rolling Stones gearbeitet hatte. Bereits im November hatte Richards den Jam in Aussicht gestellt und es in Betracht gezogen, die ehemaligen Mitglieder Bill Wyman und Mick Taylor dazu einzuladen und in die Jubiläumspläne mit einzubeziehen.

Im Februar 2012 folgte das das zweite Album der Bootleg SeriesHampton Coliseum (Live 1981), mit einem am 18. Dezember 1981 inHampton, Virginia gegebenen Konzert (siehe oben). Vom 1981 aktuellen Studioalbum Tattoo You sind darauf die Titel Start Me UpHang FireLittle T&ABlack LimousineNeighbours und Waiting On a Friend vertreten.

Im März 2012 machten die Rolling Stones über Interviews mit dem US-amerikanischen Rolling Stone öffentlich, dass sie 2012 nicht auf Tournee anlässlich des Bandjubiläums gehen werden, da sie, so Keith Richards, „noch nicht bereit“ dafür seien. Richards zufolge strebt die Band statt dessen Konzerte im nächsten Jahr an und plant, zunächst im Studio zu arbeiten, weshalb man sich im April 2012 zu Proben treffen wolle. Mick Jagger werde für einige Zeit nach New York in Richards’ Nähe ziehen, um sich mit ihm zusammen der Band zu widmen. Als einen angeblichen Grund für die Zurückstellung konkreter Tourneepläne führte das Musikmagazin Sorgen um Keith Richards’ Gesundheitszustand an, wobei es sich auf eine Quelle aus der Konzertveranstaltungs-Branche berief, die allerdings keine näheren Angaben zu den etwaigen Beschwerden Richards’ machte.

In einem ebenfalls im März vom Rolling Stone veröffentlichten Interviewauszug zeigten sich Mick Jagger und Keith Richards angesichts des Wirbels um Richards’ Autobiografie versöhnlich. Der Gitarrist bekannte, dass er mittlerweile bereue, dass Mick Jagger sich durch einzelne Abschnitte seines Buches und deren Präsenz in den Medien gekränkt gefühlt habe, und freute sich über Gespräche, die der Sänger und er während des vorigen Jahres geführt hätten, da diese ihm überaus wichtig gewesen seien. Mick Jagger erklärte unter Bezugnahme auf einen von Richards’ Kritikpunkten in dem Buch, „um weiter zu kommen“, sei es für ihn an der Zeit Ernst zu nehmen, dass sein Bandkollege sich in den 1980er Jahren bedauerlicherweise tatsächlich ausgeschlossen fühlte, als er begann sich vorwiegend alleine um die Geschäfte der Rolling Stones zu kümmern.

Das dritte Download-Album, L.A. Friday (Live 1975), wurde im April 2012 veröffentlicht. Es dokumentiert ein Konzert vom 13. Juli 1975 im Forum in Los Angeles während der Amerika-Tournee. Der Albumtitel stammt von einer Bootleg-Aufnahme des Konzerts, die, obwohl der 13. Juli ein Sonntag und kein Freitag („Friday“) war, seit den 1970ern irrtümlich unter diesem Namen verbreitet wurde. Die Lieder If You Can’t Rock MeIt’s Only Rock ’n’ RollFingerprint File und der Cover-Song Ain’t Too Proud To Beg sind Stücke vom 1974er Album It’s Only Rock ’n’ Roll. Keyboarder Billy Preston singt als Gastmusiker zwei seiner eigenen Stücke, Outta Space und That’s Life.

Der Jubiläums-Bildband The Rolling Stones: 50, entstanden unter Mitwirkung der Rolling Stones, soll ab 9. Juli 2012 im Handel erhältlich sein. Er enthält Fotografien von unter anderem Gered Mankowitz, Jean-Marie Périer, Dezo Hoffman, Michael Cooper, Terry O’Neill,Bent Rej und Philip Townsend sowie begleitende Texte der Bandmitglieder. Für September ist die Veröffentlichung eines Dokumentarfilms von Brett Morgen über die 50-jährige Bandgeschichte vorgesehen. Jagger, Richards, Watts und Wood fungieren in der Produktion als Executive Producers.

Diskografie

→ Hauptartikel: The Rolling Stones/Diskografie

Bis heute gibt es keine Gesamtausgabe des musikalischen Werkes der Rolling Stones, etwa in Form einer Mehrfach-CD-Box, die auch unveröffentlichte Stücke enthält. Mit der Veröffentlichung von Forty Licks im Jahr 2002 sind zum ersten Mal die bekanntesten Songs aus beiden Epochen (1964 bis 1970 und nach 1971 bis heute) enthalten. Das 2005 veröffentlichte Album Rarities enthielt nicht die von den Fans erwarteten Raritäten.

Die meisten Livealben sind nicht komplett live aufgenommen. Viele Lieder wurden im Nachhinein durch Zumischungen (Overdubs) und Bearbeitungen derart verändert, dass sie teilweise die Konzertsituation nur noch eingeschränkt wiedergeben. Eines der offiziellen Livealben ist Get Yer Ya-Ya’s Out aus dem Jahr 1970.

Bis zur Veröffentlichung von Their Satanic Majesties Request wurden von der Plattenfirma der Rolling Stones jeweils verschiedene Versionen der Platten für die Märkte USA und Großbritannien produziert. Ausschließlich für den deutschen Markt produziert wurde das Album Around & Around, das im September 1964 veröffentlicht wurde. Durch diese Aufteilung in verschiedene Märkte unterscheiden sich die US-amerikanischen und britischen Tonträger bis zum Album Between the Buttons bezüglich der enthaltenen Titel.

Literatur

  • Hans-Ulrich Prost/Gerd Röckl: Die Rolling Stones. Bastei-Lübbe-Verlag, Bergisch-Gladbach 1978. ISBN 3-404-00929-0.
  • Roy Carr: The Rolling Stones. Abi Melzer Produktions GmbH, Dreieich 1978. ISBN 3-8201-0023-7.
  • Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Ronnie Wood u. a.: According to The Rolling Stones – Das Buch- Ullstein, München 2003.ISBN 3-550-07573-1.
  • Steve Appleford: Rip this joint. The Rolling Stones. Die Story zu jedem Song. Rockbuch Verlag Buhmann & Haeseler, Schlüchtern 2002.ISBN 3-927638-11-0.
  • Stanley Booth: The Rolling Stones. Der Tanz mit dem Teufel. Hannibal Verlagsgruppe Koch, 2002. ISBN 3-85445-149-0.
  • Georg Diez: Gegenspieler: Beatles – Rolling Stones. Fischer, Frankfurt 2002. ISBN 3-596-14469-8.
  • Geoffrey Giuliano: Not Fade Away: „Rolling Stones“ Collection. Paper Tiger, 1995. ISBN 1-85028-367-2.
  • Bill Wyman und Ray Coleman: Stone alone. Goldmann, München 1992. ISBN 3-442-41390-7.
  • Bill Wyman: Bill Wymans Rolling Stones Story. Dorling Kindersley, 2002. ISBN 3-8310-0391-2.
  • Klaus Miethke, Rainer Peschen: FAQ-Kompendium STONES. ComRock-Publishing, 2005.
  • Rainer Peschen: Still A Live, dt. Stones-Fanzine. ComRock-Publishing, 2003, 2004, 2005 und 2006.
  • Gerd Coordes/Wolfgang Thomas: The Rolling Stones over Germany. ISBN 3-00-002394-1.
  • Willi Winkler: Mick Jagger und die Rolling Stones. Rowohlt, 2002. ISBN 3-498-07348-6.
  • Bildband: Rolling Stones – 40 x 20. Heel-Verlag, Königswinter 2002. ISBN 3-89880-172-1.
  • Miles: The Rolling Stones-Die komplette Chronik 1960 bis heute. Heel-Verlag, Königswinter 1995. ISBN 3-89365-459-3.
  • Tony Sanchez: Die Rolling Stones – Ihr Leben, ihre Musik, ihre Affären. Moewig Verlag, München 1980. ISBN 3-8118-6604-4.
  • Ernst Hofacker: Rolling Stones: Confessin’ the Blues – Die Musik der Rolling Stones 1964-2008. Bosworth Music GmbH, Berlin 2008.ISBN 3-8654-3354-5
  • Ronnie Wood: “Die Autobiografie” – Heyne Verlag München, 2007, ISBN 978-3-453-15506-0
  • Keith Richards: “Life” – Autobiografie – Heyne Verlag, München, 2010, ISBN 978-3-453-16303-4
  • Autorenkollektiv: “Die Rolling Stones – Musik und Geschäft” Edition Peters Leipzig (DDR), 1986, Lizenz-Nr.415-330A-17/86 LVS 8384 EP 10270
  • Christoph Maus: “Rolling Stones Worldwide I” – Anthology Of Singles & EP Releases 1963-1971 – Maus of Music Hamburg 2006 - ISBN 978-3-9809137-3-7
  • Christoph Maus: “Rolling Stones Worldwide II” – Anthology Of Singles & EP Releases 1971-2008 – Maus of Music Hamburg 2008 - ISBN 978-3-9809137-4-4
  • Olaf Boehme/Gerd Coordes: “Licks World Tour 2002/03″ – Verlag: Books On Demand Norderstedt – 2005 -ISBN 3-8334-2857-0
  • Olaf Boehme/Gerd Coordes: “On Stage 2005-2007″ – Edition Olaf Boehme Bautzen 2008 -ISBN 978-3-00-023711-9
  • Olaf Boehme/Gerd Coordes: “Shine A Light” – Edition Olaf Boehme Bautzen 2009 -ISBN 978-3-00-027259-2

Einzelnachweise

  1. ↑ www.sueddeutsche.de: Mit der Kampfkraft der Kakerlake. Zugriff am 9. August 2009.
  2. ↑ www.wiwo.de: Meister des Mehrwerts. Zugriff am 21. August 2009.
  3. ↑ Keith Richards: Life. Phoenix, London 2011. S. 86–89.
  4. ↑ Keith Richards: Life. Phoenix, London 2011. S. 96.
  5. ↑ Keith Richards: Life. Phoenix, London 2011. S. 100.
  6. ↑ Bill Wymans Rolling Stones Story. S. 37.
  7. ↑ Keith Richards: Life. Phoenix, London 2011. S. 108.
  8. ↑ Chicago Landmarks: Chess Records Office and Studio
  9. ↑ Hayes & Laughton, Gospel Records 1943–1969 S. 706 und S. 228.
  10. ↑ John Pasche Design: Homepage.
  11. ↑ a b LA Friday ’75. In: Rolling Stones Archive. Abgerufen am 3. April 2012 (englisch).
  12. ↑ a b Titel laut Album-Cover auf stonesarchive.com, abgerufen am 4. April 2012.
  13. ↑ a b Tim Quirk: Rolling Stones: L.A. Friday (Live, 1975). In: Magnifier. Google, 3. April 2012, abgerufen am 3. April 2012.
  14. ↑ The Rolling Stones: In eigenen Worten. Palmyra-Verlag.
  15. ↑ a b Lynn Lenau Calmes [Regisseur]: Some Girls. Life in Texas ’78. Eagle Rock Entertainment 2011, DVD. Eagle Vision EDE499164, EAN 5034504991644 (auch als Blu ray, Eagle Vision EDE051264, EAN 5051300512644, beide im Vertrieb von Edel Distribution).
  16. ↑ a b The Rolling Stones [Interpreten], Lynn Lenau Calmes [Regisseur]: Some Girls. Life in Texas ’78. Eagle Rock Entertainment 2011, DVD und CD. Eagle Vision EDE490654, EAN 5034504906549 (auch als Blu-ray und CD, Eagle Vision EDE051284, EAN 5051300512842, beide im Vertrieb von Edel Distribution).
  17. ↑ The Rolling Stones – (I Can’t Get No) Satisfaction – Hampton Live 1981 OFFICIAL. In: You Tube. The Rolling Stones (alias TheRollingStones / Rolling Stones Official), 9. Februar 2012, abgerufen am 5. März 2012 (Video mit der Darbietung von (I can’t get no) Satisfaction, siehe den Vorfall ab 1:11 Minuten).
  18. ↑ Magnifier: The Rolling Stones Pt. 2. In: You Tube. Google Music (alias googlemusic), 27. Januar 2012, abgerufen am5. März 2012 (englisch, Video des Musik-Blogs Magnifier von Google Music zum Album Hampton Coliseum (Live 1981), siehe Keith Richards’ Äußerungen zu dem Vorfall in den Minuten 0:57–2:27).
  19. ↑ Spiegel Online: Rolling Stones – Die 558-Millionen-Dollar-Tournee.
  20. ↑ sueddeutsche.de: Das Steuerparadies der Rolling Stones – Sympathie für Holland.
  21. ↑ www.nytimes.com: Ahmet Ertegun, Music Executive, Dies at 83. Zugriff am 1. Januar 2011.
  22. ↑ The Rolling Stones [Interpreten]: Exile on Main Street. Deluxe Edition, 2 CDs. Universal Music 2010. Polydor 273 429-5, EAN 0602527342955.
  23. ↑ Matthias Reichel: The Rolling Stones. Exile On Main Street (Deluxe Edition). In: cdstarts.de. Abgerufen am 30. März 2012.
  24. ↑ Unearthed Rolling Stones Tracks Set to Debut on “Exile on Main Street” Reissue. In: rollingstone.com. 25. Februar 2010, abgerufen am 30. März 2012 (englisch). Siehe auch: Sir Mick Jagger goes back to Exile. In: bbc.co.uk. 14. Mai 2010, abgerufen am 2. April 2012 (englisch, Internetpräsenz der BBC).
  25. ↑ The Rolling Stones [Interpreten]: Plundered My Soul. Universal Music 2010, 7″-Vinyl. Polydor 273 547-7, EAN 602527354774.
  26. ↑ Rolling Stones Video-Premiere zur neuen Single “Plundered My Soul”. In: presseportal.de. news aktuell GmbH, 19. April 2010, abgerufen am 30. März 2012.
  27. ↑ Stephen Kijak [Regie]: Stones in Exile. Eagle Rock Entertainment 2010, DVD. Eagle Vision EDE497864, EAN 5034504978645 (im Vertrieb von Edel Distribution).
  28. ↑ Albert Ranner: The Rolling Stones. Stones In Exile. In: cdstarts.de. Abgerufen am 2. April 2012.
  29. ↑ Starttermine für Stones in Exile (2010). In: imdb.de. Abgerufen am 2. April 2012.
  30. ↑ Stones in Exile. Stephen Kijak. In: quinzaine-realisateurs.com. Abgerufen am 2. April 2012 (englisch oder französisch, Internetpräsenz der Quinzaine des Réalisateurs, Archiv).; Mick Jagger, wie in alten Zeiten… In: arte.tv. 22. Mai 2010, abgerufen am2. April 2012.
  31. ↑ Nico Zentgraf: 1974. 740301A und 740414A. In: The Complete Works Website. The Rolling Stones Database. Abgerufen am12. April 2012 (englisch, Datenlistung zu den Rolling Stones, Preview- und Premieredatum des Films).
  32. ↑ Ladies and Gentlemen to Hit Cinemas across the Globe. In: rollingstones.com. 12. August 2010, abgerufen am 13. April 2012(englisch, Internetpräsenz der Rolling Stones, Liste der Länder mit Vorführungen sowie jeweiligem Termin).
    Rolling Stones wieder im Kino. In: dailynet.de. UCI Multiplex GmbH, 24. August 2010, abgerufen am 13. April 2012(Pressemitteilung der UCI Kinowelt, listet die vorführenden Kinos in Deutschland und Österreich).
  33. ↑ deutscher Erscheinungstermin der DVD, siehe: Albert Ranner: The Rolling Stones. Ladies & Gentleman. In: cdstarts.de. Abgerufen am 12. April 2012.
  34. ↑ Rollin Binzer [Regisseur, Produzent]: Ladies and Gentlemen. The Rolling Stones. Eagle Rock Entertainment 2010, DVD. Eagle Vision EDE498074, EAN 5034504980747 (auch als Blu-ray, Eagle Vision EDE050664, EAN 5051300506643, beide im Vertrieb von Edel Distribution).
  35. ↑ Erscheinungstermin der deutschen Erstausgabe, siehe Keith Richards. Life. In: randomhouse.de. Abgerufen am 28. März 2012(Verlagsinformation).
  36. ↑ Keith Richards: Life. Mit James Fox, aus dem Englischen von Willi Winkler, Ulrich Thiele und Wolfgang Müller. München: Heyne 2010, ISBN 978-3-453-16303-4.
  37. ↑ Siehe z. B.: Alison Boshoff: Could Keith’s memoirs destroy the Stones: Jagger and Richards have been feuding for 59 years… and it’s coming out into the open. In: dailymail.co.uk. 6. Juli 2010.; Lauren Turner: Keith Richards tells of ‘unbearable’ Mick Jagger. In:independent.co.uk. 15. Oktober 2010.; Rolling Stones: Keith Richards lästert über Mick Jagger. In: Focus Online. 16. Oktober 2010.; Tom Bryant: Keith Richards mocks size of Mick Jagger’s penis. In: mirror.co.uk. 16. Oktober 2010.; Jerry Hall dementiert Richards: Mick Jagger “gut bestückt”. In: kleinezeitung.at. 19. Oktober 2010.; Ray Connolli: R.I.P. the Rolling Stones, killed by one man’s jealousy. In: dailymail.co.uk. 25. Oktober 2010.; Mick Jagger: Keith Richards autobiography ‘bitchy’. In:telegraph.co.uk. 4. November 2010.; Bill Wyman: Please Allow Me To Correct a Few Things. In: slate.com. 5. November 2010.; Tom Bryant: Rolling Stones tour under threat after Mick Jagger and Keith Richards’ ‘todger’ row. In: mirror.co.uk. 9. Februar 2011.;Faithfull zum Penis-Streit bei den Rolling Stones. In: blick.ch. 12. Februar 2011.; Gordon Smart: Pete has Mick all sized up. In:thesun.co.uk. 3. Juni 2011.; Mick Jagger: ‘Keith Richards can’t come to The Rolling Stones’ 50th anniversary’. In: NME.com. 12. September 2011.; Rolling Stones: Streit um bestes Stück beigelegt. In: bild.de. 19. März 2012.; Alison Boshoff: Why Mick Jagger still can’t forgive Keith Richards for that (very personal) little insult in his biography. In: dailymail.co.uk. 17. März 2012. – Alle abgerufen am 14. April 2012.
  38. ↑ Ben Waters [Interpret, Produzent]: Boogie 4 Stu. A Tribute To Ian Stewart. Eagle Rock Entertainment 2011, CD. Eagle Records EAGCD441, EAN 5034504144125 (mit Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood, Bill Wyman, Charlie Watts, Dave Green, Jools Holland, PJ Harvey, Hamish Maxwell u. a.).
  39. ↑ Boogie4Stu – Narrated by Ben Waters. In: benwaters.org.uk. Abgerufen am 4. Januar 2012 (englisch, Internetseite von Ben Waters). Siehe auch den gleichen Text im Heft zur CD.
  40. ↑ a b Jamie Rosenberg: Introducing Google Play: All your entertainment, anywhere you go. In: Official Google Blog. 6. März 2012, abgerufen am 7. März 2012 (englisch, Ankündigung der Einführung von Google Play im Google Blog).
  41. ↑ Titel laut Album-Cover auf stonesarchive.com, abgerufen am 10. März 2012.
  42. ↑ a b Tiffany Kaiser: Google Music Officially Launches in the U.S. In: Daily Tech. 16. November 2011, abgerufen am25. Februar 2012 (englisch, Online-Magazin mit Thema Unterhaltungselektronik, Computer und Informationstechnik).
  43. ↑ Tim Quirk: Rolling Stones Bootleg Series. In: Magnifier. Google, 16. November 2011, abgerufen am 25. Februar 2012 (englisch, Musik-Blog von Google Music bzw. Google Play).
  44. ↑ Rolling Stones Archive. Bravado International Group, abgerufen am 6. März 2012 (englisch).
  45. ↑ a b The Rolling Stones launch StonesArchive.com and release The Brussels Affair worldwide. In: rollingstones.com.17. November 2011, abgerufen am 6. März 2012 (englisch, Internetpräsenz der Rolling Stones).
  46. ↑ „In collaboration with Google Music [...] Please Note: This download is only available to customers outside of the United States. Customers within the US can buy the MP3 from here [Link auf Google Play].“ – ‚In Zusammenarbeit mit Google Music [...] Hinweis: Dieser Download ist nur für Kunden außerhalb der Vereingten Staaten erhältlich. Kunden in den Vereinigten Staaten können die MP3 hier [Link auf Google Play] kaufen.‘ (Rolling Stones – Hampton Coliseum (Live, 1981) – MP3 Download. In: stonesarchivestore.com. Bravado International Group, abgerufen am 8. April 2012 (Hinweise zum Download-Album Hampton Coliseum im Online-Shop desStones Archive, gleiches gilt für alle anderen dort zu diesem Zeitpunk, 8. April 2012, angebotenen Musik-Downloads der Bootleg Series.).)
  47. ↑ englisches Originalzitat: „The Rolling Stones have unlocked the door to their archive“ (The Rolling Stones launch StonesArchive.com and release The Brussels Affair worldwide. In: rollingstones.com. 17. November 2011, abgerufen am 15. April 2012.)
  48. ↑ Overview. Universal Music Group. In: universalmusic.com. Abgerufen am 7. März 2012 (englisch, Unternehmensinformationen auf der Seite von Universal Music).
  49. ↑ „This website [...] is owned and operated by Bravado International Group, Inc.“ – ‚Diese Internetseite [...] befindet sich im Besitz und wird betrieben von der Bravado International Group, Inc.‘ (Privacy Policy. In: Rolling Stones Archive. Abgerufen am 7. März 2012(Link auf die Datenschutzrichtlinie am Ende der Seite).)
  50. ↑ The Rolling Stones. Some Girls-Live In Texas ’78. In: edel.com. Abgerufen am 16. April 2012 (Produktinformation zur DVD auf der Seite der Edel AG).
  51. ↑ The Rolling Stones [Interpreten]: Some Girls. Deluxe Edition. Universal Music 2011, 2 CDs. Polydor 278405 5.
  52. ↑ Rolling Stones: Ron Wood und Keith Richards über den Re-Release von “Some Girls”. Aus dem Englischen von Julia Maehner. In: rollingstone.de. 10. November 2011, abgerufen am 13. März 2012 (Online-Ausgabe des deutschen Rolling Stone, Übersetzung aus dem US-amerikanischen Rolling Stone).
  53. ↑ The Rolling Stones [Interpreten]: Love Is Strong. EMI 1994, CD. Virgin 8925072, EAN 0724389250725.
  54. ↑ Jan Wölfer: Rezension: The Rolling Stones. Some Girls Deluxe, Live In Texas, Brussels Affair. In: regioactive.de.28. November 2011, abgerufen am 11. März 2012 (Online-Musikmagazin).
  55. ↑ Alun Palmer: Mick Jagger on his Superheavy Project. In: mirror.co.uk. 23. September 2011, abgerufen am 10. Dezember 2011(englisch).
  56. ↑ Patrick Doyle: Stones Near Decision on 50th Anniversary Shows. In: rollingstone.com. 23. November 2011, abgerufen am10. Dezember 2011 (englisch, Online-Ausgabe des US-amerikanischen Rolling Stone).
  57. ↑ a b Patrick Doyle: Stones’ 50th Anniversary Tour Pushed Back to 2013. In: rollingstone.com. 14. März 2012, abgerufen am15. März 2012 (englisch).
  58. ↑ Patrick Doyle: Rolling Stones Plan London Jam Session. In: rollingstone.com. 9. November 2011, abgerufen am10. Dezember 2011.
  59. ↑ Dan Reilly: Keith Richards Inviting Bill Wyman and Mick Taylor to Rolling Stones Jam Sessions, Looks Back at ‘Some Girls,’ Heroin Addiction. In: spinner.com. 17. November 2011, abgerufen am 10. Dezember 2011. Siehe auch: Patrick Doyle: Stones Near Decision on 50th Anniversary Shows. In: rollingstone.com. 23. November 2011, abgerufen am 10. Dezember 2011. (Beide englisch)
  60. ↑ Titel laut Album-Cover auf stonesarchive.com, abgerufen am 10. März 2012.
  61. ↑ Tim Quirk: Rolling Stones Bootleg Series: Hampton, ’81. In: Magnifier. Google, 7. Februar 2012, abgerufen am 5. März 2012(englisch).
  62. ↑ The Rolling Stones release Hampton Coliseum (Live 1981). In: rollingstones.com. 1. Februar 2012, abgerufen am 8. März 2012(englisch, Ankündigung des Albums mit Titelliste auf der Seite der Rolling Stones).
  63. ↑ Englisches Originalzitat: „Basically, we’re just not ready“ (Patrick Doyle: Stones’ 50th Anniversary Tour Pushed Back to 2013. In:rollingstone.com. 14. März 2012, abgerufen am 15. März 2012.)
  64. ↑ Englische Originalzitat: „Time I reckon to move on.“ (Keith Richards Apologizes to Mick Jagger. In: rollingstone.com.15. März 2012, abgerufen am 27. März 2012.)
  65. ↑ Keith Richards Apologizes to Mick Jagger. In: rollingstone.com. 15. März 2012, abgerufen am 23. März 2012 (englisch).
  66. ↑ Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Ron Wood: The Rolling Stones: 50. München: Prestel 2012, ISBN 978-3-7913-4717-2.
  67. ↑ The Rolling Stones: 50. In: randomhouse.de. Abgerufen am 31. März 2012 (Verlagsinformation zur deutschen Erstausgabe).
  68. ↑ The Rolling Stones: 50. In: thamesandhudson.com. Abgerufen am 17. März 2012 (englisch, PDF, 170,51 KB; Pressemitteilung des Verlages Thames & Hudson).
  69. ↑ The Rolling Stones announce documentary chronicling their 50 year career. In: rollingstones.com. 14. März 2012, abgerufen am18. März 2012 (englisch).
  70. ↑ Album-Cover und Titelliste von „Around and Around“

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: The Rolling Stones – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Offizielle Website (englisch)
  • The Complete Works Website 1962 – Present (englisch)
  • Werke von und über The Rolling Stones im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Links zum Thema Rolling Stones (deutsch) im Open Directory Project
  • The Rolling Stones bei MusicBrainz (englisch)
  • The Rolling Stones – Diskografie bei Musik-Sammler.de
  • The Rolling Stones bei laut.de
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Veröffentlichungen von The Rolling Stones

Alben: The Rolling Stones (1964) | 12×5 (1964) | The Rolling Stones No. 2 (1965) | The Rolling Stones, Now! (1965) | Out of Our Heads (1965) | December’s Children (And Everybody’s) (1965) | Aftermath (1965) | Got Live If You Want It! (1966) | Between the Buttons (1967) | Flowers (1967) | Their Satanic Majesties Request (1967) | Beggars Banquet (1968) | Let It Bleed (1969) | Get Yer Ya-Ya’s Out! (1970) | Sticky Fingers (1971) | Exile on Main St. (1972) | Goats Head Soup (1973) | It’s Only Rock ’n’ Roll (1974) | Made in the Shade (1975) | Metamorphosis (1975) | Black and Blue (1976) | Love You Live (1977) | Some Girls (1978) | Emotional Rescue (1980) | Sucking in the Seventies (1981) | Tattoo You (1981) | Still Life (American Concert 1981) (1982) |Undercover (1983) | Rewind (1984) | Dirty Work (1986) | Singles Collection: The London Years (1989) | Steel Wheels (1989) | Flashpoint (1991) | Jump Back: The Best of The Rolling Stones (1993) | Voodoo Lounge (1994) | Stripped (1995) | Rock and Roll Circus (1996) | Bridges to Babylon (1997) | No Security (1998) | Forty Licks (2002) | Live Licks (2004) | A Bigger Bang (2005) | Rarities 1971–2003 (2005) | Shine a Light (2008) | Exile on Main St. (Deluxe) (2010) | The Brussels Affair ’73 (2011) | Some Girls (Deluxe) (2011) | Hampton Coliseum (Live 1981) (2012) | L.A. Friday (Live 1975) (2012)