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Steve Vai

Steve Vai

Steven Siro Vai (* 6. Juni 1960 auf Long Island, New York) ist ein US-amerikanischer Gitarrist, Komponist und Produzent. Erste größere Bekanntheit erlangte er ab Anfang der 1980er-Jahre in der Band von Frank Zappa – aufgrund seiner Virtuosität von diesem als „Stunt-Gitarrist“ bezeichnet. Vai ist seit Jahren Solokünstler und vierfacher Grammy-Award-Träger.

Leben und Werk

Steve Vai begann früh mit dem Gitarrenspiel und bekam ab seinem 13. Lebensjahr für einige Jahre Unterricht von Joe Satriani, der in der Nachbarschaft wohnte und selbst nur vier Jahre älter als Vai ist. Seine erste Band gründete er im Alter von sieben Jahren.

Vai zeichnet sich durch seine Technik, Schnelligkeit und Virtuosität im Gitarrenspiel aus – Frank Zappa bezeichnete ihn in Anspielung darauf als „Stuntplayer“ und „Little Italian Virtuoso“ und machte den damals zwanzigjährigen in seinem Ensemble zuständig für „Strat Abuse“ (deutsch: „Strat-Missbrauch“) und „Impossible Guitar Parts“ („unmöglich[e] [zu spielende] Gitarren-Abschnitte“). Zappa wurde auf Vai durch dessen Transkriptionsfähigkeit aufmerksam: Vai schickte Zappa Transkriptionen von Zappas Gitarrensoli, die vor allem in rhythmischer Hinsicht eine enorme Komplexität aufweisen. Nicht zuletzt kam er aufgrund seiner außerordentlichen Spielfertigkeit und Experimentierfreudigkeit hinter das Geheimnis der Soli Eddie Van Halens, die mit dem so genannten Tapping gespielt wurden. Steve Vai war als Transkripteur für die amerikanische Fachzeitschrift Guitarplayer tätig. Unter anderem schrieb er die Notenschrift von Allan Holdsworths Solo in Devil take the Hindmost nieder.

Vais typische Stilmittel sind unter anderem seine ausdrucksstarken Slides und sein markantes Vibratospiel, das er aufgrund der kreisenden Bewegungen auch Circle Vibrato nennt. Damit erzeugt er teils bizarre Effekte sowie nie dagewesene Klangfarben und verbindet diese mit gefühlvollen Phrasierungen. Kompositorisch setzt Vai auf Elemente aus Rock, Fusion, Blues sowie Klassik, modale Klänge und vertrackte Rhythmik. Im Laufe der Jahre wurde Steve Vai zunehmend dem Mainstream zugänglich.

Steve Vai besuchte 1979 das Berklee College Of Music und beschäftigte sich insbesondere mit der Transkription von Frank-Zappa-Stücken. Dabei verfolgte er bewusst das Ziel, eines Tages in der Band Frank Zappas zu spielen und Frank von seinem Können zu überzeugen. Vom Berklee College Of Music bekam er 2000 die Ehrendoktorwürde verliehen. Auf ihn gehen zwei innovative E-Gitarrenmodelle zurück, die er in Zusammenarbeit mit der Firma Ibanez entwickelte: Das 1987 vorgestellte Modell Ibanez JEM und das 1989 präsentierte siebensaitige Modell Universe, das mit einer zusätzlichen tiefen H-Saite versehen wurde. Damit hat er ein Konzept, das zuvor hauptsächlich vom Jazzgitarristen George Van Eps verwendet wurde, auf die moderne Rockgitarre übertragen. Seine Signature-Modelle sind grundlegend moderne Varianten der Fender Stratocaster, die mit zwei Humbuckern und einem Single Coil versehen sind und mittels spezieller Verschaltung der Tonabnehmer viele Klangvarianten ermöglichen (auch als „Superstrat“ bezeichnet). Darüber hinaus ist Vai an einigen Details der äußeren Gestaltung der Ibanez-JEM-Gitarrenmodelle zumindest beteiligt. Ibanez veröffentlichte mehrere von ihm gestaltete Sonderausgaben des Modells. 

Ab 1986 gehörte Steve Vai neben Billy Sheehan und Gregg Bissonette zur Band um David Lee Roth, mit dem er die Alben Eat ’Em and Smile und Skyscraper aufnahm. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er durch den Titel Yankee Rose, in dessen Intro Steve Vai seine Gitarre einen „Dialog“ mit dem Sänger führen lässt. An der Art, wie Vai die Töne phrasiert, lässt sich durch Roths „Antworten“ mit etwas Fantasie verstehen, was die Gitarre im Dialog „sagt“. Der Gitarrist verließ die Band 1989 und wurde als Ersatz für Vivian Campbell zu Whitesnake geholt, mit denen er das Album Slip of the Tongue aufnahm. Da der auch am Songwriting beteiligte Adrian Vandenberg wegen einer Armverletzung nicht spielen konnte, spielte Vai sämtliche Gitarrenparts für das Album ein.

Im Februar 2000 gründete er sein eigenes Plattenlabel namens Favored Nations Entertainment.

Ab 2005 arbeitete Vai zweimal mit holländischen Orchestern zusammen, dem Holland Metropole Orkest im Juli 2005 (aufgezeichnet für die DVD Visual Sound Theories) und mit dem Noord Nederlands Orkest im Oktober 2010 (gesendet vom holländischen Radio im März 2011). “Diese Möglichkeit für ein großes Orchester zu schreiben, die Vai in den letzten Jahren nutzte, schließt den Kreis zum Anfang seiner Solokarriere, seinen Jahren mit Frank Zappa und dem ersten Stück seines Debut-Albums flex-able (1984).” 

Vai hatte Einfluss auf eine ganze Generation von Musikern und wurde siebenmal für den Grammy nominiert, den er erstmals 1993 als Künstler für die beste Rock Instrumental Performance für den Titel Sofa (zu hören auf Zappa’s Universe) gewann und 2002 als Produzent in der Kategorie „Best Pop Instrumental Album“ für das bei Favored Nations erschienene No Substitutions von Larry Carlton und Steve Lukather ein weiteres Mal erhielt. Daneben bekam er zahlreiche Auszeichnungen namhafter Fachzeitschriften. In der dem Grammy zugrundeliegenden Organisation, der National Academy of Recording Arts and Sciences, ist Vai zudem im Aufsichtsrat tätig.

Vai ist sozial engagiert und hilft mit seiner 1988 mit Richard Pike gegründeten Vereinigung „Make A Noise Foundation“ Kindern und Jugendlichen, die sich normalerweise Musikinstrumente und -unterricht nicht leisten könnten.

Er ist verheiratet mit Pia Maiocco, ehemals Bassistin der Band Vixen. Der Vater zweier Söhne, Julian Angel und Fire, betreibt als Hobby die Imkerei, wobei der Erlös aus dem Honigverkauf regelmäßig wohltätigen Zwecken zugute kommt.

Diskografie

Soloalben

  • Flex-Able (1984)
  • Flex-Able Leftovers (1984)
  • Passion and Warfare (1990)
  • Sex & Religion (1993)
  • Alien Love Secrets (1995)
  • Fire Garden (1996)
  • G3 Live (1997) – Mitschnitt von der ersten G3-Tournee, auf der sich Vai die Bühne mit Eric Johnson und Joe Satriani teilte.
  • Flex-Able Leftovers (Rerelease, 1998)
  • The Ultra Zone (1999)
  • The 7th Song – Enchanting Guitar Melodies – Archives Vol. 1 (2000)
  • Alive in an Ultra World (2001)
  • The Elusive Light and Sound Vol. 1 (1972-2002)
  • FZ Original Recordings; Steve Vai Archives, Vol. 2 (2001)
  • Mystery Tracks – Archives Vol. 3 (2003)
  • Various Artists – Archives Vol. 4 (2003)
  • The Infinite Steve Vai – An Anthology (2003)
  • G3 Live in Denver (2004) – mit Joe Satriani und Yngwie Malmsteen
  • Live in London (2004)
  • Real Illusions: Reflections (2005)
  • G3 Live from Tokyo (2005) – mit Joe Satriani und Dream-Theater-Gitarrist John Petrucci
  • Sound Theories (2007)
  • Naked Tracks (2008)
  • Where The Wild Things Are (2009) – Live in Minneapolis
  • Where The other Wild Things Are (2010) – Live in Minneapolis
  • The Story of Light (2012)

Mit anderen

  • Frank Zappa – Tinsel Town Rebellion (1981)
  • Frank Zappa – Shut Up ’N Play Yer Guitar (1981)
  • Frank Zappa – You Are What You Is (1981)
  • Frank Zappa – Ship Arriving Too Late to Save a Drowning Witch (1982)
  • Frank Zappa – The Man from Utopia (1983)
  • Frank Zappa – Them or Us (1984)
  • Frank Zappa – Thing-Fish (1984)
  • Alcatrazz – Disturbing the Peace (1985)
  • Frank Zappa – Frank Zappa Meets The Mothers of Prevention (1985)
  • David Lee Roth – Eat ’Em and Smile (1986)
  • Public Image Ltd. – Album (1986)
  • Frank Zappa – Jazz from Hell (1987)
  • David Lee Roth – Skyscraper (1988)
  • Frank Zappa – Guitar (1988)
  • Frank Zappa – You Can’t Do That On Stage Anymore Vol. 1 (1988)
  • Whitesnake – Slip of the Tongue (1989)
  • Frank Zappa – You Can’t Do That On Stage Anymore Vol. 3 (1989)
  • Frank Zappa – You Can’t Do That On Stage Anymore Vol. 4 (1991)
  • Frank Zappa – You Can’t Do That On Stage Anymore Vol. 5 (1992)
  • Frank Zappa – You Can’t Do That On Stage Anymore Vol. 6 (1992)
  • Frank Zappa – Have I Offended Someone? (1997)
  • Motörhead – Inferno (2004) (Solo bei Termial Show and Down on Me)
  • Meat Loaf – Bat out of Hell III: The Monster Is Loose (2006) – Gastauftritt (Solo in dem Song In the Land of the Pig, the Butcher is King)
  • Eros Ramazzotti – Dove c’e’musica (2007) 
  • Zappa Plays Zappa Live DVD (2007 nur Special Guest)
  • Meat Loaf – Hang Cool Teddy Bear (2010) – Gastauftritt (Gitarre bei Love is Not Real and Song of Madness)
  • Joe Jackson – The Duke (2012) – Gitarre bei “Isfahan”
  • Year Soundtrack Type Info
    1986 Crossroads Motion Picture Soundtrack Alle Stücke von The Elusive Light and Sound, Vol. 1
    1987 Dudes Motion Picture Soundtrack Amazing Grace – auch auf The Elusive Light and Sound, Vol. 1
    1987 Unter Null Motion Picture Soundtrack Bump ‘N Grind (befindet sich nicht auf dem OST)
    1991 Bill & Ted’s verrückte Reise in die Zukunft Motion Picture Soundtrack The Reaper und The Reaper Rap und mehr;
    auch auf The Elusive Light and Sound, Vol. 1
    1992 Wayne’s World Motion Picture Soundtrack zusammen mit Joe Satriani
    von Alice Coopers Feed My Frankenstein
    1992 Steinzeit Junior Motion Picture Soundtrack Get The Hell Out Of Here
    1994 PCU Motion Picture Soundtrack Steve Vai komponierte die gesamte Filmmusik
    1997 Formula 1 Video Game Soundtrack
    2001 Ghosts of Mars Motion Picture Soundtrack Ghosts of Mars sowie Ghost Poppin
    2004 Halo 2 Soundtrack Volume 1 Video Game Soundtrack Halo Theme Mjolnir Mix und Never Surrender
    2006 Halo 2 Soundtrack Volume 2 Video Game Soundtrack Reclaimer
    2008 Guitar Hero III: Legends of Rock
    Virtuoso Track Pack
    Video Game Soundtrack For The Love Of God

UFO (britische Hardrock Band)

UFO 2012

UFO ist eine britische Hard-Rock-Band, die 1969 in London gegründet wurde. Ihre größten Erfolge und bekanntesten Songs stammen aus den frühen 1970er Jahren, als das ehemalige Scorpions-Mitglied Michael Schenker in der Band die Leadgitarre spielte.

UFO Britische Hardrock Band

UFO wurde 1969 in London unter dem anfänglichen Namen Hocus Pocus gegründet. Gründungsmitglieder waren Sänger Phil Mogg, Gitarrist Mick Bolton, Bassist Pete Way und Schlagzeuger Andy Parker. Kurz nach der Gründung wurde der Bandname nach einem Londoner Club in UFO umgewandelt.

1970 wurde das nach dem Bandnamen betitelte Debütalbum über Decca Records veröffentlicht. Der Stil dieses ersten Albums war – ähnlich wie bei den frühen Deep Purple – mehr dem harten Boogie zuzuordnen. Darüber hinaus waren Anleihen an Psychedelic und Space Rock vorhanden. Dennoch war der größte Erfolg des Albums das als Single ausgekoppelte Eddie Cochran-Cover C’mon Everybody, welches teilweise auch heute noch auf Konzerten der Band als Zugabe gespielt wird. Das zweite Album Flying dagegen trug in einigen Fassungen den programmatischen Untertitel One Hour Space Rock und präsentierte die Band von ihrer psychedelischen Seite. Herausragend war die lange Spieldauer von fast einer Stunde sowie die sehr langen, teilweise psychedelisch und improvisiert klingenden Songs wie Star Storm oder der Titelsong.

Den größten Erfolg hatten die ersten beiden UFO-Alben in Japan, so dass die Band bereits 1971 eine Tournee dorthin unternahm. Ergebnis dieser Reise war das Livealbum UFO Lands In Tokyo, welches außerhalb Japans unter dem schlichten Titel UFO Live, erschien.

Dennoch erschien der Band der Stil als zu limitiert, weshalb Mick Bolton 1972 die Band verließ und diese nun nach einem neuen Gitarristen suchen musste. Zunächst fand man in Larry Wallis einen Ersatz für Bolton. Dann folgte Bernie Marsden, dem vor einer Konzertreise durch die Bundesrepublik Deutschland wegen eines vergessenen Reisepasses die Einreise verweigert wurde. Vorband von UFO bei diesen Konzerten waren die Hannoverschen Scorpions. Bei dieser Tournee wurde die Band auf den erst 17 Jahre alten Michael Schenker aufmerksam, der in der Folge als Gitarrist bei UFO auftrat. Anschließend wurde er Ende 1973 wegen seines spielerischen Könnens als neues Mitglied anstelle von Marsden in die Band geholt. Gleich nach seiner Aufnahme in die Band reiste Schenker nach England, um dort am neuen Album „Phenomenon“ mitzuwirken. Dieses Album erschien 1974 bei Chrysalis Records und bot einen wesentlich mehr dem damaligen Hard Rock ähnelnden Stil, der vom kompetenten Sologitarristen und Komponisten Schenker profitierte. Klassiker dieses Albums sind „Doctor Doctor“ und „Rock Bottom“.

Mit dem Einstieg von Michael Schenker konnte die Band in den folgenden Jahren ihren Stil festigen und auch in kommerzieller Hinsicht erfolgreich werden. 1975 und 1976 erschienen die Alben „Force It“ und „No Heavy Petting“, die die Beliebtheit von UFO steigen ließen. Der endgültige Durchbruch gelang jedoch erst mit dem 1977er Album „Lights Out“, welches in den US-amerikanischen Billboard-Charts Platz 23 erreichte. Zudem war zu diesem Album Paul Raymond als zweiter Gitarrist in die Band eingestiegen, welcher nebenbei auch als Keyboarder fungierte und so das Klangspektrum von UFO erweiterte. Jedoch traten schon zu dieser Zeit erste persönliche Spannungen zwischen Phil Mogg und Michael Schenker auf. 1978 erschien das Album „Obsession“, welches den Erfolg seines Vorgängers in den USA nicht wiederholen konnte, dafür aber in Großbritannien Platz 26 der Charts erreichte und mit der Singleauskopplung „Only You Can Rock Me“ einen weiteren Klassiker enthielt. Das Livealbum „Strangers In The Night“ von 1979 avancierte dagegen zum größten Erfolg von UFO und erreichte mit Platz 8 in den britischen Albencharts eine Top-10-Platzierung. Bald nach diesem Album trennte sich der von Drogenproblemen geplagte Michael Schenker wegen Differenzen mit Sänger Phil Mogg von UFO. Schenker gründete dann nach einer kurzen Rückkehr zu den Scorpions seine eigene Band, die Michael Schenker Group, kurz MSG.

In Paul Chapman, der bereits 1974 kurzzeitig Mitglied der Band war, fanden UFO schnell einen Nachfolger für Michael Schenker. Das erste Album dieser Phase, „No Place To Run“ aus dem Jahre 1980, bei dem Beatles-Produzent George Martin an den Reglern saß, erreichte Platz 51 in den Billboard-Charts und Platz 10 in den britischen Charts. UFO erlangten in dieser Zeit vor allem in ihrem Heimatland Kultstatus unter den Anhängern der New Wave of British Heavy Metal. Diese nahmen auch das 1981er Album „The Wild, The Willing & The Innocent“ begeistert auf. Während die Plattenverkäufe in den USA rückläufig waren, zogen sie im Heimatland der Band an.

Auch das Album „Mechanix“ von 1982 floppte in den USA, während es in Großbritannien erneut ein Hit wurde. Bassist Pete Way stieg im selben Jahr aus, schloss sich kurzzeitig Ozzy Osbourne an und gründete wenige Monate später zunächst Fastway und dann Waysted. Sein Nachfolger wurde der spätere Bassist von David Lee Roth und Mr. Big, Billy Sheehan. Paul Gray von der Punkband The Damned löste für die Abschiedstour 1983 Billy Sheehan ab. Im selben Jahr erschien das Album „Making Contact“. Das Album wurde in Großbritannien ein relativer Flop, da erstmals in der Ära mit Paul Chapman die Top 20 verfehlt wurden. Der Waliser und Neil Carter teilten sich die Bass-Parts auf diesem Album, das zu stark auf amerikanischen AOR-Rock ausgerichtet war.

Zwei Jahre währte ab 1984 der Versuch des Sängers Phil Mogg, unter dem Namen UFO eine neue Band zusammenzustellen. Das Album „Misdemeanor“ fiel bei den alten Fans der Band ebenso durch wie beim Rest des Publikums.

Erst 1992 fanden Pete Way und Phil Mogg wieder zueinander und beschlossen, UFO wieder in Erscheinung treten zu lassen. Mit Laurence Archer an der Gitarre und Clive Edwards am Schlagzeug entstand das Comeback-Album „High Stakes & Dangerous Men“ und noch im selben Jahr der Livemitschnitt „Lights Out In Tokyo“. Das neue Material stellte eine Reminiszenz an die 70er Jahre dar, wodurch das öffentliche Interesse an der Band wieder auflebte. 1993 kam es schließlich zu einer Reunion der erfolgreichen Schenker-Mogg-Way-Raymond-Parker Besetzung der 1970er Jahre. Nachdem in dieser Besetzung 1995 das Album „Walk On Water“ veröffentlicht wurde, traten jedoch auch die alten Spannungen zwischen Schenker und Mogg wieder auf. Noch während der Welttournee verließ Schenker die Band, sodass UFO erneut vor dem Aus standen.

Unter der Bezeichnung “Mogg/Way” arbeiteten Phil Mogg und Pete Way bis zum Ende des Jahrzehnts an zwei weiteren Alben, bevor im Jahr 2000 Schenker wieder in die Band einstieg. In diesem Jahr wurde das Album „Covenant“ aufgenommen und veröffentlicht. 2002 wurde das Album „Sharks“ veröffentlicht. Beide Alben konnten die Kritiker wieder für die Schenker-Besetzung begeistern, jedoch zeigte sich Schenker erneut wenig bereit, weiterhin mit der Band zu kooperieren. Zu dieser Zeit erfuhr auch die Paul-Chapman-Ära eine späte Würdigung, als das Album „The Wild, The Willing & The Innocent“ in der Liste „Top 300 – Die besten Scheiben aller Zeiten“ der Zeitschrift Rock Hard Platz 127 belegte.

Um den unklaren Status Schenkers in der Band zu meiden, besetzte die Band 2003 den Gitarrenposten mit Vinnie Moore. Zudem wurde im selben Jahr Jason Bonham als Schlagzeuger in die Band aufgenommen. In dieser Besetzung entstand 2004 das erneut traditionell orientierte Album „You Are Here“. Auf der Tour zu diesem Album schnitt die Band am 13. Mai 2005 ihren Auftritt in Wilhelmshaven mit, welcher Anfang 2006 unter dem Titel „Showtime“ auf CD und DVD veröffentlicht wurde. Zwischenzeitlich ist Bonham aus der Band ausgestiegen und wurde durch Originaldrummer Andy Parker ersetzt. Die Band ist immer noch aktiv und tourt regelmäßig. Auch beim 20. Wacken Open Air Jubiläum im Jahr 2009 traten sie auf.