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Candy Dulfer

Candy Dulfer

Candy Dulfer (* 19. September 1969 in Amsterdam) ist eine niederländische Saxophonistin, die stilistisch im Funk angesiedelt ist.

Leben

Bereits im Alter von sechs Jahren begann Dulfer – gefördert durch ihren Vater Hans Dulfer, der selber ein bekannter Saxophonist ist − mit dem Saxophonspiel, insbesondere Sopran- und Altsaxophon. Beeinflusst wurde Candy Dulfer dabei auch von den Saxophonisten Sonny Rollins und David Sanborn. Mit elf Jahren folgte eine erste Plattenaufnahme und mit 14 schließlich die erste eigene Band Funky Material.

Der Durchbruch gelang Dulfer Ende der 1980er/Anfang der 90er Jahre, zunächst mit der Single Lily was Here (1989) aus dem Soundtrack zum gleichnamigen Film, die sie zusammen mit Dave Stewart (Eurythmics) einspielte. 1990 erschien zudem das Album Graffiti Bridge, auf dem Dulfer als Begleitmusikerin von Prince zu hören ist, sowie Dulfers eigenes Album Saxuality, das ihr eine Nominierung für das Bestes Pop-Album Instrumental bei den Grammy Awards einbrachte. Des Weiteren trat Dulfer mit der Band Pink Floyd in Knebworth auf. Für das Album Dulfer Dulfer arbeitete sie mit ihrem Vater Hans zusammen.

Neben ihren Soloaufnahmen ist Dulfer seitdem eine gefragte Begleitmusikerin. Neben ihrer Zusammenarbeit mit Prince stand sie unter anderem mit Maceo Parker, Dave Stewart, Marcus Miller, Van Morrison und Blondie im Studio und auf der Bühne. Im Jahr 2007 wechselte Dulfer von ihrem bisherigen Saxophon Selmer Mark VI zu einem von Thomas Inderbinen hergestellten Altsaxophon.

Ebenfalls im Jahr 2007 präsentierte sie im niederländischen Fernsehen Candy meets… Sie traf darin mit Sheila E., Maceo Parker, Hans Dulfer, Van Morrison, Dave Stewart und Mavis Staples zusammen.

Seit dem 18. Mai 2012 moderiert Dulfer für den niederländischen Radiosender Sublime FM (ehemals Arrow Jazz FM) die Sendung Candy Store, in der sie ihre persönlichen Lieblingsstücke aus Funk, Soul und Jazz präsentiert.

Diskografie (Auswahl)

Als Solistin
  • 1989: Lily was here (Anxious) neben Dave Stewart
  • 1990: Saxuality (BMG)
  • 1993: Sax-a-go-go (BMG)
  • 1995: Big girl (BMG)
  • 1997: For the love of you (BMG)
  • 1999: Girls night out (BMG)
  • 2001: Live In Amsterdam (BMG)
  • 2002: Dulfer Dulfer (Eagle Rock) mit Hans Dulfer
  • 2003: Right in My soul (Eagle Rock)
  • 2005: Live at Montreux 2002 (Eagle Rock)
  • 2007: Candy Store (Heads Up)
  • 2009: Funked Up & Chilled Out (Heads Up)
  • 2012: Crazy
Als Begleitmusikerin

Maceo Parker:

  • 1992: Life on planet groove (PolyGram)

Prince:

  • 1989: Batman Soundtrack
  • 1990: Graffiti Bridge
  • 2002: One Night alone live
  • 2004: Musicology
  • 2006: 3121

Van Morrison:

  • 1991: Hymns to the silence (Polydor)
  • 1993: Too long in exile (Polydor)

The B-52s

the b-52's

The B-52’s ist eine US-amerikanische Rockband aus Athens, Georgia. Seit 2008 schreibt die Band ihren Namen ohne Apostroph, also The B-52s. 

Geschichte

Die Band wurde von den fünf Studenten Kate Pierson, Cindy Wilson, deren Bruder Ricky Wilson, Fred Schneider und Keith Strickland im Oktober 1976 gegründet. Nach einer durchzechten Nacht in einem China-Restaurant in Athens kamen sie auf die Idee, eine Band zu gründen, obwohl sie eigentlich gar keine bis wenig Erfahrung hatten. Sie nannten sich B-52’s. Der Name leitet sich von einem Südstaatenspitznamen für die hochtoupierten und dann mittels Haarspray in Form gehaltenen Bienenkorb- bzw. Beehive-Frisuren der beiden Sängerinnen ab. Der Name für diese Frisur wiederum bezieht sich auf die Form der Bugspitze des Flugzeuges mit dem gleichen Namen: Boeing B-52.

Bei den meisten ihrer frühen Auftritte und Shows ließen sie aufgenommene Gitarrenakkorde ablaufen und sich zusätzlich mit Percussion begleiten.

Nachdem sie zweitausend Exemplare der Single Rock Lobster gepresst hatten, kam ihr erster bezahlter Auftritt im Nachtclub Max’s Kansas City. Bald wurde die New Yorker Presse auf die Gruppe aufmerksam. Ein Manager von Island Records hörte sich zufällig die Single Rock Lobster an und nahm die Gruppe sofort unter Vertrag. Mitte 1979 erschien die erste LP, die auch die erste Erfolgssingle enthielt. Die nachfolgenden Alben verkauften sich sehr gut. 1980 veröffentlichte die Band ihr zweites Album, Wild Planet. Dieses erreichte den zwanzigsten Platz der US-amerikanischen Albumcharts.

1985 traf die Band ein schwerer Schlag: Ricky Wilson starb. Erst hieß es, sein Tod habe natürliche Ursachen gehabt, dann wurde bekanntgegeben, er sei an Krebs gestorben. Schließlich stellte sich jedoch heraus, dass AIDS die Todesursache war. Nach seinem Tod wurde 1986 das Album Bouncing off the Satellites veröffentlicht, an dessen Entstehung Ricky Wilson noch beteiligt war. Anschließend wurde es eine Zeit lang still um die Band. 1989 schaffte sie ein Comeback mit ihrem Album Cosmic Thing, das das kommerziell bisher erfolgreichste Album der Gruppe wurde. Es enthält einige der bekanntesten Titel der B-52’s, unter anderem Love Shack und Roam.

1990 verließ Cindy Wilson die Band. Das 1992 veröffentlichte Album Good Stuff erschien ohne ihre Mitwirkung. Im Jahr 1994 schaffte die Gruppe mit dem Lied (Meet) The Flintstones für den Spielfilm Flintstones – Die Familie Feuerstein einen weiteren Hit. Für diese Veröffentlichung benutzten sie den Bandnamen BC-52’s (in Anlehnung daran, dass die Geschichte der Feuersteins vor Christi Geburt spielt, englisch before Christ bzw. abgekürzt B.C.) Im selben Jahr löste sich die Gruppe auf.

Mitte 1998 erschien das Best-Of-Album Time Capsule: Songs for a Future Generation, das auch das Wiederaufleben der Band markierte; Cindy Wilson ist seitdem wieder festes Mitglied der Band und war auch auf der Promotion-Tour für die Kompilation mit von der Partie. Neben einer Sammlung ihrer größten Hits enthielt Time Capsule auch zwei neue Lieder: Hallucinating Pluto und Debbie. Letzteres, auch als Single veröffentlichtes Stück ist eine Reminiszenz an Deborah Harry (Lead-Sängerin der Band Blondie) und die Musikszene, die sich im New York der späten 1970er Jahre mit dem legendären Punk Club CBGB als Brennpunkt formierte.

Die 2002 als Doppel-CD veröffentlichte Werkschau Nude on the Moon: The B-52’s Anthology ist ein weiteres Best-Of der Band aus Athens.

Kate Pierson war außerdem 1990 in dem Lied Candy von Iggy Pop und 1991 in Shiny Happy People der Gruppe R.E.M. (stammen ebenfalls aus Athens) zu hören. Fred Schneider nahm auch einige Soloalben auf.

Am 25. März 2008, 16 Jahre nach Good Stuff, erschien unter dem jetzt apostrophlosen Namen The B-52s das Album Funplex. Die gleichnamige erste Single aus diesem Album war bereits im Januar 2008 als kostenpflichtiger Download veröffentlicht worden.

Im Oktober 2011 erschien das Live-Album With the Wild Crowd!. Dabei handelt es sich um den Livemitschnitt eines Konzerts der Band, das im Februar 2011 in Athens stattfand.

Stil und Wirkung

Die eigenwillige Mischung aus Rock ’n’ Roll, Punk und Funk kam besonders in der amerikanischen Studentenbewegung und bei New-Wave-Fans gut an. Es gelang den B-52’s, den Rock mit dem New Wave zu vereinen. Der oftmals schrille, oftmals melodische Gesang der beiden Sängerinnen, komische Texte und rockiges Gitarrenspiel neben teilweise Science-Fiction-haften Keyboardmelodien sind das Markenzeichen der B-52’s. Viele ihrer Cover sind typisch für den New Wave.

Die B-52’s waren eine stilbildende Gruppe, die den Ruf Athens’ als Zentrum des alternativen Rock begründet hat. Seit den B-52’s brachte die dortige University of Georgia immer wieder bekannte Bands wie beispielsweise R.E.M. hervor. Durch ihre Zusammenführung des Rock and Roll mit dem New Wave üben sie bis heute einen großen Einfluss auf Musikgruppen aus.