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Extreme (Funk-Metal-Band)

Extreme - More Than Words

Extreme entspringen aus der 1981 gegründeten Band The Dream, die ein 6-Song-Album aus dem Jahr 1983 vorweisen kann. 1985 gewinnt die Gruppe einen vom Musiksender MTV veranstalteten Wettbewerb mit ihrem Song Mutha (Don’t Want to Go to School Today), im gleichen Jahr benennen sie sich in Extreme um und holen mit Nuno Duarte Gil Mendes Bettencourt einen zweiten Gitarristen in die Band. Nach nur drei Proben mit Nuno trennt sich die Band vom ursprünglichen Gitarristen Peter Hunt. 1986 stößt Bassist Pat Badger für Paul Mangone zu Extreme und in dieser neuen Besetzung erspielen sich die Vier in kürzester Zeit eine große Fangemeinde in der Umgebung ihrer Heimatstadt Boston. Ebenfalls 1986 spielen Extreme zum ersten Mal in Europa, an Festivals in Portugal. 1987 gewinnt die Band den Boston Music Award und unterzeichnet einen Plattenvertrag bei A&M. Ihr Song Play With Me erscheint auf dem Soundtrack des Kultfilms Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit.

Das Debütalbum erscheint im Jahr darauf, doch es gelingt der Band vorerst nicht, über ihren Bundesstaat hinaus bekannt zu werden. Das ändert sich erst 1990 mit dem zweiten Album Pornograffitti. Die Single More Than Words erreicht Platz 1 der US-Charts und avanciert innerhalb kürzester Zeit zu einem weltweiten Hit. Extreme schaffen mit ihrem eigenständigen Funk Rock eine eigene Nische und ihr Gitarrist Nuno Bettencourt steigt zur Gitarrenikone auf. So erhält er z.B. eine Einladung von Janet Jackson um auf ihrem Song Black Cat zu spielen und nahm zusammen mit TM Stevens mehrere Songs auf. Als weitere Hitsingles können sich Hole Hearted und Get the Funk Out hoch in den Charts platzieren.

Mit ihrem dritten Album III Sides to Every Story kann die Band wegen des Fehlens einer radiofreundlichen Single nicht an den kommerziellen Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Dennoch erhalten Extreme 1992 eine persönliche Einladung von Queen-Gitarrist Brian May zur Teilnahme am Freddie Mercury Tribute Concert zu Ehren des verstorbenen Queen-Sängers. 1994 verlässt Geary die Band. Als Ersatz für ihn steigt der ehemalige Annihilator-Schlagzeuger Mike Mangini für das Monsters-of-Rock-Festival in Castle Donington ein. Das vierte Album Waiting for the Punchline weist deutliche Grunge-Einflüsse auf und floppt. Extreme lösen sich auf.

Sänger Gary Cherone steigt als Ersatz für Sammy Hagar bei Van Halen ein und singt auf dem Album III, das ebenfalls floppt. Bettencourt startet eine Solokarriere und veröffentlicht u.a. das Album Schizophonic. 2004 reformieren sich Extreme anlässlich des 20. Maré de Agosto Internacional Music Festival auf der portugiesischen Insel Santa Maria auf den Azoren, dem Geburtsort von Bettencourt. Anstelle von Pat Badger steht bei diesem Konzert Carl Restivo am Bass. Ein Reunionkonzert in den USA folgt am 18. September 2004 anlässlich des WAAF’s Hillmann 15th Anniversary Concert im City Hall Plaza in Boston neben Puddle of Mudd und den Dropkick Murphys. Ebenfalls folgen einige Konzerte in Japan.

Die Tageszeitung The Boston Globe berichtete am 25. März 2006, dass sich die Originalbesetzung von Extreme in jenem Sommer für einige Konzerte in New England reformieren wolle. Zwei Wochen später bestätigte die Radio Station WAAF diese Nachricht. Extreme standen am 30. Juni im Bank of America Pavilion in Boston in der Besetzung Cherone, Bettencourt, Badger und Geary auf der Bühne. Gerüchten zufolge sollten zwei weitere Shows im Foxwoods in Connecticut am 2. Juli und im Casino Ballroom in New Hampshire stattfinden.

Extreme starteten nach eigener Pressemitteilung vom 26. November 2007 im Jahr 2008 in neuer Besetzung (Drums: Kevin Figueiredo) mit neuem Album. Am 1. Dezember 2007 spielten Extreme bei den Boston Music Awards ein paar Songs und verkündeten, dass das neue Album schon zu großen Teilen stehen würde. Am 12. August 2008 erschien das Saudades de Rock (ausgesprochen “sow-dodge”) betitelte Album, anschließend gingen Extreme auf Tournee.

2010 erschien das Live-Album Take us Alive, gleichzeitig wurde eine Live-DVD veröffentlicht. Beide wurden beim “Heimspiel” der Band, einem Konzert in Boston, aufgenommen.

Diskografie

Studioalben

  • 1989: Extreme
  • 1990: Extreme II Pornograffitti – A Funked Up Fairytale
  • 1992: III Sides to Every Story – Yours, Mine and the Truth
  • 1995: Waiting for the Punchline
  • 2008: Saudades de Rock

Livealben

  • 2010: Take us alive

Kompilationen

  • 1998: Best of Extreme – An Accidental Collication of Atoms?
  • 2002: 20th Century Masters (Best Of)
  • 2002: Hole Hearted Collection (Best Of)

Singles & EPs

  • 1989: Little Girls
  • 1989: Kid Ego
  • 1989: Mutha (Don’t Wanna Go to School Today)
  • 1991: Decadence Dance
  • 1991: Get the Funk Out
  • 1991: Extragraffitti (EP)
  • 1991: More Than Words
  • 1991: Hole Hearted
  • 1992: Song for Love
  • 1992: Rest in Peace
  • 1992: Stop the World
  • 1993: Tragic Comic
  • 1995: Hip Today
  • 1995: Cynical
  • 1996: Running Gag (EP)